V. 8sc-ukrm. I. Lsp. Von den Lehrern in Europa.
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Nachdem er in sbgedachtem Jahre Bischofs gewor.den war, praolichrete er Anno 49Z. auf dem 8y«o6o^rzusicsns, verfiel aber hernach in einen Streit mitl.Lvuk zu Rom , weil er sich, wie der Pabst meyncte,in der Vienneni-schen und Narboncnsischen Provintzzuviel heraus nahm, und den Bischofs cLuiooreivra zuVienne abgesetzet hatte.
eLLlvonivs verklagte ihn also zu Rom, und weilLeo deswegen an den Käyftr schrieb, so ward ihm vondiesem anbefohlen, sich keiner Kirchen-Gewalt in ge-dachten Provintzien anzumaßen, shngeachtet er sowohlwegen der Stadt ^.rlc;, welche der Sitz des Praekon«PrsoteLli in Gallien gewesen, als auch wegen der Exem-pel seiner Vorfahren hierzu berechtiget zu seyn ver-rneynete.
Gleichwohl, da kko sehr auf blII.. 4 ldlVd-l entrüstetwar, wölke ihn dieser wieder begütigen, und reiste zuFusse nach Rom, zu zeigen, wie ihn weder Hochmuthnoch Rachgier, sondern andere wichtige Ursachen 'zudiesem Verfahren angetrieben. Allein oro ließ sichvicht weisen, sondern hielt dieseO vielmehr vor eine b«>queme Gelegenheit, sein Ansehen zu befestigen : daherer ihn auf einem 8yno6c> vieler Rechte und FreyH itenverlustig erklärte, o) Er schickte nach seiner Rück-reise nachmahlen die drey Aeltesten «Lvxxnivn, nrcrL-Livi-l und cou'irLN'rivi>i nach Rom, welche aber ebennichts ausrichten konten-
Viele von den Papisten beschreiben ihn als einenhartnäckichken,eigensinnigen,und tyratinischenMann. p)Andere aber nennen ihn einen in Heil. Schufst gelehr-ten , sich selbst verleugnenden und die Armuth lieben-den Kirchen-Vorsteher, welcher ohn Auseheu der Per-son mir grosser Gnade geprediget, und in Schrifftenseinen unsterblichen Verstand gejeiget habe; g) wieihm denn auch uro r^> selbst nach dessen Absterben dasLob eines Heiligen und rechtschaffenen Mannes bey-Helegek.
Seine S<Hriffcen sind
1. Virs 8. »onvr-ri, seines Vorführers.
2. Lärmen Hcroirum 6c Leneles, bitivria ss kronem?spsm.z. ve mirsculis §. Leneüi nsrrsria, Welche aus dem §k)-Ic>
nach mehr dem dkil^no bl»i6!ic»ü beyzulegen.
4. Ein knrtzer Bricff an den Bischofs kuck-rium z« Lyon.z. Zwey andere Briesse an den >ugukinum, welche aber ei«
gantz anderer kiilLriur geschrieben zn haben scheinet.käIK!eiV8.
krtz-.Dischvff in Irland Anno4;-. stirbt49;. alt irr. Jahr.
Er ward zwischen Ouwbricon und (rlaicou in Brikaunikn, in dem Städtchen hlcmllmr, jetzt Kircbpa-ttick genannt, gebohren. Sein Vater war ein l)ia-cvrrvr, Nahmens , welcher eines Festesten
^Tochter des H. taaleuxu zu sour!> Schwe-
ster Tochter, zum Weibe Hatte. Im si-.benzchendc»Jahr seines Alters ward er nebst seinen beyden Schwe-rem von den Schotkländischen See-Raubern gefan-
gen, und in Irland verlaustet, da er denn 6 . Jahr langdas Vieh Hü.en muste.
Endlich ward er doch wieder frey, und begab sich jttseinem Vetter, dem H. >lnienno, in Gallien, allwoer in der Übung der Gottseeligkeit vortrefflich gegrün-det warb. Folgends durchreiste er Gallien und Ita-lien, und Hielt sich eine gute Zeit zu Rom auf, allwoer sonderlich die Heil. Schufst studirete.
Anno 4Z2. ward er von coLl.k5mino zu Rom und6k.rer.lLuo LUirl8loookikurl in Gallien mit bischöffiicherWürde nach Irland abgefertiget, allwo er fast dasgantze Land bekehrete, und auch in Britannien dieHeil. Lehre von Christo ausbreitete.
' Er soll viel Wunder gethan, und wie EliaS auf ei-nem Berge 40. Tage und 40. Nachte gefastet haben.Doch, wie es bey den Scribcntcn von diesen Zeitenan Fabeln nicht zn fehlen pfleget: also Hak man nichtUrsaek , von solchen Wundern zu gedenckcn, zumahl,da biß als sein grösscsteöWunder-Werckanzusehen,daßer so wilde Vöickcr durch den Glauben an das Evan-gelium gebändiget. Man zeiget noch in Irland eineHole, welche l^llHEII Legfeuer genennet und mitipwnchcrley Wunder-Dingen, davon inan aber keinenGrund Hat, beschrieben wird. 5)
Seine Schrifften sind
1. L>snfc;ür> in epittols Iliberons explicskz, WomNieil er
von stillem Leben und Predigt - Amte Rccheuschafft gicbet.
2. kssütnlz 36 Orouriim, x-ßuium Lsmbro-Kritsnnicum.
z. 8X''.«6>i, 8. pzrricii czzrikuls seu c3»one5 XXXI. eomplcÄen?.4. Zvuoüus episcnpvrnm kskricii ^uxilü öc ^eeerniai csno,rics XXXIV. coniprelrciräeni»
8-Liinoncr sliljunt L>ii.
6. krvuerb >3 rionunllri«
7. I)e crilrus bsbirsculis übet, WelcheS linker Außulllni Wettcken zu finden, und ?»tticiv eben nicht gewiß kan zuge-schrieben werden-
8 L^ri- 8. ksk.icü, teu epikols ä« snli^uikrre ^urtlonic»,istohne Zweifel falsch.
9 Oe rbLÜonibus 8eculi»
10 Lcrmn Lub nnmine kstrlcH ist falsch»
ir.kf>iilol 3 6e !eßzriune lcu nurbone 36 kkibcrnos, ist gleich-falls untergeschoben.
?L 1 KV 8 EMV 80 l. 06 V 8 .
Tischoff zu Ravenna Anno 44;>
Den Zunahmen bekam er von feiner Beredtsam-kcit, r) wie denn auch 176. Homilien von ihm vor-handen, ingleichcn ein Brieffan den Abt oderArchi-mandriten LvrrcnxL«.
xVEllkKlVS.
Bischvff zu Lyon Anno 4?4. stirbt 454.
Er war von vornehmen Geschlechte, u) und zeu-gete mit seiner Frauen zwey Sohne vkirLnivk-, und sL-k»^ir.'v>>! , weichen' er gewisse Bücher zugeschrieben»Die Liebe zum einsamen Leben brachte ihn auf die Jn-sul k-crinum, wiewohl er im folgenden die benachbarte
Jnsu!
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