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Kirchen-Historie Neues Testamentes
die gemeinen Leute / oder welche von IH, kein Weibchlosse Singen, welches nach GregorianischerSing-noch Kind hatten, einen Llericum nicht verklagen kon->Art allenthalben war eingeführet worden , bcybe-ten; ward aber^ja di^Klage angenommen, so wur-!hielttn. 6)
den bey einem Bisebosfe 72. bey einem Priester 40. bey ^einem I),scono Z7« und bey den untern Orden 7. un-verwcrffliche Z<.ugen erfordert. ?)
Wenn nun solchergestalt jemand mit seiner Klagenicht zurcchke kommen konre, so ward er in Bann ge-than , und konte nicht eher als an seinem Ende wiederzur Gcmeinschafft gelangen. 2) Vor die Geistlichenaber, welche sich in Ehestand begaben, oder den Mön-chen, so aus den Klöstern entsprungen, wüste man nichtgnug Srraffe zu crdencken, wie aus den t^snonibusder Concilien, Opnulsnbu; der Päbste und den Brie-fen LvEäeii erhellet.
IX.
Waö sind vor andere Gebrauche und An-stalten zu mercken?
r. Die^-chnlen.
2. Die Didliochecken.z. Die Kirchen-Guter.
4. Die Klöster. ^
Wie sahe es um das Schul-Weftn in diesenZeiten aus?
Man fand zwar hin und wieder Schulen, sonder-lich diejenigen, -deren in vorhergehenden Seculis Er-wehnung geschehen : baß aber wenig darinnen gethanworden, geben die Exempel dcrheßlichcn Unwissenheit,so man überall in diesen Zeiten antrifft, zu erkennen.
EorvL n. welcher in vielen Stücken fthr bemühetwar, dem verfallenden Christcnthume wieder aufzu-heiffen, suchte auch der eingerissencn lßnor-mr zu steu-reu, und richtete eine Schule in seinem eigenen Pal-'laste an, wie erden» selbst ein ungemeiner Liebhaberder Gelehrsamkeit war; ingleichen legte er Anno 79-in der Stadt Paris den Grund zu der allgemeinenSchule, oder Universität, K) welche hernach daselbstin Flor ackommeu. Die Schulen zu kam«, 8»lopna,ka-Iuä, Oßnabrüg und andere haben ihm ebenfalls ihrAufnehmen zu dancken. c) , ^
Ferner verordnete ca«oi.v5 bey denBißthumernundDom-Kirchen eine gewisse Art von geistlichen Schu-len, darinnen eine bestimmte Anzahl geschickter undgottsceliger Männer solte unterhalten werden, welchejunge Leute zum Dienste der Kirchen zubereiten undanfiibr.i, selten. Anfänglich hiessen diese Männer üe-xulares.wcil sie die. Regeln des Closters Corbey beob-achtete» ; nachmahls aber ncnneten sie sich O»or>ico8,welches eben soviel bedeutet, um sich von den Mön-chen, di keLuI-we« hiessen, zu unterscheiden. Zu ih,rer Verpflegung bekamen sie reichliche k-sebc- den vonden Kuchen-Gütern, welche sie aber gar bald ;um Uber-vintd, Faulheit, und wollüstige» Überfluß mißbrau- » .. »
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XI.
Was hatte man vor Bibliothecken ?
Die Bibliotheck zu Rom setzte derPabstwieder in guten Stand, c) Zu Constankiuopel warbey der Haupt-Kirchen eine reiche Bibliotheck vonTheologischen und Philosophischen Schafften. f) Aus-ser diesen stund die Bibliotheck zu Porck in besondern»Ansehen, g)
XII.
Was ist von den Kirchen-Gütern zuerinnern?
Weil man in dem Wahne stund/ daß durch bieBe-schcnckimgen der Kirchen die Sünden getilget werdenköntcn, so wurden die Kirchen und Klöster mit fastKöniglichen Reichthümern erfüllet. Der EnglischeKönig rnz machte sein gantzce Reich dem Römische»Stuhle zinßbar, also, daß ein jedes Hauß jährlichden sogenannten Oenanam ?ekri abtragen muste; b)wiewohl andere solche Zinßbarkeit erst in das folgen-de Scculum setzen. Der Köuig that nicht alleindergleichen, sondern theileke auch den zehcnden Theilseines Vermögens unter die Geistlichen. ,) c^ie«i,v5öl. wendete den Bißthämer» Städte, Dörffer und an-dere Eilckünffte zu. K)
Ausser dergleichen Gesehensten der Potentaten, fie-len alle Güter der Bischöffe und Priester an die Kir-chen. I) Viel weltliche Personen vermachten ihr gan-tzeS Erbe, oder wenigstens Legats davon den Kirchenund Klöstern, m) Die übrigen Emkünffte bestundenin Oecirni;, Collecken und Allmoscn.
Von allem diesen solte der dritte Theil nach denSatzungen an dir Armen, Gefangenen, Witwen undWäysen verwendet rvcrden, welches aber wenig gescha-he, indem sich die wollüstigen Geistlichen lieber davonlustig machten, n)
XIII.
Was ist von den Klöstern anzumerckcn?
Sie wuchsen gleichsam wie das Unkraut allenthal-ben hervor, ei« vvs richtete derselbe» 24. nach denBuchstabe» des Alphabets auf, und soll einem jedeneinen grosseil Buchstaben von Gold geschenckck haben.Von den vornehmsten Abteyen, so man gestifftet, istim erste» Capitel schon gedacht worden. Die Mengeder Klöster, welche in diesem 8ecuIo aufgerichtet wor-den , mag man au andern Orten suchen. 0)
Es
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