V. Zeculum. NI. c^sp. Von« Kirchen - Regimente.
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Das erste/ so man vornahm, war die Sache nrr-ro-«ii, welcher zwar dreymahl ciuret ward, aber durch-aus nicht erscheinen wolle, ja, als die Bischöffe zumandern mahle ihn zu eueren kamen, fanden sie seinHauß nur einer Soldatcn-Wacht besetzet, welche Be-fehl harte, niemanden einzulassen, und da die Abgeord-neten inständiganhielten, ließ er ihnen durch einen vonsiner Elens.» wissen: Alsdenn wolle er sich ein-stellen , wenn die ganye Versammlung kommen,und ihn abholen würde. Das drirremahl ward denBischöffen von den Soldaten weiter keine Rede ge-standen, als daß sie Befehl Hätten, keinen von demLoncilio den Zutritt zugestatten.
Man war bey der Versammlung Willens, die viert-le Luruion an ihn ergehen zulassen : allein iwcn»l.lrsagte: Man könne aus allen Umständen, undsonderlich weil dil^KDkiVL sein Hauß mit ^Ma-che besetzt harre, schließen, daß er teil, gutes Ge-wissen habe, und daher bey dem LOx<^lulO nichterscheinen wolle. Solchem nach fieng man an dieHandlungen fortzusetzen und laß das Nicanischeäym-Nsium nebst dem Käyserlichenllelcrigre, so dieses 8zm-ocli wegen gcstclletworden; ferner dicBriefe LVlllbbIan dlb8MliIVIck und dieses an jenen, wie nicht we-niger den Brieff wieder tv'L8 lOlUVtL.
Man nahm die Lästerung vor, da solte ge-
sagt haben, Er könne den vor keinen G<Z)tt erken-nen , dosten Alter man nach zwey oder drey Mo-nathen zählere- Endlich wurden noch die Zeugnisseder Vater gegen , so cvimi.v5 gesammlcl
hatte, inglcichcn die Auszüge aus nerroirn Predigtenund der Brieff c.^-rror.i von Carthago vorgetragen,
XIX.
Was ist vor ein allgemeines OnMum zuEpheso gehalten worden ? . . .
Die Gelegenheit zu diesem Luncilio war die irrigeLehr Art blK8IOKN, welche bisher bereits auf dennsrricuI-ir-8ynoäis zu Rom und Alepandrien war ver-dämmet worden. Der Käyser TbIl7.OV08!V8 II. ver-schrieb es zu Veylcgung des Streits aufPfingsten An-no 4; i. um welche Zeit denn ohngcfehr zweyhunderrBischöffe zu Epheso zusiunmcn kamen, b)bIL8 IOKIV8 hatte sich bereits nachOstern dahin be-geben, und einen grossen Haussen allerhand Leute mitsich gebracht. Sonderlich hielt er sich zu den Pelagia-ncru, i) und konte sich daneben auf den Grafen ML-reLevr.1, welchen der Käyser mitschickte, verlassen.
llm Pfingsten fand sich von Aleyandricn
nebst funffzig Egyptischen Bischöffen ein, welcher dasgeistliche p^eliäium führen solte; das weltliche wardem Grafen kb/rVIO von dem Käy-
ser aufgetragen.
Weil der Römische Bischoff -coruri'rmv; CVKIb-bVXI ersuchet hatte, in seiner Abwesenheit sein v«rumgegen ^k.,wklvla zugeben, so meynen die Papisten Nr-fach zuhaben, OVKlUVKI vor einen Vicarium desRömischen Stuhls auszuschreycn, welches aber durchdie glaubwürdigen Nachrichten gmrtz offenbarlich wie-der leget wird. k) Diß ist gewiß, daß nach der Ver-dammung nk.sronn allererst Römische Legaten ange-kommen, welche sich aber niemahlen des prsslicii, an-gemästet haben.
Der angesetzte Pfingst-Tag war erschienen, es fehle-
wegen die Versammlung »och stchzehenTageaufgcscho. ^ ^aö Urtheil la.-tete in folgenden wemim-: weil
^^inl^chen woltc <ü^8.IMO die Zeit zulana werden gottlose d^L8K)K!V8 unter andern weder un-Hn^essen woirc v,e Zerr zumng v eroen, uanren, noch auch die heiligen und
ohirgeachtet lvu^nxs geschrieben, daß er mtt seinenBischsff-n b-,L° in d-r Näh. s-y,«.»di. Eröffnung d.- -rn°g. .nf drn,--, iunn
machen. Acht und sechzig Bischöffe bathen dagegenum Aufschub, damit war, sich in der Sackte ne^oimnicht übereilen und vergehen möchte, inglcichcn pro-ketlirete der Grass dagegen, weil der
Käyser ausdrücklich befohlen Hatte, alle Bischöffe zuerwarten, sonst es zumahl das Ansehen eines allgemeinenOncilii verlieren würde. Allein, es war nichts zu er-halten, sondern die Versammlung gierig an obbsnel-deten Tage vor sich.
u untersuchen. Indem wir nun theils aus sei-nen Brrefen und Büchern, theils aus seinen Re-den, so er nur neulich in dieser Stadt ausgestos-scn,und mit Zeugnissn bestätiget sind, gewahrworden, daß er gottlose Meynungen Hegerundprediget, so bcstnden wir uns durch die heiligenL-nttne?,wie auch das Schreiben unsers heilig-sten Vaters und Amrs-Bruders, des Bischoffs
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chen Verurcheckung zuwenden. Dannenhcro be-fiehlec uiyer^Err'IEsus Christus, we chen ermir ,einen lästernden Worten angegriffen hat,durch diese heiligste Versammlung, das gedach-ter NL8 IOK.V- seiner bifft öfflichenwürde sollecmfttzer. und von der sämmtlichen Gcmeinschaffcder Priester, wie nicht weniger von der Gemei-ne ausgeschlossen seyn.
Daß sich dasponcckmm mit diesen lenken/übereilet,kan matt nicht in Abrede seyn, indem diese gantze ss«. wich«
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rise, der Mutter Gd)ttes, welche Benennung auchden Nesiorianischen Meynungen gleichsam den Unter-gang drohte. Indessen wolten die zchen Bischöffe,so bey U5.;7vie>c> waren, ihre donfercnr in der Kirchelob-ninis halten, wckche ihnen aber der EphcsinischcBischaff 7i7k.i^c>lff nicht eröffnen wolte. m)
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