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Kirchen-Historie Neues Testamente-
Um eben die Zeit hat sich der Böhmische König 60H-21V06IV8 tauffen lassen ; weswegen der Pabsi LXHIl.bVrck zum Ertz-Bischoffen dieses Königreichs be-stellete, der aber bald Hernach solche Würde seinemKollegen überließ, und vor sich selbst bis an sein EndeAnno 869. zu Rom in einem Benedictincr-Klosierlebcte. l>)
Zu gleicher Zeit ist die Lehre von Christo in foh-len bekannt gemacht worden, wiewohl es an allen Or-ten wegen der ungeschlachten Völcker noch vorjctzomit dem Christenthume gar schlecht aussähe, welchesihnen wegen der vielen Hindernissen, so die RömischeCeremonien einer rechtschaffenen Erkanntniß in Weglegeten, erst in folgenden 8eculi; nach seiner Verdor-benheit angcwehnet werden konte, wovon ich zu seinerZeit zu gcdenckcn nicht unterlassen werde.
Endlich sind auch die Einwohner der Jnsul Rügenum das Jahr 815 - durch einige Mönche aus dem Klo-ster Corbey zum Christenthum geführet worden, wie-wohl sie so wenig davon begriffen, daß sie noch langeZeit im grösten Aberglauben lebeten, bis sie der Dä-nische König vväl.r>xk,Lkv; im XII. 8eculc» ein wenigbesser in die Ordnung brachte, c)
XU.
Was sindvorZwistigkeitenin diesem 8ecu1ozu bemercken?
r. Die Zwistigkeir über den Bildern.
2 . Die Zwistigkeir über der ssrsnrtubltankistion.Xlll.
Wie sind die Zwistigkeiten von den Bildernfortgesetzet worden?
Nachdem lirrur, welche den Bilder «Dienst in derKirchen völlig wieder eingeführet hatte, Anno 802.vom Stuhle geflossen worden, ließ der Nachfolgeruice,»oxvr I.o 60 r«xr» einem jeden feine Freyheit,und verfolget« weder die Bilder-Stürmer noch dieBil«der-Diener; wiewohl er vielleicht, als ein hitziger Herrin dieser Sache mehr würde gethan haben, wenn ervon den Bulgarn nach Hause gekommen wäre. <i)
raicuael. KUL86E5 war ein Patron der Bilder,und tractirete die Bilder-Feinde nicht nur mit HartenSchlägen, sondern ließ auch dem Einsiedler urco^odie Zunge zum Halse heraus schneiden, daß er des To-des darüber war, weil er ein Marien-Bild ausgekra«tzet hatte, e)
>nc»zri.» Nachfolger i-ro erkannte den
Mißbrauch des Bilder-WesenS, und fragte daher denPatriarchen mcxpnoxvis: Ob man den Bilder-Dienstauch aus den Schriffken der Apostel und ersten Kirchen-Väter erweisen könne, weil es doch eine alkeTradition seyn solre? Dieser antwortete mit schlechtemGrunde: Es sey eben keine schrifftliche Tradition nö-thig, gnug daß solche mündlich forkgepfiantzet, undvon einem allgemeinen Loncilic» bestätiget worden.
b) 818^I98lir in 8kf». L»kem. 6^1.8119. epik. ,-er. 80-ben'. ir. in milcel. 8ok. >,8.4. «iec. I. c)
8V8 in der Pommerischcii Kirchen-Historie ir.
in c?8ion. knmersn. 6) k-'k. 8?^I9U8k4IV8 k. diü. im»§.rr iis. le-r-i- e ) IdiS. x. 542^
Der Käyftr stellete hierauf eine Unterredung zwi«fchcn den wiederwärtigen Partheyen an, worinncnsich r«L0vokv5 8-rvoirs mit seinen Bilder-Dienernsehr ininlcnt aufführete. Man prorcttirete nicht nurwieder den Ort des Loiloguii, welches der Pallast war,sondern man rufftc auch: Die Sätze des NicänischenLoncilii wären so heilig, daß auch ein Engel vom Him-mel, wenn er das Gegentheil lehren wölke, verfluchetwerden müste. Weil nun der Käyftr sahe, daß sichdie Mönche nicht weisen lassen wolren, so schickte ersie wieder in ihre Klöster, und befahl ihnen still undfriedsam zu leben, auch wegen der Bilder keine Zän»ckereyen zu Hegen.
Anno 814 . ließ dieser Käyftr über die Bilder-Sacheeinen L^nnäum halten, welcher aber von den Bilde»Dienern unterdrückt worden. Doch berichten ruov-VVKV8 nvvnz und einige andere soviel davon, daßauf selbigen das sogenannte zweyte Nicänische Conci-lium durch die meisten Stiminen völlig wäre verworf«fen, und Hingegen das Loncillum Lnnüanüni Lopro-nymi bestätiget worden.
Zufolge diesem Schlüsse wurden die Bilder auf dreSeite gebracht, und die hartnäckichten Mönche insLxilium geschicket; doch kamen ste sofort wiedcrzurück,wenn sie versprachen, in ihren Klöstern still zubleiben,und mit den: Patriarchen ^»eovokc, Gememschafft zuhalten. Indem aber gar viele das Bellen und Beis-ftn nicht lassen konten, und nicht nur die Gegenseiti-gen als Christ-Stürmer, Verrathet und Abtrün-nige ausschrieen, sondern auch den Käyftr mit Dg/dem Rönige zu Basim , dem grossen Dra-chen , der krummen Schlange, Ahab , iVftltV-blO Lc. vergliechen, wie nicht weniger in öffentlichenProceßionen zu Constantinopel den Bilder-Dienst zumVerdruß des Käyftrs verübeten: so musten freylichnachdrücklichere Straffen erfolgen, wiewohl sie langeso tyrannisch nicht waren, als ste die Bildcr-Patro-nen machen, oder so scharss, als sie die Rebellen wohlhätten verdienet gehabt, f)
Der folgende Käyftr kkicuzri. väi-vvz mnste demohngeachtet, daß er ftinctt Vorführer zum Tode beför-dert hatte, bey den Bilder-Dicncrn ein anderer Da-vid und Jostas Heißen; weil er die Gefangenen undVertriebenen wieder nach Haufe beruffke, er wäre denBildern, gegen daö Verfahren des vorigen Käyftrs,gewogen. i-xcELl nun dabey desto mehr verhaft zumachen, wolte man von seinem Tode himmlische Stim-men gehöret, und mancherley Erscheinungen gesehenhaben, welche Legenden beym L^KOd-UO anzutreffen.
Im Anfange stellete ^icnsel. zu Vereinigung derGemüther gleichfalls Lolloguia an, welches aber denBilder-Freunden gar nicht gelegen war; wie dennr»rovo!rv5 8rvoirr, vorgab: Es zieme sich nicht, daßsie, als Ortbocloxi, mit den Ketzern in Versammlungkämen, immassen diesen weiter nichts als Bestraffun-gen gehöretcn. Sogar wenig ncinlich traueren sie ih-rer Sache, daß ste das Urtheil des össentlichen Lichts
auf
k) Ilriäem 8-565. lege. ILL. 8^81X^68 bist. äe I'ezülelom. r.