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Kirchen-Hlstorie Neues Testamentes
cken, und.die Unwissenden zu lehre», was jetzt gcsche-He, und was noch geschehen solle« K)
Dem Geitze wiedexsirebeten sie, davor haltende ,«GOtt wolle seinen Dienern des Evangelii mchkzulus-s-n, daß sieihrenErben etwas bescheidenkönten..Denn»darum habe.ihnen der HErr die Tasche und den zwey-ten Rock vom Leibe genommen, auch die Füsse enrblösset, und nicht einmahl einen Stab in der Hand gelas-sen. I- Der lebeke recht vom Evangelio, der nichtseignes Hatte, und auch nichts eignes haben wolle, undglicht das seinige, sondern gemeines Gut besaß. Kurtz,chey seiner Arbeit um Evangelio die nöthigen Lebens-Mittel empsieng« Darum l iess einer vor der Ge-
meine den Heil. Geist, der durch Petmm den Zaube-rer 8>monem verdammt hatte, zum Zeugen an , daßer in seinein Thun keine Absicht weder auf Gelb nochauf Gut hätte, n)
Sie predigten Christum, nicht nur, was man vonjhm glauben, sondern auch, was.die thun sollen, diezur Vereinigung des Leibes Christi kommen wölken.Christus muste.im Evangelio gantzgeprcdiget.werden,»richt allein zum Glauben , sondern auch zum Leben, o)Bey dem musten sie keines Sünders schonen, durch-aus nicht schweigen, und etwa -qs.Übel sn der Ge-Weine geben lassen. ?.)
VII.
Wie zeigte sich der Verfall in den Pflichtender Lehrer?
Die Clerifty ward von Tage zu Tage immer ärger,man sahe alles durch die Uneinigkeit derselben verwir-ret, sie verderbeke alles Gute durch ihre Feindschafft)Partbeyligkeit, Fiirchtsunkeit, Unbeständigkeit, Neid,Meuterei), Unzucht, Geitz, Hochmuth, Faulheit rc.Die meisten sitzten sich wieder etliche wenige, so nochGutes riechen, stritten wieder sie mit den unsinnig-sten Anschlägen, und Halsstarrigen, parteyischen Ge-müthern; dainzwischcndie Gemeine GOttes undein je-der redlicher Mann verlästert und verspottet ward. q )
Ein anderer r) beschreibet die gottlosen Lehrer dieserZeiten folgender gestalt: Sie sind in ihrem Irnrefaul, imMicdersprechenhurtig, i-nLeHren naci?-läßig, im Auswieg ln gejcsnffttg, in der Liehekalt, in Meurercyen starck, rn Haß und Feind-sti.)astc beständig, unterstehen sich die Gemeinezu regieren, die selbst noch regieret werden sollen»
Was die Art ihres Veruffs belanget, so suchten stedurch mancherley lose Ränckc ins Ämr zusammenund glaubten denn, es würden alle ihre böse Thatendurch die Ordination vergeben und beygeleget. 5) DieVischöffe ordinierten ums Geld, und man bedientesich dabey bestochener Unterhändler, wogegen die Lonci!j^ eiferten, r )
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Wenn sie nun durch dergleichen krumme Wege zueinem Dienste gelanget waren, so heuchelten undschmeicheken sie, und unterstunden sich nicht, einemGottlosen, der etwa Gewalt in Händur Harke, dieWahrheit zu sagen : darüber denn die Armen, Wäy.sen und Witwen , deren Vater sie hätte» seyn sollen,unterdrückt wurden, u) Um Geld zu gewinnen, leg«ten sie sich auf Handeln und Wandeln,.daß es verbo-then werden muste. x) Sie pachteten fremde Güterum schändlichen Gewinstes Wille», und trieben welt-liche Händel, versäumten den Dienst. GOttes dabey,und liessen davor in den Häusern herum, ihre«.Geitzzu vergnügen« y) Über welcheGcld-Bcgierdestch dieErleuchteten wunderteri, zumahl da ihrer nies wederFreunde noch Kinder, noch Familien hatten, und ihrHaab und Gut nicht denArmen, nicht den Gemeinen,nicht ihnen selbst, noch GOtt, solidem den Wsttge-sinnten, Reichen und Vlutfremden wiedmeken. r) Esivarff ihnen einer nicht ohne Grund vor, daß sie nicht!in die Kirche giengen zu singen, zu tauffen , oderLod-ten zu begraben, wen» sie nicht Geld oder andere Ver-sprechungen davor bekämen,.ja, wenn ein Reicher aufsKrancken-Bette käme, so wünscheten sie mehr, daß ersterben, als daß er wieder gesund werden »lochte. ->)
Die Gewinnsucht und Eitelkeit trieb ste auch zumSpielen, also , daß es ihnen der Käystr reo beyStraffe der remorion verbiethen musie, b) wobey siesich noch.wohl voll zu fausten pflegten,.«:) und ande-re Üppigkeiten trieben.
An start, daß sie die Gemeine hüten und weiden sol-ten , so sagten,.hetzten und beitzeten sie nach Art derweltlichen Herren, und hielten sich darzu gnugsaineHunde und Habichte, cl) Von andern recht Heydni-schm Dingen , so die-verrückte Geistligkeit angegeben,will ich weiter nichts gcdencken, weil diß schon übcr-flschig ist, sich einen Begriff davon zu machen.
i Wie war Die Kirchen - Zucht beschaffen 2
Man merckct hierdey
1. Die Zucht mit den Sündern.
2. Einige andere Gekrauct)e und Anstalten.
ix.
Wir gieng man mit den Sündern um?
Es ist bey der Kirchm-Disciplin mit denselben nochbey den alten Anstalten verblieben, nur kau manmer-cken, daß der RömischeBischoff rro die bisher im Oc-cidcut noch gewöhnliche öffentliche Beichte in cine Pri«vat-Veichte verwandelt, weil sich derjenigen immermehr fanden, welche sich schämeken, ihre Verbrechenöffentlich zu beknmem e) Inzwischen war disePri-vat-Veichre von der heutiges Tagesckm Pabstkhumge-bräuchlichen Ohren-Beichte noch gantz und gar unter-schieden , wie andere mviestn haben, t)
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