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VHI. 8ecu!um. III. Oap. Vom Kirchen - Regimente.
Es konten aber die Klöster damahls zu allerhandLinien, wiewohl der Nutzen nach den verkehrten Ab-sichten damahliger Zeiten muß abgemessen werden. Ein-mahl waren sie bequem die Könige, so man nicht fer-ner auf dem Throne leiden wölke, hinein zu stecken,wie dem Könige cuii-vexico m. in Franckceich wieder-fahren. Hernachmahls konte inan sich darinnen ver-stecken, wenn man eine Ubelthat begangen hatte, wel-ches Hertzog Hunold juAquitanien "ach verrichtetemBruder-Mord that, ob er wohl sein Leben nicht imgeringsten besserte, p- Die vcrwiktibken Königinnenwaren darinnen am besten aufgehoben, g) Anderesuchten in selbigen Vergebung der Sünden, anderefaule Tage und dergleichen. Der beste Nutzen davonwar noch, wenn die Jugend, wie Haben
wolte, darinnen unterrichtet wurde.
Im übrigen ist es zu verwundern, was die Einbil-dung von dem Verdienste des Kloster-Lebens vor ei-nen Eindruck in die aberglaubigen Gemüther Habenkonte, also daß Könige und Königinnen sich flugs be-reden liessen, denKöniglichenPurpurmit einerMönchS-Kukke, und die Crone mit einer Platte zu vertäu-scheu, wie die Exempel von Königen von Engel-land, und «»c»is, der Longobarder Könige, nebst ih-ren Gemahlinnen, dißsalls zu bemercken. r)
XIV.
Was vor 8^no6i sind in diesem 8ecu!o ge-halten worden?
1. Der8Vl§OI)V8 zu Conftaminopel, Anno?;«,unter Lonckancino Loprcinymo, worinnen der Brlder-Dienst verdammet worden. Es waren zz8-Bischöffedarauf zugegen; der Römische Bischofs aber kontenicht darzu erfordert werden, weil er dem Käyser auf-fetzig war, und mit ?i?mo in Franckceich gegen den-selben agirete. Die eigentlichen dieses 8ynoä>sind von den Bilder-Dienern unterdrücket worden.Sonst blieb er ein gantz halb Jahr beysammen.
2. Der 8VNOVV8 zu L^icäa, welcher Anno 787.von derKäyserin mene berussen worden. Dieser wirdvon der Griechischen und Lateinischen Kirchen vor denandern allgemeinen 8ynoöum zu Nicäa ausgegeben,hat aber in dem Puncte wegen der Bilder wenig orlkoöoxe; an sich gehabt. Es waren z;o. Bischöffedarauf zugegen: der Patriarchen zu Alexandrien,An-tiochien und Jerusalem Personen aber vertraten zweyMönche aus Palästina, von welchen ungewiß ist, obsie ausdrückliche dommislionen darzu gehabt haben.;)Von Rom waren auch nur Gesandten vorhanden:doch hatte eben der Pabst ävxmnv;, nebst dem Pa-triarchen -r^x^io von Constantinopel, welcher?rae5e;war, den 8ynoäum angegeben.
Anfänglich ward diese Versammlung zu Constanti-«vpel angestellet, weil sich aber Tumulte darüber erho-den, so muste er sich nach Nicäa ziehen. Alles wardsehr kurtz darauf abgethan , indem er nur vom 24.
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8epkcmbri5 bis 5. OÄobri; gesessen. Der vorherge-hende 8^no<lu5 ward annullirct. Die Bischöffe, so dieBilder abgeschaffet hatten, musten ihre Meynung da-von rcuociren, doch, daß ihnen solches an ihren bi«schöfflichen Ehren nichts schadete: den Vilder-Stür«mern aber ward der Bann auf den Hals geworssen,und alles entweder durch Gewalt oder List nach demVerlangen der Vilder-Diener gckartet.
Sonst war es hierbey ein recht elendes Wesen, daßman den Dienst der Bilder anders nicht, als aus denSchlüssen der Väter und Traditionen behaupten ton-te, und eö dem Gegentheil vor eine Nachfolge der Ke-tzer ausdeutete, daß es sich immer auf die Heil. Schrisstberieffe. r) Ja, man brachte solch alber Zeug vor,den8)mc,6um zu bestätigen, daß es auch dieVernünss-kigen unter den heutigen Papisten versprechen müs-sen. u)
z. Der 8VdwOV8 zu Lranckfurc am MaynAnno 794. welchen ra. ausgeschrieben, und
einige auch vor einen allgemeinen 8yno8um ausgeben, x)war dem setzt gemeldeten Nicänischen 8ynoäo gantzzuwieder, wie das schon vorher zu Wormö aufgesetztee-pirulsi-e des Käysers, und die Acten des 8xnoäl be-zeugen.
Es waren bis zoo. Bischöffe aus Franckreich undDeutschland, Spanien, Italien und Engelland bey-sammen. Die Gesandten Lvxmni zu Rom erschienengleichfalls, und der Käyser wohneke in Person alsoberster pi-aei'c; der ansehnlichen Versammlung bey. y)
Anfänglich ward die Ketzerey der Adoprianer, durchdie abgelesene Schrisst p^vrmi von ^guileis, welche8acrosyIl3bu; hieß, wiederleget und verdammet, wel-cher der gestimmte 8x»oc!u; beystimmte, r)
Hierauf kam man auch über obgedachten Nicani-schcn 8)mollum, und verwarss denselben, ohngeachtetder anwesenden Päbstlichen Legaten, in dem andernLsnnne, zustimmt dem darauf bestätigten Bilder-Dienste, nahm aber einstimmig das vorerwähnte Ls-pikulare des Käysers gegen diesen 8yrioc!um an. a)Wobey sich zwar die Papisten anfalle Weise windenund drehen, daß sie des Pabstes Autorität täluirenmöchten ; es haben aber andere erwiesen, wie wenigsie dißsalls ausrichten können: l,)
4. Die andern 8VNOOI im Drienr, welche inder Bilder, gehalten worden, sind von keinerWichtigkeit, und der 8ynoäuz, welchen man Anno 726.zu Jerusalem angiebct, gehöret unter die erdichteten, c)
5. Die 8ynoäi zu Bdm sind : der 8)'nollu5 unterdem Pabst con57-äniino wieder den Käyser knn.iki'1.cvxi; ll) der 8^noäu, unter üxesuxio II. wegen der
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üb. 2. kHV1.VLVisc.«isI.oaß«b.lib. 6. e. II-ZZ- avO 1.c.