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Kirchen-Historie Nenes Testamentes.
fthcndc,daß sie dadurch sich und ihrer Hoheit selbstNetze und Strick legeten ; daß sie ferner ihre eigeneStaatS'Sachen vielfältig der Beurtheilung und Lon-tir NÄliun des Stuhls zu Rom untcrwarssen, wodurchdieser Anlaß nahm , sich folgendS nach Gefallen in diepolitischen Händel zu mengen, und darinnen zu seinemImerclle vorzuschreiben, wie die Politische Historie er-läutert; und daß sie sich endlich auch des Pabstes ge-gen diejenigen, so ißiy seine Voßheit aufdecketen, an-nahmen, und ihn also darinnen je länger je mehr ver-siärcketen. Exempel davon kan man hin und wiederdemercken.
Doch fehlete es nicht an Leuten, welche sich sowohlaus dem weltlichen als geistlichen Stande der über-Hand nehmenden Tyrannei) des Pabstes »niedersetzten.Die Käyser Hielten noch denn und wenn einiger maßenüber ihren Rechten. cL5.or.v8 ra. siegele i-Loxi; in.wegen ein Gerichte zu Rom an, welches über seiner Un-schuld erkennen mnste. uo-ruLm^ ward von uvoovi-co nach Rom geschickt, den verdorbenen Zustand da-selbst in Ordnung zu bringen. Wie einige Käyser nochzuweilen über dem Rechte der Pabst-Wahl gehalten,lässet sich aus der Historie dieses 5 eeul> von den Päb-sien abnehmen, Der Griechische Käyser Michael er-wieß dem Pabste ^icoi.Lo, daß seine vorgegebene Ho-Heit und Macht, die er in der Kirchen exercircn wolle,weder inderSchrifft, noch in den Kirchen Vätern,noch in den Loncilus, noch in den Historien gegründetsey. k) Als auch derPabst LomL«v8 n. sich nachdemTode l-oimLieu in das Frantzösische 8ucce;non8 Wesenmischen, und czvvvia davon abhalten wolte:
so kamen sowohl weltliche als geistlicke Stande zuü.e>M8 zusammen, und nenneken dieses Päbsittche An-muthen eine neue Tyranney desselben , verwiesen ihmauch gar nachdrücklich, daß sich dergleichen noch keinPabst unterstanden hatte, l)
Absonderlich findet man, daß, ausser denen, die inder X- Frage des l. Capitels als Zeugen der Wahrheitgegen den Antichrist angeführet worden, sich GüntherchonCölln und ckbetL-inäu; oder ck!ieuigan.j„r von Trierdem Tyrannischen Vornehmen nicor-Ll sehr männlichwiedersehet haben. Sie wcrffen ihm in ihrem Schrei-ben vor, daß sie als Gesandten von ihren Mit-Bi-schöffen nach Rom gekommen gewesen, die päbsilicheMeynung über die vorgegangenen zu vernehmen,er habe sie aber nach deren Überreichung einen gantzcnMonat aufgehalten. Endlich wären sie zwar vorge-fordert worden: allein, da sie sich gestellte, hätten siesich wieder alles Vermuthen gleichsam in der RäuberHänden gesehen. Die Thüren wären hinter ihnen zu-geriegelt, und ein höchst unbilliger, verwegener undgottloser s-nwrw über sie gefallet worden, da gleich-wohl keine Untersuchung oder Vorstellung vorder ge-gangen, noch jemand von der Clerisey, ausser derMönch -4n->it->üus, zugegen gewesen. Sie nennen ihnwegen der Ungerechtigkeit und Grausamkeit einen Wstffunter einem SchäferS-H ab ite, rü cken ihm seine Herrsch-
k) dilCOI.äl k-p»e epill-8. ,6 Irnp. Co!-
!-<Ä. Concil. tt/rkvVlNI l^m.;. p. 144. I) ttlXCdlä-
Bcgierde auf, nach welcher er thäte, was ihm bette-bete, und kündigen ihm deswegen allen Gehorsam auf,mit dem Bedeuten, daß sie vor seinem Donner nichterschrecken würden, und so weiter, m)
IV.
Was hat man bey den Aemtern und Ver-richtungen der andern Kirchen-Be-dienten zu merckcn?
Die Kirchen-Aemter waren noch wie in vorigen Zei-ten. KAK^b§V8 d 4 /IVHV 8 ») benennet acht Kir-chen-Stussen, r. denOlttarmm, 2. den kttälmilksm odertteäiorcm, z. den Exorcisten, 4. den ^cdlmbum, 5.den 8 ubc!l 3 conum, 6. den Oiaconum, 7. den lckesbztte-rum, 8- den Bischoss.
Ein Capellan war bisweilen so viel als ein Vis-conu8, zuweilen aber führeke solchen Titel diejenigegeistliche Person, welche am Hofe lcbcte, und die Kir-chen-Sachen vortrug. Also war der Bischoss vucisozu M tz oberster Capellan am Hofe des Käyftrs Lu-dcwigs, wie die Briefe au ihn bezeugen.
Die Priester oder Lisccrciore, waren entweder deSObern Ordens oder des unten, Ordeus- Die von demuntern Orden brachten die Leute durch die Tauffe zurKirche, o)
Das Amt der Vlschösse war zu predigen, p ) ?rc,-byeero8 zu or imren, g) Zu tanssn, r) Messe zu le-sen, 5) die Nonnen einzukleiden, e) und andere sonstschon angezeigte Verrichtungen in der Kirche zu über-nehmen.
Die (AIOR.k?!8CO?I, welche nach demd 4 -z.VKO u) davon benennet wurden, weil sie aus,dem Chöre der Priester oder 8»ccräorum waren, wur-den allein von den Vischöffen orstimrel, und versahendie Stelle der Bischösse auf dem Lande, vornehmlichi» Versorgung der Armen, x)
Die ?XL8i;Hllki verwalteten die H. Sakramen-ten, und predigten, y) durssten aber nicht die Firme-lung ertheilen, noch jemand orbnirc». r)
Die verlastn das Evangelium, und 38 -
sstttreken deniBisihoffe bey der Messe; ->) hatten abernicht Erlaubniß zu predigen. b>) Sonst raufften sieiu Gegenwart derBischössc und kttL8byrerorun>, reich-ten dem Priester den Kelch, trugen die Opffer auf denAltar, theileten das Sacrament aus, und erwecktendie Leute zum Bethen, Knien, Singen und Hören- c)
Die 8VLI)l^COd8!l nahinen die Opsser von der Ge-meine an-, und überrcicheten sie den Qiaccmz. ä)
Die
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