IX. 8 ecu!um. I.C>p. Von den Zwisiigkeiten.
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auf alle Weise vermieden. Ja, sie gaben dem Käyseran die Hand, daß wenn er etwa einen Scrupel dar-über hätte, so möchte er sich nur, von Rom aus be-lehren lassen, welches die Kirche wäre, so die Pfortender Hollen nicht übewältigen würden; und wollendergestalt die-Frcyhcit der Griechischen Kirchen lieberverrathen und Verkaufs«:, als solche Privat-Sachewegen der Bilder fallen lassen.
Wolke nun Michael einiger Massen Ruhe haben,so bekannte er zwar : Er habe die Bilder niemahlensngebethet, und werde es auch vor das Künfftige al-lerdings unterlassen; indessen Hoffete er den Zwiespaltdurch Gelindigkcit zu heben, und ließ einem jeden sei-ne Freyheit, mit dem Beysatze, daß man das Zanckenund Beißen davon solle bleiben lassen.
Indessen, da den Bilder--Schwärmern nicht mehrso frey siunr >7 im Oriente ihre Lästerungen auszuschüt-ken, so begaben sie sich nach Italien und nach Rom,allwo sie unter dem Schutze des PabsieS kein Blatvor« Maul nehmen dorfften. Diese Zwickmühlen zuzerstören, schickte eine Gcsandschafft an nv-
vovicvök im Occident, nebst einem Schreiben,dem er sich und sein Sohn r»ko?un.v5, als beyde Käy-ser, unterschrieben hatten. Der Inhalt bestund dar-innen: Es Hätte l-ro in Betrachtung des
eingeriffenen Mißbrauchs, die Bilder in den Kirchen«m den untersten Orten wegnehmen, an den obern Or
Er verboth nun den Bilder-Dienst nicht nur aufsernstlichste, und verdämmere das mehrgemeldete Con.cilium dlicienum, sondern warst auch alle Bilder, sosein Vater noch übrig gelassen hatte, aus den Kirchen,und verfuhr gegen die Halsstarrigen mit Lands-Ver-Weisung, Gefängniß, und Todes-Straffe; wiewohlausser Streit, daß die Bilber-Patroncn, so die Nach.richten davon hinter sich gelassen, ihm die meisten Grau-samkeiten nur angedichtet haben- Die Erzehlung vonrEnooio, welchen er lebendig soll haben begraben las.sen, kan dißfalls ein grosses Licht geben; indem ja die.ser nach -r»eo?»mo noch lange am Leben gewesen, undman wird gewiß niemanden als sehr leicht-und aber-gläubige Leute bereden, daß ihn GOtt der Bilder we.gen durch ein Wunder erhalten habe-Endlich setzte die Käyserin , nach ihres
Gemahls r«Lo?«ii.l Tode, das Bilder. Wesen wiederin Stand, und dabey ist es denn forthin geblieben.
XIV.
Was sind vor Zwisiigkeiten wegen der Iruns-1ubÜ3nci3tion in diesem 8eculoentstanden?
Biöhero hatte man zwar verschiedene RedenS-Artenbey den Kirchen. Vätern angemercket, welche nach derLoniecrsrion im Heil. Nachtmahl cineVerwcmdelungderSymboIorum anzudeuten schienen: wenn man aber
Leu aber stehe« lassen, aus dein Grunde, damit man derselben anderweitige Beschreibungen und Erklär»::-die Bilder nicht ferner mit Niederfallen, Anzünden gen darzu nimmt, so lässet sich leichtlich erkennen,paßder Lichter, Räuchern, und ander« abergläubischen Ce-isie damit nichts anders als die rvahrl)>.ftre G.gen-remonien verehren solle. Sie, die Käyser, wären vor-!rvnrr des Leibes und Blutes Christi im Saera-
jetzo eben der Meynung, legten darneben ihr gar orrkolloxes Glaubens-Bckänntniß ab, rvoovmvx bit-Lende, er möchte nach seiner über Rom und Italiensich vorbehalteneü Macht den Griechischen Lästererndaselbst das Maul oder Land verbiethen , damit dieEinigkeit des Glaubens zwischen dem Orient und Oc-cident endlich auf einen guten Fuß gesctzct werdenkönne, g)
ment anzeigen wollen.
?.^8LÜ^8IV8 K^OLLkHV8 war der erste, wie schonin seinem Leben erinnert worden, welcher auf eine uu-gewöhnliche und neue Art davon redete, also, daß sol-ches folgende zu Einführung der Lehre von der Ham-«übli-ncistion in der Lateinischen Kirchen Gelegenheitgegeben.
Seine dißfallige Lehre, welche in feinem Buche cle
l.vvovicv; riv; versammlete hierüber den Lonuen- 8-ci-amenro Lucksrillisc, leu cle corpore 6c Iltnguineeum zu Paris, worauf sich die Frantzöstsche Clerisey vomini, und in dem Briefe an kcucleZarclum von eben
die Freyheit nahm, in der Bilder-Sache ziemlich freygegen den Pabst zu urtheilen, auch demselben ein fvr-mulsr vorzuschreiben, nach welchem er dem Orienta-lischen Käyser antworten solte. k) Doch die Schüch-ternheit Ludewigs, welcher ohne des Pabst Einwilli-gung nichts vorzunehmen getrauet«, und die Halöstar-rigkeit des PabsieS xvLLnn waren schuld daran, daßdiese wohlgemeinte Gesandtschafst fruchtlos ablieff. i)nlcnLLl.is Sohn rneoi-tnl.v5 war viel erhitzter gegendie Bilder-Diener, als der Vater, und man sagt, eshabe ihm der Betrug eines Pfaffen, welcher vermit-reist einer Röhre Milch durch die Brüste eines Ma-rien - Bildes fliesten lassen, Gelegenheit darzu gcgeben, k)
H) Ibidem, b ) ?. diüar. <je frrnc« I-
p,«. 5»8 i'» 8?^I^tt5rV«V8 ikiciem ibiciem-
IVKIKV conkrs 1'ow. z. p-?.4Z- leg-
kikor.p,,. t§2. kLIKICIDLS dik.
der Materie vorgetragen wird, bestund in folgendenBegriffen.
1. Die8ubstsor des Brobts und Weins sey, wer.de, und verwandele sich nach der Loniecracion in denwahren Leib und das wahre Blut Lkrillj und zwar indenjenigen Leib, welcher von Maria gebohren worden,am Creutze gelitten und gestorben, u. s. w.
2 . Die Loniecrskion sey also nichts anders, als ei-ne neue Schöpffung des Leibes und Blutes Clssilli ausdem Brodt und Wein, doch, daß die äußerliche Ge-stalt der 8ymbolorum verbleibe.
Von dieser Lehre rühmet derIcsuit 8IKH40NVV8,!)daß dieser k^8ti:kll^8IV8 damit zuerst den eigentlichenVerstand der Catholischcn Kirchen ausgedrücket, undden Nachfolgern den Weg eröfnet habe. Das ist ge-wiß, daß sie damahlen noch was ungewöhnliches war;wie man denn davov sonst gantz andere AusdrückungenUuu uun 2 bey
>) 1» ,n« kä!-cuxLH.