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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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V.5eculum. Hl.csp. Vom K-rgen - Rcgrmentc.

9z;

X. igltzichm wegen cnx'eLosi'o^O zwischen Rom und Con-

Was hat man vor Gebrauche und Anstcü-jstau^ten in diesem ^eculo zu benrercken ?- "

r. Dir Abfassung- der Liedos-Mahle.

Die Vereinigungen oder ZujammetMetUN-

gen der Ixnehen.z. Die R.irct>en-Güter.

4. Die Sehulen.

5 . Die Lidliorhecken.

6. Die Röster»

Xü

Wie sind die Licbes-Mahle abgeschaffetworden?

Weil sich bey diesen Mahlzeiten, welche nachdemHeil. Tacrament, und vermöge des LoncUii zn Lao-dicea nicht in der Kirchen, sondern in Privak-Häuserngenossen wurden / g) viel Unordnung ereignete / alsodaß nicht nur die Micl)eu ihre Pralerey dabey spürenliessen, sondern auch überhaupt Unmäßi'gkeit, Leicht-fertigkeiten und Zänckereyen diese sonst gar christlicheAnstalt zum Greuel machten; so war schon aus demdritten Lonciliu zu Carchag« k) Anno Z97- beschlof.sen worden/ das Volck, soviel möglich davon abzuhal-ten/ welches man denn in diesem 8ccuIo mehr und mehrins Werck setzete, wiewohl es nicht zugleich und über-all auf einmahl geschahe, i)

XU.

Was ist von den Kirchen-VcremigungmZu merckcn k

Man mag sie in diesem äceulo zuweilen mehr Zer--rcnnungen als Vereinigungen nennen / weil so vieleStreitigkeiten darüber entstunden / wie schon oben beyden Aemtern beobachtet worden. Dir Kirchen tratennicht mehr so freywillig, als in den ersten Zelten / zu-ftmilnen/ sondern man suchte sie vielfältig unter man-cherley prselcxten nndmit theils listigen/ rheilsgewalüsinnen Ränrkeu an steh zu ziehen, wie unter anderndas Exempel zu Jerusalem bewähren kam

Doch blieben di'e8yno6i dasHaupt-Micrel derVer-«inlgnng , Meter deren Beurtheilung sich aste Patriar-chen, Primaten, Exarchen,Metropoliten und Bischof-fe bequemen innsten, wie die Röü.Wen Bischösse, sesonst schon immer nach einer allgemeinen Hoheit sire-beten, in ihren Briefen selbst bezeugen.

Es wurden Hiernechst noch aste andere Mittel, deren

Wie die vioecolen eingetheilet gewesen, auch offtverändert worden, kan man bey dem 81'^dlÜLdstlOin Leoßrspkia lacra, bey den Leukuliatoribuz lelstzcis-burßenhbus und andern suchen.

XII?.

Was ist von den Kirchen-Gütern zuerinnern?

Die Kirchen-Güter wurden durch die sonntäglichenCsllecten, k) durch besondere Schenckungen gottfte«'liger Leute , !) der Bischöffe und Käyftr, wie auchdurch die Straffeu der Kirchen- Verbrecher m) vcv-mehret^

Der Käyser rrixovvrivr soll der Kirchen zu Jerusa-lem nicht nur ein goldenes.Crentz, sondern auch vielGeld geschcnekcr haben, u) Seine Gemahlin rvou^x,ä ließ nicht nur den Bischeffs.HoffzttEönstancino-pel herrlich ausbauen , sondern verordlu'ke demselbenauch oine jährliche Summe Goldes. o) Von Ln>r?nicio zu Rom wird gemeldet / daß er der Kirchen ei-nen goldenen Becher von fnnff Pfund, nebst sechs sil-bernen Kannen jede von i2. Pfund, verehret habe- p)Andere Exempel zu geschweige».

Das ist gewiß, daß sich »unmrhro die Kirchen mit'ansehnlichen Bischoffs-Höftn, goldenen und silbernenGefäßen, dergleichen Lampen, Gelde , Tüchern, Häu-sern, Vorwercken, Knechten- Vieh, Land-Gütern,Wäl«dem und dergleichen, schon ziemlich breit machenkomm. g)

XlV.

Wie sahe es um das Schul-Weftn m ViesmZeiten aus?

Es gab fast überall Trivial-Sc-Vulrn, auf welchenman lesen und schreiben, die (-rsmmsüc, Griechischeund Lateinische Sprache, die Poeten und andere ku-Äores clvcii-cre, und die Knaben Verse auswendig ler-nen und versetzen ließ. r)

Zu Carrhago waren der freyen Künste,

Philosophie, Sprachen und Sitten. 5) Man geden-cket der Schule,» zu üivorno in Italien ^ k^) zu Oer-monc in Gallien / u^> und anderer.

Zu KOüOLNä soll Anno 42z. die Universität vorrdem Käyser 'rukooorio juniore seyn angeleget worden,worauf man nach der Zeit das Lm>le und L-mo-nicum zuerst -lociret hat.- x) Eben dieser Käyfer soff

LÄ 2" »r-«"--- -«u.z» -ch-

«L? zu Alex-uidrim, da er seine Bischoffs-Wahl *

jewöhnliehcr Massen nicht an 4c.ioivm zu Constawkiiiop' l berichtet hatte.

Die Oiprxcl» waren ebenfalls mit unter die Mitteltes Orbnl,c>!mi , oder der allgemeinen Zusammen-haltung der Kirchen, zu rechnen, worüb.r aber auchstcl Trennungen bey dem Mißbrauche entstunden, der-

r) c-kion. r8- r.)Oa.zo. j) com»

lzVLI'VXI Üb. 2S. c, 20 .

i L) 80 cK/. rLyIib. 7. c. 12. p) Ibidem c. 21. m) 8IX-^V8 III. in exiltvH ») dII<7Lktt0KV8 l'b. »4- csp. 2co ) Ibiilem »p. 9. p) kornitjc-Ii». 4 ) 8(XI!^te'i'k8

1ii».6. c- »4. Iib.7. c. 2I-. Vici'okl bitt. Vinci,!. !i!i. l.c«,»-cil. csn.7» XV6V8^Id^V8 coini-- LKke8(^Ok>i.

Iii>. Z. c. 29 r ) ^VOVSI'MVS conkss. lib. I. c-^. iz. Ich.17. 18.19- 8/.1eVl^iqV8 <>e xrouiSenri, ve» lib. 7. c )8c)20XtLd)V5 lib. g. c.2. u) 8Iv0»St-V5. ») c,n«t>,inru-lsAei. «» 2«bu»ä,m Lbr««. Lrar.z. r-7-