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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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Xl. 8ecu!um. I. dip. Von den: den Lchrern in Occidentr,

Es hatte sonst 6 M 60 KIV 8 einen scharsfen undfeurigen Verstand, war dabey aufgeweckt, unerschro-cken und durchtrieben. Sein ehrgeitzigeö und tyra».nisches Gemüthe kau aus dem vorhergehenden bereitegeschlossen werden, ist aber durch seine sogenanntenOiölsrur oder Aussprüche noch mehr zuerkennen. Sol-che sind folgende

1. Daß die Römische Rirche von G<!)tt alleingegründet sey.

2. Daß der Römische pabst allein von rechtswegen der allgemeine Bssclwff heisst.

g. Daß sein Gestrndrer auf den LOdlLIüH 8 denVorsitz vor allen Bischöffen habe.

4. Daß der pah st allein die Bisthöste abseyenund wiederum zu Gnaden annehmen könne.

5. Daß er auch die abwesenden abseyen könne.

6. Daß niemand mit denen Personen, st> vonihm in Bann gethan worden, in einem Hausebleiben dürste

7. Daß der pabst allein die Macht habe, nacherheischender HFlothdurffc der Zeit neue Gesetzezu geben, neue Völcker oder Gemeinen zu ver-sammle», aus einem C-mcmwrü - Gtistce eine Ab-tey, und wiederum aus einer Abrey, ein L-uroni-

2;. Daß ein Römischer pabst, wenn er Cano-niscl) orüinirer worden, durch das Verdienst percri gany ohngezweifelt ein Heiliger würde.-

24. Daß die untern auf sturen Befehl und Er-'«laubniß die obern anklagen dürstten.

25. Daß er auch ohne einen 8ynoü>..m Bisthösteabseyen, und mir der Rirchen versöhnen könne.- 26. Daß derjenige kein Lscboiicu; sey, welchernicht mit derRö misctMn Rüchen eins wäre.

27. Daß er die Unterthanen der Gottlosen vondem. Eyde der Treue loszählen könne, m)

Aus diesen Sätzen leii'chrek die abscheuliche Hilde-brandinlsche Theologie, und der Grund der Pabst-Monarch ie, welche dieser Apostel, des Satans hiermitbeftstigen wollen, einem jeden Verständigen, gar leicht-lich unter Augen. Man darss sich also nicht wun-dern, daß aus solchen ,u:gewöhnlichen kckaximeU', de-ren sich keiner von Hildebrands Vorfahren so aus-drücklich angemaßet, n ) solche ungewöhnliche ll-utec«nehlnungen geflossen. Gleichwohl sind dieselben, auchvon den Nachfolgern Hilde brands vielfältig undmöglichst beobachtet worden, ohngeachtet sie nicht we-nigen so neuerlich vorkommen, daß man dergleichenDabsic mit dem Nahmen der Hrldebrandinisthen.

cai Grifft zu machen, die reichen Bißthümer zu Gecte zu belegen pflegte. o)theilen, und die armen zu vereinigen, ! ^ Übrigens ist merckwürdig, daß man sich um den Au

8 . Daß er allein die Reichs-lnlHm«, fuhren könne.9 - Daß allein des pabsres Firste vorr allen Für-sten geküster werde!: müssen.

ic>. Daß nur des pabstes Nahmen in denRir-chen gcnenner werdcir müste.

er. Daß kein anderer, als er, den lähmendespabsics fuhren dürste.

i2. Daß er allein Macht habe die Räystr ab-zufetzen.

1?. Aaß er bey erheischender pfothdurffr dieBisthöste von einem (One in einen andern verse-tzen könne.

14. Daß er in allen Riechen Geistliche orchmren könne.

1;. Daß derjenige, so von ihm oi-amirer wor-den, auch andern Rirchen vorstehen, aber-vonkeinem andern Bischoste einen höhern Grad er-langen könne.

16. Daß kein allgemeines Concilium ohne sei-nen Befehl gehalten werden könne.

17. Daß ohne scinAnsth. n und Ausspruch keinCapitel oder Buch vor Canonisch gehalten wer-den könne.

fang dicsts 3 ec,üi mit einer Rede getragen: Es stynunmehro die Zeit vorhanden , darinnen derMensch der Sünden, und das Rind des Ver-derbens , nemlich der Antichrist, werde offenbarwerden; p) welches denn au. Hüdebranden , alsgleichsam dem Mitttl-Puncte derÄntichristifthen Krafftund Boßheit. zur Gnüge erfüllet worden..

Seine Gchristten sind

1. kUpiUvi-rum Über X. g

2. L'xp< 6ii» in VII. ktrlcnvr poenseenrisles > Welche VVN evlügen tzretzoriv L-1. voo andern diesem 6reK«ri» VII. zu«:geschrieben werden.

z. Ilxpoliii» tlisscr LlLlckr»«um, welche noch im Xlrnulcrixrs,verborgen, r)

vloroK kli.

Pabst Anno 1086. den 24. May bis 1087. den 15. Septzund

CbLKIML (lll.sPabst Anno 1080. bis rrov.

Der erstere war ein Fürstlicher Printz von 8-neueure^undnachmahls unter denr augenomnienen Nahmen ve.5ioi-iiil,d»erzuvor vLvrrolvs hieß, Mönch, undio;6.Abt im Kloster Cszsino, oder,wie es auch genemicr wird,-

18. Daß sem Aussprnch von niemanden dürste ^o^2chn.uicoi.>vx II. machte thu Anno 1059.. zumwiedersprochrnod.r arfuehoben werden; er aber

allein könne alle Aussprüche vcrwersten. Tob -Bette zum Pabstthume»

19. Daß er von niemanden könne geurcheller D^ M"'" ^hl ccn.hn anch M obangeze.gter Z.ett,

er blieb aber ru jemem Kloster, bis rhm der angcstcste-

2°. Daß sich niemand unterstehen dürste. die- 5 so viel zuredete,

jcnrgen zu verdainmen, so an den Apostolischen! " ^ ^ __

Stuhl appLiiircn.

21. Daß alle wichtige Sachen einer jeden Rü-chen an ihn müsten gebracht werden.

2-. Daß die Römische Rirche niemahlengrirrec habe, noch auch irren werde.

m> LEOI 9 IV 8 -ü ä. c. 1076. OV kldl 'I'»w. 8 k. 2.p. 69. n) OlXVkttkttVL ysdividttvs in vik- 6KL6O-irn vn. 0) /(VLdll'Iic.tz'S IL.5. p> g/iktOdttVK »ck

K. <7. IOSI. q ) Kxr. in LlnIIeS. Concil. ü/.KDVHeir) LLVL bist. Iirc. LrHc. ccct. jg. zzz.