X. 8eculvm. m. 0»p. Bom Kirchen-Regl'niente.
IL2-I
Das III. Capitel
Vorn Kirchen - Regimente.
I.
Was wird in diesem Capitel vorkommen ?
Viererlei):
1. Die RirchemAemrer.
2. Die Rirchen-Zucyr.
z. Die Versämurlungcn der Geistlichen-4. Die Gewalt der Obrigkeit in Riechen-Sa-chen.
II.
Was ist von den Kirchen- Aemtern zu erin-^ nern?
Hicrbcy siehet man
r. Auf die Antichristijche Herrschassr und Ty-ranncy des pabstes.
2. Auf die Aemter und Verrichtungen der an-dern Rlrchen-Bcbienren.
Ill
Der Pabst crtheilere das ?-»mm vor Geld, wie be-kannt, und nahm es auch nach Belieben wieder von ei-nem, und gab es dem andern, gleichwie er solches demErtz-Bischosse zu Saltzburg entwandte, und dem Bi-schösse zu Passau zuschantzete. u) Alle Skiffker undKlöster suchten anjctzo ihrckiiuilcjjiA und LoustrmLlic»-ner zu Rom, gleich als ob sie ohne selbige nicht würdenbestehen können, x)
Die Croncn der weltlichen Potentaten meynetm siedergestalt in Händen zu Haben, daß sie sich wohl verge-bens darum bitten liessen, wie beydem HcrtzogeLuxcn-i.äo in Polen soll geschehen seyn. p) Diejenigen aber,so die Cronen von ihnen erhielten, musten sich ihnendurch einen Eyd verbindlich machen , wie sonderlichOHD 1. dem Pabst Xlll. gethan Ha-
ben soll. r )
Die Ursachen, welche die Päöste zu einer solche« !a-iolenr verleitet, sind in vorigen 8«culi5 bereits angezei-get, und in diesem cominuiret worden. Man kan siein Exempeln Hin und wieder anmerckcn; wiewohl auchan seinen Orten vorkommet, wie man sich den Autichrl«
Was ist von der AntichiOischenH-iMaff?»^'" >°id-rs-,-k
und Tyranney dcö Pabstes anzu'niercken?
Diese war um so viel unvernünfftiger, je weniger Ge-lchrsamkeit, Tugend und Geschicklichkcit die Päbste indiesen Zeiten besassen. Die Päbsilichen Scribentenselbst gestehen, daß innerhalb 150. Jahren unter 50.
Was hat man bey den Slemtem und Ver-richtungen der andern Kirchen-Bedien-ten zu melcken?
Hiervon ist wenig zu gedencken, weil es bey den Au«
Päbstcn keiner gewesen, der etwas Apostolisches an sich! stalten der vorhergehenden 8eculoeum verblieben. Willgehabt hätte, q) i ">an noch beobachten, daß die Ertz. Brschoffe und Bi-
Sie thaten nemlich, was ihnen ihr böses Hertz ein-uEc oh" Unterscheid?omikce; genennet worden, sogab, raubeten auch selbst die Kirchcn-Güter, wie HO- siehet man, daß man diß Wort «n diesen Zeiten nicht so
I>I ik?.(?lV8 VII. verehreten Kelche und CreutzedenHuren, wie XIII. r) schändeten und verdäm-
meren einander auch »ach dem Tode,und lebten in Sum-ma nicht nach dem Exempel Christi, sondern nach derLust ihres Vaters des Teufels, davon oben die Pabst-Historie schon gnugsamcZeugnisse angewiesen.
Bey dem allen wolten sie doch Statthalter Christiseyn, wiewohl ihr Hochmuth leicht zeigte, daß sie vonder demüthigen Bahn der Jünger JEsu abgewichenwaren. Sie fassen als irrdische Götter aufihremStuh.le. Jedermann solte ihnen Ehrebeweisen,und alle welr-und geistliche Dignitäten und Freyheiten wölken sie beysich als besondere Gnaden - Bezeugungen gesuchct wis-sen; wie auch vielfältig geschahe-Der Ungarische Kör.ig 51 -LkMLnvs soll sich bey Able-sung der von dem Pabst erhaltenen Briefe und Privile-gien, so offt desselben Nahmen vorgekommen, allezeitgeneiget, auch andern solches zuthun befohlen haben.»)Vorhin ernennten die Potentaten die Metropoliten«ach Gefallen, jetzo ward es erst zu Rom gesucht, undman beredete sich, es könne niemand ein rechtschaffenerBischofs seyn, der nicht vor« daher conkirmiret worden, r)
sonderlich, als in den folgenden , gebraucht Hat. s)Sonst meldet man von ('smoribu;, dergleichen 00c»von Llußny zu lour» gewesen, b) und findet hierausdie Begierde auch in den niedern Orden die Titel zusteigern. ,
V.
Was ist bey dee OräLnation der Kirchen-Bedienten zu mei'cken ?
Bey der Wahl und Beruffung hatte noch die gantzeGemeine, wie in vorigen Zeiten zu sprechen, c) Ebendieses war auch bey den Päbsten beobachtet, ci) Dißwar der Vorwand bey lOttädlNL XIV. da man ihnausstieß , weil die Cleriscy und das Voick zu seinerWahl nicht eingestimmet hätten, e)
Der Käyser I«cer»oirv» im Oriente ober nahm sichallein das Recht die Bischösse zu bestimmen, welchesdoch von seinem Nachfolger io»ä«»,L riLuxes wiederabgeschafft worden, t)
Unter den Klagen, so wieder den Pabst IMäNdlLbälXIII. eingebracht wurden, befand sich auch biese^aßer
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