VHs. 8eeulum. Vll.^ap. Voll den Neben«Sachen.
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Scribenten,wiewol ohne Grund, so auslegen, als obce.«01,0 die Herrschafft des gelobten Landes wäre übergebenworden, n) Überhaupt war dieser Calife den Chri-sten sehr gewogen, zumahl, weil ihn ein christlicherkleäicur durch Aderlässen vvm Schlage errettet, undder Patriarch zu Ale)tandrien eine schöne Egypterin,die er liebere, mit feinen Artzneyen gesund gemachthatte, o)
Ob nun wohl die Saracenen allesamt in ihren so-weit ausgebreiteten Ländern die bisher angeführetenCalifen vor ihre Ober-Herren erkannten : so entstun-den doch nach Abgang der Ommiadischen Linie unter-schiedene besondere Fürsten, dergleichen die Syrer,Persianer, Araber, Egyprier und Spanier hakten,welche sich endlich auch als Califen aussühreten. DieAbaßiden regiereten, wie gedacht, zu Bagdad, webches auf die Ruinen der Stadt 8elenciae an dem Ti-ger erbauet ward : der andere Calife saß zu czixo inEgyppten; der dritte restdirte zu Leg in Maurikanien;der vicrdte zu c»rrrzv/u in bibys Lyreuaica zwischenluniz und Egypten ; und der fünffte endlich in Spa-nien. Doch blieben Bagdad und Lairo die vornehm-sten Residentzen der Califen, wiewohl der zu Oiro ge-wöhnlich den Nahmen eines Sultans, oder Verwe-sers des CalifatS, führete. p)
Mit den Victorien der Saracenen breitete sich derMuhammedanische Aberglaube gegen Osten und We-sten zu kläglicher Unterdrückung deö Christenthumesaus. Die Überwindet führeten allezeit solche Jrrgei-ster mit sich, welche den Überwundenen den Islsmi-imum, wie man den Xlubammeäjsmum auch bencnne-te, einflössen musten. Die Califen pflegten einen be-sondern Eifer der Religion von sich blicken zulassen.Sie daueren ungemeine Moscheen, wie denn die Mo-schee, so väi.ks zu Damasco erbauete, 400. Kasten, de-ren jeder mit 14000. Goldgülden erfüllet gewesen, sollgekostet haben. Es Hiengen darinnen an sechshundertgoldenen Ketten eine solche Menge Lampen, daß manvom Glantze fast geblendet ward. Von andern der>gleichen kostbaren Gebäuden, welche auch denen aufs«usserliche verfallenen Christen die Sinne verdunckel-ten, mag ich nichts gedencken. g) Hierzu kam noch,daß die Califen durch Wohlthaten gegen die Armen,durch Wallfahrten nach dem Grabe Muhammeds,durch ihr öffentliches Bethen und Predigen, und an-dere scheinbare Wercke, die thörichten Seelen bctrogen und an sich lockeren, r)
Im übrigen stengen sich in diesem 8ecuK» die Tür-cken an wie gegen die Armenier und Persianer, alsoauch gegen die Saracenen zu bewegen. Sie brachenAnno 755. durch die engen Passe desGebürgeS Ouesl,in Armenien, und schlugen sich folgendS mir den Per-sianern undSaracenen b<y veräud-clichem Glücke Her-um, bis sie sich von den Pe sianern gegen die India-ncr und den Califen zu Bagdad dingen liessen, undendlich gar in Perssn feste stzeten r doch Hatten st
n) n/»8b^cn diltur. >te» tuis« liti. 9. cb. 2« o) Vtt l"-likN lt>c. cir. p 1 X1?Nk40l.IV8 p. l. 1b. 2. »p.
22. g KICIDkL Iiiit.ecclest z>. Z22- r)
HNLL.KV8 b.ü. eccl. 5«c. 2.
bis dato den Muhammedanische« Glauben noch nichtangenommen. 5)
V.
Welches sind die vermischten Nebensachen?
Erstlich; Die Tormänner, worunter auch dieDänen verstanden wurden, fiengeu um das Jahr 799.an, die Frantzösischcu Küsten uuficher zumachen, vonwelchen c-ekoi.v5 ra. den Frantzöstscheu Landen ebennicht das beste prophcceyete. e)
Zum andern: Das 2xlosier-Leden stund noch aufeinen» viel andern Fusse als in folgenden Zeiten. DieAebke und Mönche erkannten die Bischösse noch vorihre Vorgesetzten. Man muste sich in den Klösternordentlich seiner Hände Arbeit nähren. Sie waren,wie sonst gedacht, noch Schulen. Die Nonnen wur-den vor dem 2;. Jahr nicht eingekleidet, durfften auchnicht in dieMönchs-Kirchen kommen,ausser daß somrz-civs seiner geliebten i-l^e den freyenZutritt in dieAbteyFulde verstattete, und was dergleichen Unterschiedmehr anzutreffen, u)
Zum dritten die Fabeln und Lugen-Wunder,so von der Clerisey erdichtet worden.
r. Die Veranlassung, baß c^aoi-v; >e. soviel aufdie 8tuäis gehalten, wird folgender Massen erzehlet.Zwey Schorrländer, welche ci-eiarn; und lok^^xesraLil.k08iv5 sollen gewesen seyn, kamen mit Britanni-schen Kaufflcuten nach Franckreich. Diese wurden ge-wahr, daß die Frantzoftn mehr Begierde zur Hand-lung als zur Wcißheit Hatten, begunten dahero auföffentlichen Marckte zu ruffen: wer wcißheithandeln will, komme zu uns, als bey welchensie feil anzutreffen ist. Jedermann hielt diese bey-den Männer nicht vor klug, da sie sich täglich mit ei-nerley Worten hören liessen, bis di: Sache zu den Oh-ren cäkol.i d». gelangeke. Gegen diesen erklärten siesich bey geschehener Nachfrage, daß sie die Wcißheitmit zutheilen nichts mehr nöthig hatten, als bequemeOerkcr, geschickte Zuhörer, und Unterhalt. oLkorowar diß Anerbieten überaus angenehm, und veran-staltete, daßdLd4LN8bey iHm in Franckreich bleiben,I^AIbk08iV8 aber nach Italien ins Augustiner-Klo-ster bey ?auia gehen muste. Indem null zi.innv8, oderäl.cvinv8 ein Discipel vLvLe diß löbliche Verfahrenc»kai.l vernommen, so hätte er sich auch zu cz«oi.obegeben und ihm mit seiner Gelehrsamkeit bis an seinLcbens-Ende an derHand gestanden, x)
Allein weil bey dieser Erzehlung viel Umstände vor-kommen, welche sich nicht reimen, als, daß ärovinvr«iväL Discipel gewesen, da er doch kaum auf dieWelt gekommen, als dieser verstolben, und daß erfreywillig zu c^-roi.0 gcreiset, da er doch selbst beken-net, y) er sey erfordert worden, auch sonst die gantze
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