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Kirchen-Historke Neues Testamentes
stn bey; wie er denn allerdings feint Lurl dem Gros-sen unter die mächtigsten und tapffersien Käyser zuzählen.
Im ersten Jahre seiner Regierung brachen die Un-garn in Deutschland, und kamen bis über Magdeburg,allwo ihnen aber Nr Weg von dem Käyser zurück ge-wiesen ward. r-
Bald darauf verjagte er aus Bayern
Söhne, welche sich der Käyscrlichen Ober-Herrschafftentziehen wslten. u) Bey dieser Gelegenheit regtefich auch der Hertzog in Francken Lveimz»», Käyseritonrads Bruder, ward aber auf dem Reichs-Tagezu Srrelen zum Hunde-Tragen, als der Straffe derLand-Friedens-Störcr vcrdanimet, welches er mitgrossem Gelde abkauffen mnste. x)
Es währete aber nicht lange, so trat rerkeuLao aufdie Seite der Kayserlichcn cebellistl-en Brüder i^uoraLxl und Doch als ihnen OHO plötzlich
auf den Hals kam, und r»uc>lLkV!> blieb, so iubmirnicken sich die andern.
Lol.LSt.Lvr, Hertzog in Böhmen, hatte seinen Bru-der vvimcL5i.Lv«r, welchen man den heiligen zubenah.met. Anno 9;8- erniordet, damit er zum Besitze desgantzen Landes kommen möchte. Diß zu rächen, fielOH O in Böhmen', und brachte es so weit, daß dißLand zu einem Reichs-Lehen gemacht ward. y-
Anno 9Z 9. ficngcn NNL8U88V aus Francken, undHeimlet) Bruder wieder an zu rebellircn, hat-
ten auch den Hertzog von Lothringen 6,5xr8eL7-vL,,undden König in Franckreich nvvovlcvnauf ihrer Seite. Doch OIIO trieb sie tapffer zuRande, bis Eberhard und Giselberr ums Leben ka-nien, da denn Heinrich zum Creutze kroch, und auchbey sinem versöhnlichen Bruder nicht nur Gnade,sondern auch dasHertzogthum Lothringen erhielt.
Gleichwohl war nLnkicv; noch so tückisch, daß ergegen den gütigen Käyser eine conssiracion ansponn,welche aber entdecket ward, und da wäre esnicht neben dem Kopffe weggegangen, wenn ihm nichtdie Mutter das Leben noch erbekhen hätte.
Indem nun uonkicvs die Tochter des Bö-
sen aus Bäyern zur Gemahlin hatte, so belehnte ihnder Käyser mit jetzt erwähntem Hertzogthume, und be-wog ihn endlich durch diese brüderliche und gewiß mcrck-würdige Sanfftmnth, seinem Herrn und Bruder fort-hin treu zu verbleiben. -)
Anno 948. gieng OIIO gegen den Dänischen Kö- ?riig Harald, und brachte ihn dahin, daß er den christ-lichen Glauben annahm- OHO leake drey Bifikhü- !nrer im Lande an, welche den Ertz-Vischoff zu Ham-burg vor ihren Metropoliten erkennen «misten, s) «
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- Ll-cimino, eine Witwe roruLmi. des obgedachtent nv 60 M 5 auö Provence Sohnes, und bisherigen Kö-niges in Italien, ward von vk«Lu«L8io n. der diß
- Königreich an sich gezogen, um das Jahr 951. sehe, beängstiget; weswegen sie OIIOdlL^i zuHülfferuff»
- te. Dieser ergrieff die Gelegenheit, und ließ sich nichtnur, zu Beförderung feiner praerenlion an diese Lan-
l öe, tnir 2ldell)eid in ein EHe-Verbündniß ein, son-t dem zwang auch liLkLnoaxivöl durch den Hertzog von: Lothringen «Lkoi.vr.1, seinen Schwieget'.Sohn, daß' er nach Deutschland gehen, und sich dem Käyser fuß-' fällig unterwerffen niuste. b)
' Doch bey diesen Uniständen ward 01101811 fein ei-' gener Sohn rvooi.i>ttvs, Hertzog in Schwaben, aus.fetzig, weil die eroberten Länder Friaul und Verona zu'Bayern geschlagen wurden, welche doch dieser gerngehabt hätte. Er fiel demnach in Bäyern mir feinen
> HelfferS-Hclffern dem Ertz-Bischoffe zu Mäyntz ?»i-vrklco und seinem Schwager cou»/tvo aus Lothrin-gen: sie sahen aber bald, daß ihnen die Käyftrtlche
> Macht überlegen war, und baten um Pardon, wel-cher ihnen auch gegeben ward ; doch verlohrcn sie ihre
! Länder, und Schwaben ward an Lviectt^«vv>r, Gra-! fen von Helffensiein, welcher des Hertzogsi in Bäyern Eidam war, Lothringen aber an ekvnonLdl,des KäyserS Bruder, überlassen, c)
» Waö OIIO nach diesen Unruhen in Italien ge-° than, ist aus den Leben dcrPabste zu wiederholen. Da-» mahls nahm er auch den Saracenen Apulien und Ca<-
> labrien ab, und weil der Griechische Käyftr
i 8VS die Braut o-rrom; li. als seines Sohnes, nichtwollen abfolgcn lassen, auch die Gesandten OIIO-l d!l8 schimpflich waren trackiret worden, fiel er glcich-
> falls den Griechen in Italien auf den Hals , undschickte ihrer eine gute Anzahl mit abgeschnittenen Na-sen und Ohren nach Constantinopel« 6)
Bald nach seiner Zurückkunffr aus Italien starb eczu Memlebcn , und ward zu Magdeburg begraben.Der letztere Ort, welcher sonst nur eine Festung nebsteinem dabey gelegenen Dorsse gewesen, hat seine Auf-nahme diesem Käyser zu dancken, welcher auch dasErtz-Stifft aßhier anlegte. Seine anderweitige Stiss«klingen sind die Bißthümcr Havelberg, Branden,bürg, Posen in Polen, Meisten, Zeig und Morst,bmg, wiewohl einige darunter schon von seinem Va-ter angeleget, von ihm aber erst in Stand gesetzetworden, e)
Gleichwie nun diese Stisstungen, wie nicht wenigerdie Häuffig aufgebrachten Reliquien in den neuen Kir-chen , 5) die abergläubische aeuoüon dieses KäyserSnicht verbergen können: also war es auch eine über-
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b) K861NO !>n. 9ZI. 81LLLM1V8 s-i 954.VI1!^KV8 Ol)It.Oke! il> ras -xuö LL-
d.'ILtV!i 1 -,ik. leü. 1 am. 5 . c ) 8I6LMK1V5 sc! sn. 952 .VIHKIdMV!). ^VLI8I11I0V8 Nb.4. U) cV^Ok^.L8. 6I.ic^8. cLVKLt9V8. LOX'/^?.8. LL80I.VV8.e) XAKILKKIV8 Lckrtküsburßenlik. ^181141 MeißllijcheLand - Chronick. OI1'XlL8V8. k) §1LLLLK.I v8. vbl-chlL^VS. LLK0N1V8 »S L. c. 969.