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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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V. 8ecu1um. III. c,p. Vsm Kirchen-Regimente.

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die Römischen Legaten abgefasset hatten, publicirekund bestätiget.

Die Ursachen -des lenrsntzeS wurden folgende ange-führet: daß er den Oanonibu; und der Kirchen-Z netztviel Gewalt angethan, gleiche Meynung mit evricuegeheget, und ihn zurGemeinschssst angenommen, auchsich dem Lonc.Ho ungehorsam erwiesen. Die extzch.eion des s-nkentzes war seine billige Verweisung nach6angns in Paphlagonien, r) wiewohl ihm eigentlichdie Ketzerey nicht beygebracht werden Fönte, weil er inder Versammlung, da er noch zugegen war, aus-drücklich rieff: Verflucht sey, wer da von einer Ver-mengung, oder Vcrwandelung, oder Verini-schling redet!

Sonst gab es wegen Zulassung 1l380D0881I aufdiesem Oc-ncilio einen Lermen. Denn als er in dieVersammlung kam, schrien die Egypkifchen, Palästi-nifcheu und Jllyrifchen Bischöffe: Das G«Dtt er-barme , es ist um den Glauben geschehen ! Die-ser ist ja nach den Lanon-buz ausgestossen : Lassetihn doch hinaus, lasset den Meister drarrfl

stu! Die Käysernchen Xtimitn thaten zwar Einhalt,mit dem Bedeuten, es stehe dergleichen Geschrey denBischöffe« gar nicht an, sey auch niemanden damit ge-dienet. Es woltr aber kein Friede werden, bis 1H80-0O881V8 das Anacbcma über nLxronivLl gespro-chen Hatte.

Der von dem EphesinischenOoncilio abgesetzte I8ö8ward wieder losgesprochen, und seinem Vißthume re-ltiruiret, nachdem er nL5roi;lv>k lind LvrrcttLLi zehen-tauftnd mahl, wie er sägte^ verdammet hatte.

Die EgYPtischen Mönche woltcn dem Briefe rronr;,welcher nach Der Legaten Begehren, als eine Glau-bme-Formnl solle angenommen werden, nicht unter,scheiden, aus Ursache, weil sie vorjetzo keinen Ertz-von Rom nickt obne inlolenr zu, welches sonst Bsskoff oder Patriarchen Hätten, dessen Meynung sie10810 von Consiantinopel, oder X81XIK10 zu An- folgen mästen. Ja, sie warffen sich vor der Vcrsamm.stochien aebübret hatte, aber aus guten Willen an je- lung nieder , und bathen um Erbarmung. Dennne ceckrct ward, wiewohl doch öcd^K)8lV8 in der,wenn sie solches thäten, würden sie vor ihren Landes

aber doch EroRivn niemahlen verdammen. Die

Mönche indessen, als die Urheber dieser Uneinigkeiten,liessen nicht ab , die Orieirtalischen Bischöffe zu vepi-ren, und nicht nur sondern auch seine de

reits verstorbene kracceprores vlovoirv!^ von Tarseu,UNd r»Lvoo«vki von k^oplueliia zu blsmiren. p)

XX.

Was ist vor ein allgemeines Concilium zuChalcedon gehalten worden?

! ^ie Eurychraner hatten unter rnrovosio dem^ Jüngern überall Herr gespielet: daher sich sein Nach-folger angelegen seyn ließ, die Kirche, so

!dadurch garsehr gekränckt worden, wieder zu beruhigen.

Diestmnach schrieb er diß Loncilium aus, und ver-dammte in dem Xelcripre schon zum voraus 8V1X-0H8X1 und seine Anhänger, deswegen ihrer viele, soes bishcro mit 01080080 zu Alexaudrien gehalten,den Kopfs aus der Schlinge zogen, und 8k,Li-vkuv>iund 8VIXOH8l.il vekbaimctcn, wie unter andern anzu Constantiuepel zu beinercken.

Das L Iicilium war anfänglich zu L7licaa angese-tzet, wohin sich eine grosse Anzahl Bischöffe verfügetc.Es kam aber über Vermuthen auch eine fast unzähll-che Menge Mönche dahin, welche der Parthey des8V1XOl1l8 zugethan waren, und Mine machten zutumultnirm, wo etwas gegen 8X1X018X1 geschlof-fen werden solle. Dieses bewog den Kaysex, das Oonciiinm nach Ehalceden zu verlegen, damit er selbigemdesto näher seyn möchte.

Der Bischöffe, so zusammen kommen waren, wer-den von einigen 6oo. von andern z;c>. gezählet. g)Der Anfang -er Versammlung geschahe den Z. Otto-bei? Anno 4;r.

Das geistliche prsellMim eigneten sich die Legaten

XII. 8s;lion das äireAokmm führcte. Sonst mercketman an, daß die Römischen Legaten noch niemahlsaus sich und der Macht ihres Stuhles soviel Wesens,als hier, gemacht haben. Inzwischen hatten die welt-lichen ?racliäekiten , deren sich unterschiedene auf die-sein 8yna6o befanden, die Ober stelle, mitten aber inder Versammlung, so in der Kirchen geschack, lagenauf einem erhabenen Throne die lv. Evangclia, wel-che gleichsam die Person desHeylandcs bedeuten sotten.

Die Sache 01080X81 innste zuerst aufs Tapet.Er ward gräulicher Dinge, doch mchrentheils von sol-chen Leuten, die ihm feind waren, beschuldiget. Weiler sich nun auscrgangene Ocanones nicht stellen wal-te, sondern bey der dritte» Ocarioc, hochmükhiger Wei-se antwortete: was ich gesagt habe, das habe ick)gesagt, imdkan nichts weiter dazu thun; so warddas Urtheil der Verdammung und Absetzung, welches

p) c»nc,l. Zpkri. -puä tt^kovirc. 1 '. 2 .

IN bitt. Concil r. z. lV?V 8 in Syllaße 8 . L^ 8 -Wt 6 k- loc. cie. ) 8 KQ -pikt. 57 . t4ICL?tt08V8 8 i». ,zrr. 8VX68IV8 l.b.r-c.,z. 1ILLKL1V8 c. 14.

Leuten des Lebens nicht siü-er seyn. Endlich ward ih-nen unter gesichelt caurion Frist gegeben, bis sie einenBischofs haben würden: doch unterschrieben viere vonihnen sowohl dem Briefe i-ronis, als auch der Ver-dammung l)!0?U0LI und Lvircuis. s)

Mit den Mönchen gab es eine verdrießliche Co«mödie, welche oinscoicv^i durchaus wieder eingesetztwissen wollen, oder sie würden sich van der Gemein,schafft des 3)'c>väi abwenden- Ihr Anführer hieß8A88Xl.ich den die Versammlung, als einen Aufrüh-rer, nicht leiden woltc. Man machte beyderseits vielGeschrey, und die meisten Mönche rufftcn 8V1XOHXlals einen Rechtgläubigen aus, wie sie denn nicht da-hin gebracht werden tonten, daß sie dem Briefe rco-ni; unterschrieben, und rvircurn verdammt hakten.Was sie nachgchcnds vor Tumulte darüber erreget, istin d«n Leben iwrn^i.15 zu Jerusalem und onviLkil zuAlcxandnen gemeldet worden.

Ccc ccc 2 Unter

r) 8 X^ 681 X 8 lib. 2.») Ibilieu«,

c->x. l8- 81 LLKL 1 V 8 c,x. 14.