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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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»Kirchen- Historie Neues Testaments

reu, y) zu welcher mai, auch chie Jugend in einigenTrivial-Schulen anführeke» r)

XV.

Was hatte man vor Bibliothecken? >

Zu Constanrinopel ließ sich der jüngere ^ueovo;IV8 gleich als ein anderer kkrstemseu8 angelegen seyn,eine schöne Bibliothcck zusammen zu bringen, derge-stalt/-daß er viel Bücher der Hehl. Vater mit eigenerHand abschrieb / und.bereits auf rocooo. Loöice? dar-innen zMcn konte. a) Unter andern war der blcimc-ru8. auf einer Drachen-Haut von hundert und zwantzigFuß lang, mit goldenen Buchstaben geschrieben daselb-sten anzutreffen , welcher treffliche Schal; aber Anno476. im Feuer aufgieng. K)

Zu?llerandrien und-Hippo gedenrket man gleich-falls der Bibliothecken / c) uiid der Römische Pabstnir^»iv5,soll deren zwey in dem LatcimscheN Bsplille-n«, oder dein -Gebäude - des Kauff-^Brunnens, ange-leget haben. ff)

XVI. -

Was ist von den Klöstern anzmnerckcn?

Ich verlange nicht die Menge derselben an allen Orten,wo sich das Christenthum ausgebreitet Hatte, znerzäh-lcy° ,Ich wag auch nicht die unterschiedene ArtenderMönck^e, da immer andere auf andere inuenrionss ver-fielen / wie sie GOtt nach ihrem Gutdünckenzu dienenvermeynetcn-, anführen / davon beym LA88I^I8!0 e)nachzusehen. Soviel aber meyne ich nöthig zuscynanzubringen, als zu einem Begriff von. den Kloster-Anstalten in diesen Zeiten gnug seyn kamWenn jemand in ein Kloster gehen wolte, stellet?man ihn -uvcrdersi auf die Probe , ob er auch,solcheLebeus-Arc aushalten würde. Er muste also zuerst zc-hen Tage vor der Thüre Schildwacht halten, und vonden aus und ein gehenden Mönchen allerley Spottund Schmach leiden. .Hatte er nun dieses geduldigausgestanden, so muste er alles Geld oder andere Kost-barkeiten; so-er etwa bey sich trug, wegwerffe», undward darauf von dem Abte eingekleidet.

Von ihren, Habit findet man insgemein soviel, daßer nur zur Bedeckung der Blöße und zum Schutz vordie Kälte seyn sollen. Um den Leib trugen sie «inenGürtel, welcher freylich nicht zierlich seyn dorssrc,aufdem Kopffe hatten sie zuweilen eine Kappe, welche bisauf die Schultern,herab hicng. Manche Hatten leine-ne Kittel, deren Ermel nicht weiter , als bis an denEllbogen gienge». Andern giengen mit Leinwand ge-fütterte Binden vom Kopffe unter den Armen durch,damit sie das weite Kleid hin und wieder an den Leibbinden konten. Noch mehr bcdieneten sie sich engerMantel, welche sie Ickaumccg nennet?«. Die Füffemusten bloß bleiben: an der Seiten hicng manch-mahl eine Tasche von Ziegeu-Fellen, welche sie lckeloren

)-) LI^K.? 808 'I' 0 K 1 V 8 conki-, v!rup. ritre monsti- üb. z.-) c-nruriLk. Mc.cik. tt 08 kldjl^! 8 IV 8 a-oriß. error. p. 9z.,) Ibici. b) 20diakä8 l'vm.z. p.Z4. e) ^V6V8H-Iy^8 guseü.Ver. öcdjou.leK. H4. ir. «le b-erek» »ä (^VOVVVÜ 1 UüVkvl 88- ä) l.iber rooüLttüs» e), «Is ffi-ricu 8,ürim»rßi»e.

Hiessen, und,endlich trugen sie einen ziemlichen Stockin den Händen, t ) Wiewohl die Mönchs-Tracht nachArt der Länder auch vielfältig unterschieden war.

Ihr mitgebrachter Habit ward aufgehoben, bis sieauch alle folgende Proben überstanden hatten. Dennso manche nicht bewährt erfunden Hatte, ward ihnender erste Rock wiedergegeben und die Thüre gewiesen.

In der Probe-Zeit wurden ihnen allerley Dinge vor-gegeben , .so ihren Begierden zuwieder seyn tonten.Sie musten dem Vorsteher alle zufällige Gcdanckcn of-fenbaren, und erwarten, -was er vor ein Urtheil dar-über sprechen würde- Was jener sodenn urtheilete, ,muste ihnen genehm seyn, es mochte sich mit ihrerVermmfft reimen oder nicht.

Durch diß Mittel lerneken sie einen solchen Gehor-sam, daß sie nicht einmahl ohn Erlaubniß ihres Vor-stehers einen Abtrittmahmen, und-die absurdesten Din-getthaten. Ein gewisser loksnnes, so -Hernach Abtworden, begoß auf Befehl seines Vorstehers alle Tageein Jahr lang ein dürres und in die Erde gestecktesReiß,.ohngeachtet er daS Wasser zwey Mfilen weitherbey tragen muste. Ein anderer schmieß seinen Sohn,da es der„Abt befahl, ohn Bedenckcn ins Wasser, oh'.W-geachtek er nicht wüste, daß man ihn wicher auffi-schen würde.

Die geringste Zucht war, daß man, ch>lange die Ver-sammlung der Brüder währete, auf der Erden liegen,undGnade bitten muste. Dieses tonte man nurdurcheine kleine Unachtsamkeit verdienen, wenn man etwawas zerbrochen, vcrlohren, falsch gesungen, rrnd der-gleichen nrchr gethan hatte. 2Lar es was gröffrrS, sosetzte es weibliche Schlage, oder man muste gar dasKloster räumen, p)

Es war also kein Wunder, daß man die Mönche zuden gottlosesten Unternehmungen brauchen,konte,wenncö ihre Obern haben woltcn, wie aus der Geschichtecy«.!i.i.i zu Alcpandristynnd dem Mönchs-Tumulke ge-gen das (loncilium zu Chalcedon erhelletindem siegewöhnet waren in ihren Verrichtungen bloß nach-densilbsterwählken Regeln des Gehorsams zu leben, GOttabcr.und alle Vcrnunffk hiydanzrrsetzen.

XVII.

Was sind vor geistliche Versammlungen indiesem 8eculo gehalten worden?

Man giebt achtr. Aufdie allgemeinen

2. Auf die besondern oder kALItLVl.-dk. (Ivdf-XVIII.

Was sind vor allgemeine Lvnciüs gehaltenworden?

Zwey

1. Das allgemeine LOXlOiavick zu Ephess.

2. Das allgemeine LOdldlVKl zu Chalcedon.

XIX. Was

5 ) c->88l/eNV8 s- bsbüu mansch. üb. l. c. 5. 8 - jiirm jcie MMcuur rrnuacianciu^t.