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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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V.8«cu1um. I.Op. Von dcn Lehrern in Europa.

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gern wieder vom Stuhle haben, weil er ihn vor einenKetzer hielt. ß) Allem als dieserwegen von Rom Ge-sandten nach Csnstankinopel geschickt wurden, so hielter einen 8yn»lum, auf welchem er rvrrc»r.vi mit seiner Lehre verdammeke, auch ein Schreiben seines Glawbens halber an rLortL« abgehen ließ, und damit den-selben vMg vergnügeke. K)

Als aber auf dem Lvncilio zu Chab

cedon pr-eststiret, und dasselbe dem Eonstantinopolika-nischen Stuhle einen gleichen Rang mit dem Römi-schen eingeräumet Harte, so konte es i-Lv ihm nichtvergessen, daß er solchen Vortheil mit ihm zugleich Ha-ben solre, und trug es ihm nach, solange er lebete,wieaus seinen Schreiben hin und wieder zu ersehen. Esist eiuc eiutzige Epistel von ihm in den louu, Lonoimrum anzutreffen.

6sNbliwlV8.

Mschoff Anno 458- stirbt 471.

Er war ei» Aelustcr, und hatte den Ruhm einesaufrichtig frommen Mannes, wie er denn viel lob-würdiges in seinem Amte ausgerichtet.

Er oreiinnete Niemanden, der den Psalter nicht l>crKÄ auswendig konte, und suchte den Gertz und dieSimonie der Geistlichen nach Möglichkeit auf dieSeite zu räumen.

Man schreibt ihm auch Wunder zu, wie denn z. C.einem Mahler, der Christum in der Gestalt des iouohatte vorstellen wollen, die Hand verdorret war, wel-che ihm 6Lbl^VlV8 durch sein Gebeth wiederumzurechte brachte, i) Als er einsten zu Nacht in derKirchen eifrig bethete, soll ihm der Teufel erschienenseyn, und gesagt haben: Solange du lebest, willich) noch ruhen, aber naA) Vernein Tobe will ichdie Rtrche umkehre»:, k)

Sein Nahmens-Vetter i) schreibet,

gewesen. Sein Lommemariu, in vanieiem ist nebstvielen seinen Homilien vcrlohren gegangen: man haknur noch ein OrcuUr- Schreiben gegen die Simonie,und ein tragmcm gegen dietlnakbemaulmos L/nlli.m)äLAciVS.

Patnarche Anno 472. stirbt 489Er war Insseök >r des Waystn-HsuseS zu Constan-tinopel, ein recht ehnvürdigcr Mann, der sich der Un-mündigen dergestalt angenommen, daß er sich damitdurchgehends eine grosse Liebe zuwege gebracht hatte.Bey dein Käyfer reonx stund er in sonderbaren Gna-den, daß er alles mit ihm cnmmuniorete, und keinengeheimen Rath bcrieff, darinnen nicht wä-

rc zugegen gewesen. Von der Ehr-Begierde aber kauman ihn nicht frey sprechen, wenn anders wahr ist,daß er sein Bildniß in denen unter ihm stehenden Kir-chen gelitten, n)

Als der Käyfer »a5n.i;cvz cin L-ljA wieder das k^oncüium zu Chalcedon hatte herumgehen lassen, setztesich kapffermüthig dagegen, und weil er bey

dem Volcke in grossem Ansehen stund, fürchtete end-lich der Käyfer, es mochte ein Tumult entstehen,undließ das KchA durch andere Briefe ca»l>ren ; woraufauch die Bischöffe so bereits unterschriebe»: Hatten, beymn Verzeihung baten. 0)

Weil rott^nnLZ bey seiner Erhebung auf denStuhl zu Alcrandrien keine Imera, stfnoäics,, oderBericht-Schreiben, an ^L^LIVL -1 hakte abgehen las-ftn, 0) fastete dieser einen Unwillen gegen ihn, wel-cher sich folgends dadurch zeigete, daß er twrno »ore-au, so innLnnL» verdrungen hatte, kauorilirrke, wor-über ihn jener bey smiwielo zu Rom verklagcte, wel-cher gern in die Haare gewesen wäre, wenn

ihn der Käyfer Hätte t-cuncl-ren wollen- r,n?r.icnNachfolger r^i-ix trieb die Sache noch scharsser undemrc w nach Rom, wie oben gemeldet worden.

Den Bann kLi.1018 restisÄirekc sowenig,

daß er des Pabsteö Nahincn aus den Oiptyclii, auS-löschete, behielt a»lch seine Würde, und starb in gu-tem Friede, g) Seine zwey noch übrige Briefe sindeiner an kscrum kuliomm, der andere an 8-impliciumgerichtet.

Patnarche Anno 489. stirbt 49s. .

Einige heissen ihn auch kl^Vi^d-IVKl, und ist er,so man dein Pabst kkracl in seinem an ihn geschriebe-nen Briefe trauet, ein gortseeliger Mann gewesen.Wolte man aber die Nachricht bilLLkblOKI r) gel-ten lassen, so wäre er billich unter die ärgsten Böse-wichter zurechnen.

Dieser erzeyket, es habe der Käyfer einen versiegel-ten weisscn Zettel auf den Altar gelegct, eine vierug-tägige Fasten ausrussen und bethen lasten, daß GOttden Nahmen des zuerwählendcn Bistbosss darmuenanzeigen wolle. Allein habe den Küster be-

saß seine Zunge galant und sein Verstand scharfsinnig stachen, daß er den Zettel bekommen, eröffnen, feinen

x) ISem ep. 44. 55. K) N/NOdlIVL »<I L 450.»--9. ÜLtt 44. i, l'ttxOvOktVZ I eÄ r !>b. k)11 -le scn^or c. 90. ttLK

MM. Iib.2. c.4. n)8VII)a.S.

Nahmen einschreiben, und da« Siegel wieder künsi«lieb drauf drucken können, durch welchen Griff er dasBrßthum erhalten, wiewohl es nach seinem Tode her-aus gekommen, und der Ksisier darüber zur Strassewäre gezogen worden. Allein, daß dieses eine Fabel,ist von andern erwiesen worden. 5)

Sonst suchte er die Vereinigung mit dem Römi-schen Stuhle durch eine Gefandkfchafft, ehe aber derBricff des Pabsts reiner, an »hin zurück kam , hatteer bereits dieses Zeitliche geseegnet. c)

LVkMMV8.

Patriarch Anno 490. verwiesen 495.

Er striech rrrrev^ KI0I-67A1 aus den Diprz'cliiz aus,weil er das Concilium zu Chalcedon verdammeke, fetz-te hingegen rericeri zu Rom hinein, u) Bey demKäyfer än^r ^io stund er »regen der Vertheidigungdes <^onciI>i zu Chalcedon garnicht in Gnaden, undverschüttete sie endlich vollends, als er ein gewisses Gc-

Zz zzz z heim.

« ) LVL6KIV8 üb. z. c. 4. 9. p) l.I«8K^'rV8 c--p. 17.q) ^ickkttorrvs Iib.16. c.17. r) lib. ,6. c,p.»)

«nnsl. I'. z. p. ^76. r) üb.

4. csp.-z. k^UX es,. ,4. l.Ikkk/e l VS c. ig. u) LV/l-6K1 vs l. c. McLkttOliVS üb. IÜ. c. I-.