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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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IX. 8ccu?um. I. 0«p. Von der Lehre.

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und welcher nicht unterlassen / auch in diesem 8eculo,worinnen er noch 14- Jahre gclebet, seine Schlüssein die Übung zu bringen. Er will aber darinnen aus-drücklich , daß keine andere, als die Canonischen Bü-cher , deren Verzeichnisse er nach der Bestimmung derersten Kirchen gantz richtig angiebet, in der Gemeinesollen gelesen, und keine neue uncanonische, blos auseigenem Kopffe und nicht nach der Schrisst erfundeneSachen vorgetragen werden.

Die Anruffung der Heiligen nebst dem Bilder-Dienste mißbilligten ^60L^K0V8> wie schon bey sei-neu Schrifften erinnert worden; ingleichenV1V8 ch^V8.IX'Ldl818, davon in seinem Leben nachzu-sehen r überdiß der Convent zn Paris Anno 824. undandere, davon bey den Zwistigkciten zu gedcnckcn.

Daß sich »VbObKI0V8, oder Vv^lKI0V8, zuAugfpurg gegen den (Hibac gesetzet, bezeuget die in

sein 8ccuIo auch angefangen, das Christenthum inSchwang zu bringen. Ihre Apostel Hiessen 0VKIb-l-V8 und klLHäOOIV8. Der erstere war von THessa«lonich gebüttig, und Hieß sonst 00!§8ch^!8IHdlV8,bekain aber zu Rom an dessen statt den Nahmen 0V-kU0bV8 : Der andere war dessen Landsmann, undzugleich ein Mahler- Beyde lebten zuConstantinopelin einem Clostec nach der Regul kchilii, bis ihnen derKäyser Michael Befehl ertheiletc, die abgedachtenVölckcr zu bekehren.

Die ersten nun waren dieBulgarn, welche damahlsein sehr mächtiges Volck ausmachten, und sich vondem Flusse bis an dieDrau ausgebreitet hat-

ten. Man giebt vor, k^Ll'llOvlVZ, als ein geschick-ter Mahler, Habe dem Könige der Bulgaru Losokirdas jüngste Gericht abgeschildert, und ihn dadurch er-schreckt, daß er sich bey der Erklärung dessen zumchrist-

seinem Leben bencnneke Epistel an den Pabst nieoräv.-.i.'sjchcn Glauben gewendet, x) Allein die Gelegenheitworinnen er aus Heil. Schrisst beweiset, daß dcrEhe^der Bekehrung ist vielmehr der Königlichen Schwester

stand den Priestern richt verbothen ; ferner anführet,zu was vor gräulichen Sünden die meisten durch deneh.losen Stand verleitet werden; die Päbstischcn Grün-de vor den^ociibac wiederlegct, und endlich bittet, derPabst möchte solche Pharisäische Lehre abschaffen, da-mit die Kirche als die Braut Christi nicht ferner mitsolche» Unreinigkeitcn beflecket werde. 0)

Den privat-Messen widerspricht der 8yno-Iu;ju Mäyntz Anno 814. i>> ingleichen der zn Paris An-no 82-. g) wie nicht weniger ^'^b^bl0OV8 818,/V80, r) und andere. Den Aberglauben bey den Wall-fabrken zeiget dcr8)moäu5 II.0^blIlone-ch5, 5) inglei-cken 0b^Vl)IV8 k^V8ldl8d>l8I8 , wie ION-i8 vonOrlesn; in seiner Schrisst gegen ihn beme^cket.

Die Bestreitung anderer Mißbrauche wird hin undwieder an seinen Orten vorkommen.

XI.

Wie hat sich das Christenthum in diesem8eculc> ausgebreitet?

predigte auf Befehl des KäyserS rvvovici ?u den Dänen und Schweden, wie in seinerLebcnS-Beschreibung gemeldet worden. Hierüber bekamer den Titel eines Apostels der Dänen und Schwe-ren, und die Bißthümer Hamburg und Bremen, wiegleichfalls oben nachzusehen. Die Gelegenheit hierzugab der vertriebene Dänische König bI^k^lch)V8. wel-chcr sich Anno 826. in Gegenwart des KäyserS Lude-wigs zu Mäyntz tauffen ließ, bannt er von diesem inseine verlohrne Länder möchte eingesetzet w.rdcn ; 0

zuzuschreiben. Diese war vor einiger Zeit von denGriechen gefangen worden, und haktezuConstantinopelden Unkerrichtdcs christlichen Glaubens angenommen.Indem sie nun durch den Käyser Michael den lll.wieder erlassen ward, so wieß sie ihren Bruder zuChristo, wobey denn ^ech»0I)IV8 uud 0Ht.I8I.V8das ihrige gleichfalls beytrugen- /)

Diesen Fortgang berichtete der neubekehrtc Bulga-rische König dem Pabste mcoi.40, welcher die Bul-gärn durch seine ktislionario; zu seiner v oec-8 zog,nird damit Anlaß zu einem ärgerlichen Zancke mit denrPatriarchen zu Constankinopel gab, welcher, als dernähere mehr Recht an dieser Kirche zu Haben meynete;bis die Vnlgarn selbst das Pabstliche Joch, welchessie mehr und mehr erkennen lernetcn, abschüttelten,die Römischen Pfaffen fortjagten, und der GriechischenKirche beytraren. 2)

Der König 8Vä10?8V0V8 in Mähren beruffteAnno 8;6. diese beyden Apostel zn sich, welche inner-halb vier Jahren eine grosse Menge von sein.n Unter-thanen zur Bckänntniß des christlichen Nahmens brach-ten. Zur Beförderung solches WerckeS erfand K48-Hä0vlV8 die Wandalischen Buchstaben, und versetz-te die Heil. Schrisst in die Mutter-Sprache, wie erdenn auch den Gottes. Dienst in solcher Sprache ce-lebrlrete- Der Pabst, welcher den Gottes-,Di nstdurchgchendö in der Lateinischen Sprache gehaltenwissen wölke, war anfänglich nicht damit zufrieden,und forderte KILmODlVkk darüber nach Rom, all.wo es mancherley Streit deswegen gegeben, bis manwie er denn auch durch dessen Hülssc wi.dcrum einen eine Stimme soll gehöret haben: Alle Geister lobenTheil erlangete, worzn der Käyser nebst andern Gc- GOtt den Herrn, und alle Zungen bekennen ihn.schcncken noch etwas von Frießl.md beyfüget-- u 1 jS -. iel ist gewiß , daß der Pabst den Mähren und an-Unt r den Bulgarn lind andern Sclavonisthen der» Slaven den GotteS-Dienst in ihres Lanpcö-Spra.Pölckern, welche in Pohlen, Mähren, Vöhmui und chc zugelassen. 3)benachbarten Landen wohnetcn , hak ^m

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