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Kirche» - Historie Neue- Testamentes
OHngeachtek der in dem I. Capitel dieses 8ec.ange-merckten Bekehrungen waren doch in allen daseist be-„enneten Ländern noch meistens Heyden anzutreffen,wie von den Russen, Bülgarn, Ungarn, Z- undandern mehr berichtet wird. l>)
Wie sehr sich die Heyden vor der Erkänntniß deschristlichen Glaubens gehütet, zeiget das Exempel derSkadt ^julin, oder HVsUin in Pommern , welche indamahliger Zeit eine der gxöffesten und besten Handel-stadke in Europa gewesen/.darinnen allerhand Völckerihre besondere Gaffen hatten. Der Magistrat: derseKden nemlich stellete ein Gesetz, daß jedermann bey em-pfangendem Bürger-Rechte schweren musie, keinWort von ^er neuen Religion, wie sie die christlichenenneten, zu gedenckcn, damit ihr Heydnischer Götzen-Dienst ja nicht gestöret werden möchte, c)
Ein Muster der Hartnäckigkeit im Heydenthume mit-ten unter-den Christen war die bsßhaffte Fürstin inBöhmen Gemahlin. Diese
gab zwar immer vor, sie wolle sich tauffen-lassen,schmeichelte auch ihrem Herrn, und den christlichenStänden gantz ungcmein, bis nach kurtzen
Jahren Anyo 916. das zeitliche gesegnete, da sie dennihr gegen das Christenthum verbittertes Gemüthe durchdesto grausamere Zeugnisse an den Tag legete. Siemästete» sich-Olso in, Nahmen ihrer Printzen vveuce;
und 8oi.eD..Li. nicht- nur/ des Regiments an, son-dern wolle auch sogleichchas Christenthum abgeschaffetwissen, und bcstellcte zu Präge, einen Heidnischen Stadt-Vogt, welcher die Christentum-der geringsten Ursa-chen willen hinrichten lassen muste. Es kam aber dar-über zu Schlägen, daß das Bluc stromweise durch dieGassen liess, und die Heyden: den Kürtzern Zogen»Bald darauf kam auch vveuck5l.ävz, wxlchewÄS eingrosser Liebhaber des Christenthums bey seiner>Groß-Mutter, der.H. , war auferzogen worden,
setzte die Mutter von der Regierung ab, und halffda-mit dem gedrückten Christenrhume.wieder. auf dieBeinx. ci)
-IX. !
Was hat man von dem Zustande der Mn-hammedaner zu mercken?
Die Califen zu Bagdad, mit deneu es nun der-maßen auf die Neige kam, daß sie zuletzt von aller bis-herigeu Macht weiter nichts als den Titel übrig hat-ten , waren folgende r
ttchl, oder d4VLIE8 , bis 907. Zu seinerZeit giengen schwere Kriege zwischen den Musulmän-nern und Karsmiten vor, welche letztern sogar dienachklecca reisenden Carayanen anfielen, ja endlich selbstdie Heilig geachtete Stadt eroberten und den schwär-
tzen Stein, welchen die Musulmänner mit grosser An-dacht verehreten, aus dem Tempel räuberen. HLl^k^ss, oder lckVLI'^OI1<V8 pcs vorigenBruder/ biS ^ry.-Er ward zweymahl ab-und wieder-eingesetzet, t') woraus, leicht zu erkennen, wie es da-mahlen bey den Saracenen zugegangen seyn müsse.
oderdes vork-gen Brüden Weil er mir seiner Mutter sehr übel!umgieng, ward er vom Throne gestossen, und starb in>Höchster,Armuth, g)
oder , des vorige»!
Bruders Sohn,' war der letzte, welcher die Gewalteines Califen in Händen harte. Das SaracenischeReich befand sich.zu seiner Zeit gantz zerrissen undzer-!streuet. Einer hatte sich hier, Verändere da zum Herrnaufgeworffen, und nenneten sich Könige, wenn sieauch,nur cinecintzige Stadt besassen. Dem Califen selbstwar, fast michts mehr als übrig geblieben. Jn-idem nun/,k(L^L»i8 den verfallenen Zustand des Ca-lifats betrachtete, und keinen geschickten Vezier dem-selben aüfzuhclffen bekommen konte,/so ließ er Anno9Z5. den Sohn «»ilci, welcher zu
herrschete', zu sich kommen, und bestelletc ihn zum 6e-nerfiltssjMo wie auch zum obersienRegenten deöReicheS. tSeint der Zeit sind die Veziere . zu Bagdad abgekom-men und haben diese LenersNlkimi.alle Gewalt in Hän«'den gehabt, daß die Califen nichts mehr als den blos-ftn.Titel behalten, K) weswegen, ich auch nicht nöthigerachte die übrigen, so-in diesem Zeculu benennet wer-den , ins besondere zu bemercken.
-Überhaupt war eine grosse Uneinigkeit / in demSaracenischen Reiche anzutreffen. Die Latimidey,deren Nahmen etwa um das Jahr 910. gehöret wor-den, und von Muhammeds Schwester, des
zi-i Weibe, Herzuführen ist, widerstunden den Adas-siden aufalle Weise, und gaben sich vor Nachkom-menches^-l>,,' des Sohnes ^vnrau,;, aus. Sie Hcrr- jMeten ln Africa ^ bestiegen endlich unter nv^rro den/Thron von Egypten, und nenneten sich Califen, wel«cheMikül sonst biöhcro nurdieAbaßidcn gefühcet Hat-ten. Miesen waren wiederum die entgegen»!
In Persten behauptete rEvLwisv; die Crone, und!machte damit des Persianischen Califats ein Ende.!Anderer Unruhen,: Ungleichen der schweren Kriege, so'dabey geführet worden, zu geschweige«, i)
Im übrigen bezeigeten die Araber und insgemeinalle Muhammedaner dieser Zeiten eine grosse Lust zueinigen brulli» » sonderlich der Poesie, Historie unddlarkemalic. /Unter den Poeten nennet man L1V8Ll-dlVil»^welcher wegen einiger Verse, so von der Ver-einigung der beyden Naturen in Christo zu handeür!schienen, zu Bagdad aufgehencket worden; ^LVkAklA-8Vd1, welcher von der Geduld geschrieben; LöV Al-lden Sohn nvcl.Ls, und andere, ir) Von IliKoric»
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lpecim. p. 148 - keqr;. 5) Ll.L1^L1diV8, x) läem.
b ) ISem. i) l.LVk>ici.^VIV8 bikt. Mufulmena.
KV8 in Kilt. 8,»cen. coaf. tlOI I2W6LKV8 5ec. lv. seck.2. 8l.L1^cH4V8 x. 181-021.224. 2SZ. <k«.
Was hat man von dem Zustande dcs Heydenthums zu mercken?