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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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V. Leeulum. I. Ox. Bon den berühmten Mönchen.

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Um das Aohk 448-Dieser berühmte Mönch war zu 8uün ober 8ekn,an den Grenkcn der Landschafftkupkrarelme gebohren,und Hütete in seiner Jugend die Schafe. Einstensharte er die Schafe eingetrieben, und gicng in die Kir-che/ allwo er aus dl-urli. V. hörete, daß dieLeidtrargenden ftelig, die sich aber mir der Welt frcue-ren / rmftelig wären. . ^ „

Dieses gieng ihn, zu Hertzen, daß er ernen Beste-henden fragte: Was wohl bey der Sache zuthun wä-re? und bekam zur Antwort, daß ein einsames Lebendas bcsteMittel wäre zu dem höchsten Gute zu gelangen.

Hierauf begab er sich in die nächste Märtyrer-Kirche,und blieb daselbst, bis er in einen süssen Schlaff fiel,und traumeie, als ob er einen Grund grübe, wobey ereine Stimme hörere, daß er immer ticffer graben solte,bis es gnug war- Das Gebäude, was er folgendeauf den Grund sichere, ward gantz ohne Mühe fertig.

Sobald er von diesem Traume erwachete, machteer sich nach leleciam zu dem Mönche »Liuvookv, undfieng an so strenge zu fasten, daß er flugs gantzer «.Tage lang nichts zu sich nahm. Er machte einenStrick von Palmen, und gürtete damit sein auf blos-sem Leibe tragendes Fell dermaßen feste an den Leib,daß es ein Geschwüre gab. Gleichwohl löseke er denGürtel nicht auf, bis sein Mitgesck das herabflieffen-de Eyter gewahr ward, und man ihn durch den Vor-steher zwang, den Strick loszumachen.

>ist von seinem Schüler und Diener äurouio beschne-'bcii werd-'!-.

Von tiieckLONL sind verschiedene Briefe andieKäy«ftr I ncoclolium und l.coi;E, wie.auch an die Käyse-rin Luävxiam, und andere theils gantz bey den äutto-rit)U 5 theils tragmem» anzutreffen. >)

8 /s L - v 8.

Gebohren Anno 419. stirbt ;zr.

Sein Vaterland war Lappadocien, und er Hattevon Jugend auf Lust zumKioster-Leben. Im zwölf-ten Jahre seines Alters kam er nach Jerusalem , undals er daselbst viel von dem Heil. Lvr«vxr,o hörete,gierm er zu ihm, mit Thräne» bittende, ihn unter fei-»e Schüler aufzunehmen, welcher ihn aber wegen fei-/ ner Jugend zu ^»L«ari;w schickte, aklwo er es allenfeinen Lameraden an Eifer zuvorthat.

Nach der Zeit reifere er nach Alezandrien und kraffdaselbst seinen Vater an, welcher ein vornehmerKriegS-Bedienter war. Dieser wolle ihr, auch zur Milch be-reden, allein 8ük^8 war von dem erwählten Mönchs-Stande nicht abzubringen, und kehrere also an seine»«Ort zurücke.

Jm dreyßigsten Jahr seines Alters bat er seinen Vor-gesetzten noirsliE, ihm z« erlauben, daß er in einerHole wohnen köutc. Es wurden ihm 5. Tage derWochen zugestanden, und also gieng er stets Sonn-tags Abends aus dem Kloster, soviel Palm-Zweigemit sich nehmende, als ihm zu seiner wochentlichenArbeitnörhig'waren. Bis aufdenSonnabend früh,da er wieder

. » ^ , zurückkam, aß und tranck er nichts, machte aber gleich-

Indem er nun auch die Wunde nicht zuherlen wol-n)yhldi'eAnzahl seinerKörblein,undbrachte sie mit sich.te, trieben ihn die Mönche als emcn eigen sinnigen! Nach seiner Eltern Tode bekam er ein ziemlicherKopff vonM, da er sich denn -n erneu Brunnen,^ der Geld,welchcs er theils zu Auferbauung eines Hospi-" ' " tals anwendete, theils seinem Kloster schenckete

ohne Wasser war, hillab ließ, und unaufhörliche Lob-Gesänge zu GOtt abschickte. In solchem Zustandefanden ihn zwey Mönche, welche aus dem Kloster abgeordnet waren, ihn wieder zu holen, und tonten ihnkaum wieder aus dem Loche Heraus ziehen.

Er hatte 9. oder ao. Jahre in besagtem Kloster zugebracht, als er sich auf dem Dorffe IHanellu; in einklein Häußchen drey Jahr lang verschloß , und unterandern 40. Tage zur Nachahmung Ebriüi darinnenfastete, daß er darüber auf die letzte halb todt da lag.Gleichwohl hielt cr cs aus, und verfügte sich hernachauf den Gipffcl eines Berges, allwo er sich an den Felsenmit einer Kette von 20. Ellen lang befestigte, wiewohlihm der Patriarch ölLi-rrivs zu Antiochien diese Thor-heit endlich ausredete-

Zuletzt bamte er sich auf eine Säule von 40. Ellenhock ein kleines Häußchen, welches kaun« 2. Ellen imUmkreiß hatte. Er wohncte darinnen bey allerhandÜbungen über zo.Jahr, und wolteauch nicht einmahldie Wa-ntzm, so ihm auf den Leib kamen, wegschaffen«der tödten. Nebst den täglichen Ermahnungen andas Volck, soll er fast nuzähliche Wnndcr-Wercke ge-than haben. Das ist gewiß, daß man zu seiner Zeit<in grosses Wesen aus ihm gemacht Hat, also, daß ihno»ch der Käyser um Rath gefraget. K) Sein Leben

d) HtLODOKLI V8 IM»», religiös» LeÄ. 26. LVd-LKlVL Üb. l. c»x. !2.

Anno 511. übernahm er als nunmchro Abt nebstandern eine Gesandtschafft an den Käyser >8/5rL8lv»l,wegen der Ungnade , so der Käyser auf die Patriar-chen zu Antiochien und Jerusalem gcworffen Hatte.Ob man ihn rmn gleich wegen seiner zerlumpten Klei-der anfänglich nicht ins Schloß einlassen woltc, sohatte ihn doch der Käyser sehr wehrt, und ließ durchsein Zureden den Zorn gegen die Patriarchen fallen,wie er denn auch im folgenden viel bey den Käyser«vermocht«, und bey ivniniLno Anuo szo. sowohlE»lassung des Tribute, als auch andere Mildigkeit j«Aufrichtung der von den Samaritern verbranntenKirchen und Dörffer ausbath.

Man schreibt ihm viel Wunder zu, als, daß er, oh-ne sich im geringsten zu verbrennen, in einen Feuer-Ofen gesprungen, einen am Fuß verletzten Löwen, wel-cher sich zu seinen Füssen geworffen, geheilet, n. a. m. le)IO»äNeVL8 c.ä 58 läNV 8 .

Stirbt 448.

Weiler seine meiste Zeit im Kloster-Leben zugebrachtso will ich Hier noch seiner gedcncken, shngeachtet erbey eine zeiklang vi coou« und zu.'Rom

Aeltesier gewesen. Seine Eltern waren Scythen ausdenyHunca Ekei lönclo, zeugetcn ihn aber zu Athen.

Aaaaaar Er

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