IX. 8««»!«n. Il.e,p. Von dem Kirchen-Regl'mente.
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hellet. Die Bücher, so ihm nicht anstunden, mnstenins Feuer, i) Die Wunder, so er vorgab, oder con-6,-mirete, durssten nicht anders, als gantz ungejlveif-felt angenommen werden, k)
Er eignete stch die Macht der Oanonilakion, der Er-nennung oder Bestimmung der Heiligen, zu; wie dennunter andern in die Aebrißin von HeiderS-
heim ^k?V88l!>I durch den Bischofs zu Äirhstättwieder aus der Erden soll haben heben, und unter dieZahl der Heiligen versetzen lassen. >) Auf gleiche Weisemästete stch s«kso«lV8 m. die Skisstung neuer Fest.Tage an, und schrieb an r-vvavicv^ ?ivia, daß mandas Fest aller Heiligen den i. ldlvuembri; beobachten solle, m)
Den Ertz-Vischöffen schrieb der Pabst befehlg weisemit Bedrohung des Bannes, wo ste nicht Gehorsamleisten würden: n) immassen er auch die Macht stemit dem kallio zu bestellen sich alleine vorbehielt, o)wie nicht weniger sie abzusetzen, p) ihre Oioecesenzuverrücken, oder zu zertheilen, g) ihnen als aus derGewalt ?crri das Amt der Schlüssel aufzutragen, r)und in Summa mit ihnen zu schalten und zu waltenwie es ihm gut däuchtc.
Die Bischösfe dorfften stch nicht so genau nach demWillen ihrer Metropoliten bequemen, daß sie nichtzu ihrem Vortheile an den Pabst hätten sppclüren können: worüber n. 5) zu Kein.;
trefflich aussiltzete, weil er die appellarion «incraxxizu kac-n an den Pabst nicht vor gültig erkennen wol-te. Von dem Pabste aber weiter zu appelliren, solteniemanden erlaubet seyn; r- ohngeachrer es mchrmah-len mit den Päbstischrn Aussprüchen so ungerechtzugieng, daß man die Parthen nur einseitig hörete,und doch sogleich den lernen? darüber ausstellete, wiesolches bey Anklage von umc>i>ico zu
!-»on, und in der Sache i.or«Lkn und vv^i.oicLvLezu bcmercken- u
Ohne Vorbewufi und Einwilligung des Apostoli-schen Stuhles solte kein Metropolit oder peimsz einen8ynoclum halten, wie denn auch die Lxnocii ohne desPabstes Ansehen vor ungültig geachtet und verdammet wurden, x ) Auf dem 87^60 zu Constantinopelhatte Pabst m. seinen Legaten inttcuälisnmit
gegeben, keinen Griechen auf selbigem zu acimimren,bis er der mitgebrachten Päbstlichen Verordnung untcrstlrrieben hätte, y)
Gleichwie nun hieraus die Päbstlichc in der Kirchen
i) /r^/c81'^8IV8 in vit, /WKIädtt II. tc) 5I66LL8-1V8 »a sn. §2l. 8661d10 Iib.2. knn,«. 6r»ncorum. I)MV8ctttV8 monsKerii,. m) 8I66L68rV8 -6 ,n. Z;;.») Viä. 8-m. -pik. ,<1 ^D8I^diVd1. v)
litt. 6z. c. 68/V1H21V8 in dl-crnpoli
I>i>. I. csp. 20-Z8- bb-2. c. 2. 6p>icopi krurriie in -pik. »kI0adiK6d1 IX. p) 866IN0 üb. 2. 8I6LK68^V8 »k»».86,. <,) N6I^0l.vV8 lik. I. cgp. 5. ckäN1'2IV8>»c.cil. lii». I. c.,8. r) äV6NHNV8 Iib.4. ') >" -pik.»ä Uldicd1^8V!c1 8em. ,) I^ic06^V8 -p. 1.0 M
») NI>ickc1^KV8 8-m. -pik. /ci)8I^I^V>1. 866idlOHl>.r. r) tt!dlc^8V8 8-m. ,li l.,cräun. 866IdlO lii,. 2.1) dib-k kcintiüc.
aufsteigende Tyranney zur Gnüge klar wird r also er-strecket« sich die Antichristischr Herrschsucht auch überdas weltliche Regiment.
