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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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IX. 8-cuIum. V.Qip. Vstt dem äusserl. Zustande der Kichen in Occidenk.

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Ertz-Bischoffen zu Mäyntz, und den Bischofs zu Cost-!wrg au Deutschland / und ward zu einem Marggrajf.»itz !Ll.o^o»L^, deren er sich zu Befriedigung der miß- thuine aufgerichtet. n)

vergnügten Stände gar nützlich bedien«, konte. Dochvergab er dabey nichts von seinen Rechten / nach wel-chen er die Vischösse und Aebte bestimmete und ooaLrmirete. Er überließ zu erst / weil er iahe/ daß esnickt anders seyn wolte, den Deutschen Ständen daöErb-Recht in ihren Provintzien. e)

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Käyser 919. bis -z6. alt 60. Jahr

Es ist bekannt/ baß er den Zunahmen in folgendenZeiten davon bekommen/ weil er eben Vogel gestehet/da ihm die Rcichs-lnl^nia überbrachk worden.,) Hierauf wolte ihn der Ertz-Bischoff zu Mäyntz nLkiseavssalben und crönen, Heinrich aber wolte nicht dran,vorweudend/ er wäre der Ehre unwürdig, und ftyihmgnug / daß ihn die Stände vor ihren König erken-!neten. ß)

Seine Widersacher waren vvacnLanv,, Hertzog inSchwaben, und >«nvl.r»v; mit dem Zunahmen derDöst aus Bäycrn. Doch der erste sahe die grosseMacht NLl-lkic. 1 , und wolte sich lieber bey Zeiten un-terwerffen; der andere aber ließ sich durch gute Wor-te gewinnen / nachdem ihm sonderlich der Käyser dasRecht die Bischösse ein- und abzusetzen, auf sein An-suchen, übenlassen hatte, b)

Sonst machte er mit den Hunnen auf neun Jahreinen Stillstand. Mitlerwcne brachte er nicht nurLothringen, welches sich unter Frankreich begeben Hat-te , wieder zu Deutschland, sondern legte auch hin undwieder im Reiche feste Oerkcr und Städte, sonderlichaber in Sachsen an, wobey allezeit der ncundte Bauerein Bürger in einer neuen Stadt werden »niste, i)Er übte daneben das Volck fleißig in den Waffen,und hielt Turnier-Spiele vor den Adel, welche er dochnicht, wie einige wollen, aufgebracht , sondern nuröffterS angestellet; ie) immaffen auch i-voavici rnSöhne dergleichen zu WormS gehalten. I)

Als nun ttkIMILV8 seine Kriegö-Macht in gutenStand gesetzet, gieng er auf die Slaven los, nahmihnen die Festung Brandenburg weg, streiffcre in dieLaußnitz, und eroberte Prag in Böhmen, m) Fer-ner wandte er sich gegen die rebellirenden Kerrie» ,'nder Uckermarck, mit welchen sich alle Slavische Völ-rkcr conjungiret hatten, und mallacNrete derselbenmehr als ,20000. nahm auch viele gefangen. Die

Nach der Zeit war der Stillstand mit den Hunnenzu Ende gelauffen, und als diese aufs neue Tributfordern, schickte ihnen dcrKäyser einen räudigen Schaaf-Hunb, welches sie dermaßen erbitterte, daß sie mitzOvooo. Mann m Deutschland einbrachen, klkdt-KlOV8 aber empfieng sie Anno 9z;. bey Merseburgdergestalt, daß über 40000. derselben inS Graß bissen.Die andern würden gefangen und zerstreuet. 0) Sol«chcrgestalt wurden die Hunnen schüchtern, daß sie dieDeutschen Grentzen zu Käyser Heinrichs Zeiten mei»beten.

Letztlich redete Heinrich zwar von einer expeclitioanach Italien gegen diejenigen, so sich des KayserlichcnTitelsdarinnen mißbrauchten; allein der Tod kam dar«zwischen, nachdem er zuvor seinen Sohn or-ronxmzum Nachfolger im Reiche hatte bestimmen lassen, p)

Von seinen Tugenden rühmet man feine Beschei*denheit, welche ihm auch den Zunahmen eines De-müthigen soll beygeleget Haben ; g) feine Versöhn«lichkeit und Güte, davon er gegen ärnulpbum vonBäyern Merckmahlc gegeben; sonderlich aber seineKriegö-Klugheit und Tapfferkeit, wie die Historie bis«her erwiesen.

Unter seinen Lastern war wohl das grösseste derAber«glauben, davon oben im II. Cap. Exempel angeführetworden. Dieser war Ursack, daß er sich die Geistli«chen alles bereden ließ, und sich ihrem Muthwillennicht eben so wiedersetzte, wie er denselben erkannte.(Siehe die l. Frage des IV. Capitels.) Das reicheweibliche Grifft zu (Quedlinburg ist unter vielenandern, von ihm angeleget worden, und seine Tochterwar die erste Aebti'ßin darinnen, r)

Währender Regierung lMlMlOi ward der Königin öurßunüia 1>s,«,ur2N3 KVOOb?d!V8 u. Meisterüber LLKLdlLkklVlck l. in Italien Anno 924-wardaber von Grasen in derkrovence, bald

cicposleüirek. Gegen sitzten sich zwar

aus Bäyern, und folgendS /el.8MI-LV8 aus Thuscien : allein sie tonten nichts gegen ihnschassen, bis ihn 8kKLdI(-^L,lV8 !I. dahin brachte,daß er ins Kloster gieng , ;^) davon bey den künffti«gen Käysern noch unterschiedenes zu melden,n. OHO

Gebohrt» 9,2. Käyser yz6. bis 97z.

Wer er gewesen, ist aus dem vorhergehenden be-kannt. Die glücklich geführten Kriege und Ausbrei«

57 ?i t"ng seiner Herrschafft legen ihm den Titel eiurS Grssi

s res empfinden, und bey der Gelegenheit kam Schles

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