VIII. 8ecukum. M. 6«p. Vom Kirchen-Regimenke.
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!.V5 und cou8räurmv; rirmvrä in ihren Briefen / sie«I csniirmiren.
Über die andern Bischöfe masscte sich der RömischeStuhl die Lnolirmanones an , wie den von den Bi-schöfen zu ?3U!3, ksuc»na und anderer Orten Ercm-pel vorhanden. I) Von ihnen empficngen auch dieErtz-Vischöffc und Bischöfe die Macht zu oräimren. m)Auf dem Römischen 8zmoän unter s^x?n^deo warder Lanvn gemacht / daß ein Geistlicher durch alleStuften aufsteigen solle. Ein anderer 8ynoäu8 zuRom unter verordnete / daß die Oräinsrio
nes nur im ersten, vierdten, siebenden, und zehndenMonden geschehen solten. Unter den Tagen war derSonntag darzu bestimmet, n)
Bey der Oä>n.,cion wurden zuweilen andere Nah-men geben- Also bekam tVrlledrod den Nahmencimrn8, weil er eben im Cal.ndcr stund, und dVin-fried »niste nottii-LLiv, Helfen, o) vielleicht, weil erdem Römischen Stuhle viel zu gute thun solle.
Andere Umstände bey der Oi-äm-mnn kamen mit denCeremonien der vorigen Zeiten überein. p-
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Wie nahmen die Lehrer ihre Pflicht in acht?
Man findet deren gar wenig, die sich des SchadensJoseph in diesen Zeiten, wie sichs gchörcr, angenom-men hätten. Diejenigen, so noch etwa ihrAmt beob-'achteten, thaten eö in grosser Schwachheit, und das-jenige, was man gutes bey ihnen antrifft, ist wie dieNachlese in den Weinbergen.
Ihr Streit gegen den Antichrist, der sich sowohl imOrient alsOccident hervorthat, hatte schlechten Nach-druck. Im Oriente war 10lck^NL8l4V>5, so viel man weiß, der beste, der sich durchLehren und Bestreitung der Wiederwärtigen die meisteMühe gegeben; allein das Manna seiner Lehre warmit so vieler Spreu vermischet, daß wenig Saft undKraft daraus gespüret ward. Ob auch gleich einigeLehrer der Griechischen Kirchen die abergläubischenCeremonien desOccidentalischen Antichrists erkannten,und sich darwieder setzten : so schien es dock», als obstezu ohnmächtig wären, mit der Wahrheit durchzubrechen.
Im Occident erscheinet aus einigen 8ynoä>,, alsdem achtzehenden zu Toledo, dem zu Onaerbou inEngclland Anno 747. dem zu 6cnkill> bey Paris An-no 767. und dem zu Franckfurt in Teukschland, daß«ö noch Zeugen der Wahrheit gegeben Haben müsse,welche mit den Antichristischen Satzungen nicht ein-stimmig gewesen, auf fleißige Lesung und Erkenntnißder Heil. Schrift gedrungen, den Bilder-Dienst un-recht gesprochen, und in andern Haupt-Stücken derLehre richtige Meynungen gchegct haben, g) Untersolche zählet man nahmentlichLk.VLKI^LlVKI, Xb.LVlNVkck, LUXILbllL.Vl, -V
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. IO». kckäMK08IVKl, areviui CMe-gen, 8^k^8Od-:kb4, einen Schottländer, den BischofVIK6MIVK1 in Bayern, l^Vl^Vkck von ^gmlciaund andere: r) wiewohl das Licht bey ihnen mit viel-fältiger Dunckelheit vermischet gewesen.
Die meisten Lehrer dieser Zeit aber warenverdorben,und in der grösscsten Unordnung, dachten fast gar nichtan den Gottes-Dienst, vergasten akeS Lehren, undverstunden weder die Religion noch Kirchen-Satzun-gen. s) Es war nichts neues, daß der Bischof beydem ex-mins fragen muste: Ob der Lanciiäst auc^hlesen könne. Wenn einer nur dieses, das Vater un-ser, den Glauben und den Psalter auswendig, dane-ben die Fcst-Tage mercken, und in der Kirchen absin-gen konte, so war eö gnug, ihn eines Dienstes fähigzu machen, c)
Auf solche Weise kan man leicht erachten, wie sieihr Amt müssen gethan haben. Sie plauderten neu-lich , wenn eö hoch kam, dem Volcke einige Fabelnvor, worüber die Päbste selbst klagen musten.u) Dasandere, was sie in der Kirche thaten, bestand etwa imSingen und Messt halten.
Weil ihnen nun die Zeit bey ihren geringen Verrich-tungen zu lang ward, so stengen sie audercHandcl dar-neben an, mengeten sich in Regiments-Sachen, jag-ten , zauberten, oder steckten den Degen an, und gieri-gen mit zu Felde. Ändere waren wie die unbändigenHengste, hielten sich Concubinen, und schöneren auchder Nonnen nicht, trieben Ehebruch, Sodomitcrcy,und Blutschande, soffen ins Gelach hinein, wucher-ten , räuberen, tödtetcn, und thaten erstes, was nur einMensch boßhaffres begehen kan; zumahl da sie vordiegrösststen Laster nur etwa wenige Zeitg oen.renr beka-men , x) wenn sie nur in ihrem Kirchcn-Ceremonieklnichts versehen hatten. Exempel davon finden sichselbst in der Historie hin und wieder.
VI l.
Wie war dieKirchen-Zucht beschaffen?
Man mcrckct
1. Die Zucht mit den Sündern.
2. Einige andere Gebrauche und Anstalten«
vm.
Wie gierig man mit den Sündern um?
Die lsrjzf-xüione?, oder Vuß-Strafcn, so denTod-Sündern aufgeleget wurden, behielten gar wenig vonder ersten Schärfe. Sonderlich fuhr man mit denPfaffen gar säuberlich, indem aufSodomiterey, Ehe-bruch, Blutschande Meuchcl-Mord, Mcyncyd unddergleichen, nur etwa etliche Jahr Busse und Absetzungvom Amte erfolgete. y) Ja, es war fast unmöglich,einen von derCleristy seinerUbellhatcn zu überzeugen,weil man sie nicht nur den weltlichen Gerichten entzo-gen, sondern auch solche Kanone; gemacht hatte, daß_ die
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