Es gaben sich zwar die Pabste den Titel, als Rnech-re aller Rnechre, suchten aber in der That Herrenaller Herren zu seyn. 2) Nach der Einbildung derPäbste und ihrer Clienten Hatte l.eo m. ca«oi.odas Käyserthum als aus besonderer Macht würcklichertheilet, das Reich von den Griechen zn den Franckenversetzet, oder aus dem Oriente nach dem Occidente ge-bracht ; welches doch nur lauter nichtige Träume sind,wie schon im vorhergehenden 8eculo beobachtet wor-den. Wie cLirorv; dem Pabste icrnznrn IX.
viel Macht bey der Kayser-Wahl in die Hände gespic-kt, ist im Leben dieses Pabstes nachzusehen. ->) Daßsich sonst auch die Päbste durch allerhand listige Rän-cke der Käyserlichen Lorchrmalion zu entreißen bemü-het, kan oben die Historie der Päbste erläutern.
Weiter wolte XILOI>äV8 b) nicht leiden, daß einKäyser oder Fürst bey der Versammlung der Clcriseyerscheinen solle, es würde denn von GlaubenS-Sachendarinnen gehandelt. Nicht nur die Clerisey, sondernauch die Layen, so ihre Zuflucht zur Kirchen nahmen,sollen der weltlichen Gerichtbarkeit entzogen seyn. c)Der Päbstliche Hoff hielt es vor keine Sünde, dieBrüder gegen einander, oder die Kinder gegen dieVä-ter zu hetzen, wen» er sich nur dabey in feinem irrdi-scheu Ansehen immer fester setzen konte, wie die Ge-schichte c^kcol.1 CLI.VI und l.vvcrvici ril an die Handgeben, ci)
Es ist eine ausgemachte Sache, daß die weltliche«»Regenten zu solchem Päbstischen Ubermurh selbst alleGelegenheit gegeben, und gar mercklichen Vorschubgethan haben, welches theils ihrer heiligen Einfalt,theils ihrer verkehrten Polikic zuzuschreiben. Die er-stere beredete ste, daß sie den Pabst würcklich davorhielten, vor was er sich nngegründtt ausgab, nemlichvor das sichtbare Haupt der Kirchen GOkteS, wie ausden Briefen der Käysec und Könige an die Päbste er-hellet. Aus diesem Grunde ehreten sie ihn gleichsamals einen Gott auf Erden, wie stch denn auch mco-l.ävn solchen Nahmen zueignet, c) küsseten ihm dieFüsse, und bedieneten ihn als die Knechte, f)
Des Pabstes Gnade und Seegen zu Haben, warbey ihnen in solcher Hochachtung, daß sie nach Romeileten, desselben gegenwärtig rheilhafftig zu werden, ß)Zu dem Ende willigte man in alles Begehren der Päbst-lichen Tyrannen, und bereicherte ste durch Geschrnckeund wichtige Einkünffte. k )
Eine verkehrte Politic der damahligen Regentenwar es, daß sie ihre Rechte über die Päbste aus einerstraffbaren Hinläßigkeit vergaben, i) nicht voraus_ _ sehen-
r) 8661 di 6 l.c ,) Idillcm. b) -pik.l.kd1Imp. c) KL6INO idiöem. ä) 81 L 40 NL 1 ^ lii». 5.c. iz. 8166868 . 1^8 ,ä ,n. 8,2. ^1d1VIl>IV8 dd.5. c. »4.VI» 6VVOVI61 ,pcU kl^ UOLV^I. ») ,p,ik 68XH8-<iik 96. 6) 81k10d.'L^ lii,.;. »p. n. 86-6INO UI-.2. 6) Itzi-iem. j) 81 ^ 0 ^ 61 ^ lib.5. r-,p. 1,.
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