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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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XI. Lsoulum. V. Oap. Don dem äusser!. Zustand der Kirchen in OccMttL-

berholen, Man mercket nur noch, daß die Papisten stund ihr nicht das geringste zu, und hielt sie noch«

das Griechische 8clu1ma sonderlich gleichwie kUO IM,ulso diesem OLK.VI.AgIO beymessen.

Von dem dreyfachen 8OH>8blL'1'L der päbste,«nd andern, kan mau im. ersten Capitel gnugsameNachricht.finden.

Das V. Capitel

Von dem äufferl. Zustand der Kirchen.

I.

Was wird in diesem Capitel vorkommen?

Zwey Stücke

, Der polnische Zustand in diesem 8eculo.

2. Die Verfolgungen, n

Wie war der Politische Auftand m diesem8ecuIo beschaffen?

Man nimmt wiederum zwey Stücke vor sich

1. In was vor Handen das politische Regi-

ment gewesen.

2. wie es sonst in diesen Zeiten zugestanden.

m.

' In was vor Handen war das PolitischeRegiment?

Man mercket

i. Die Rayser im Orienr.

s. Die Rayser im Gccidcnk.

z. Die andern vornehmsten ch ristlichen Regenten.

IV.

Was vor Kayser haben im Orient regieret?

48. K.O.V1LNV8 II.

Käystr Anno ror8. bis 1094. alt 46. Jahr.Anfänglich den war diestrKäystr,von dessen ErhebungaufThron bereits bey dem vorhergehenden gedacht wor-den, gar gütig und mildgebig. Er beschenckete dieKirche zu Constantinopel, wolte dasLilelengium nichtleiden, und erliß vielen die reichenden Stcuren» Alser aber gegen die Saracenen einige mahl eingebüßethakte, ward er geitzig, und entschuldigte die harten

und Klöster davon soltenaufgebauet werden.

Doch wie er sich durch solchen Geitz verhassek machte, also gab er vor Geld-Begierde nicht Achtung,was ihm von seiner Gemahlin rrm vor Unglück zu-wachsen würde. Denn weil er diese wegen ihrer Umsruchtbarkcit verächtlich rraöchcte, hengctc sie sich aneinen Cammer-Herrn, und schickte ihren Gemahl durchGisst ins andere Leben, r)

49. IV.

Kaystr Anno roz^ bis 1041.

darzu in Betrachtung ihrer obigen Untreu unter derrAufsicht verschiedener Personen gleich als gefangen.

Die Bulgarn fielen von ihm ab, weil er an stattdes Gckrcydes Geld von ihnen zunr Tribut forderte,,doch wurden sie bald wieder zur rnildn gebracht. End-lich soll ihn der Teufel, oder vielmehr fein böses Gc»wissen, wegen des Mordes seines Vorführers so ge-plaget Haben, daß er seine Sünden zu büssm ins Klo»stec gieng.

Sonst that er ein gutes Merck, dass er den Geitzdes Ertz'BischosfS zu Thcssalanich unter-

suchte und bestrasste. Dieftr hatte sich vom Antrittseines Ertz-Bißthumö an gewegert, der Clcristy dasihr zukommende Getreyde zu reichen, daher sich diesLbillich darüber befchwerete. schützte seine

Armuth vor, aber der Kan st r ließ nachsuchen, und fan>Centuer Goldes bey ihm, von welchem er den!LIcricis den Wehrt des GckreydeS bezahlete, das übri-ge unter die Armen vertheilete, und den geitzigenPsaf»ftn absetzte, s)

5O. MOALLL V.

C^i.L?»^'rLr

Kaystr Anno 1041. regieret 4.Monat.

Er war des vorigen KäyserS Schwester Sohn>.miKbekam das Regiment durch die vcrwittibte Kanseriwloeu, welche sich Alters Halben darzu untüchtig schätz-te. Doch kvllOkgLLL gab ihr schlechten Danck, undsteckte sie ins Kloster, wolte sie auch gar inS Elendverweisen, wenn nicht das Volck einen Aufstand ge»macht, und ihm die Augen auögestochen hätte» b)

51 . c 0 dr 8 ^^r?i-i^V 8 ix.

i>ic.mn^^c»v 5

Käystr Anna 1042. bis 1054»i Die Käyserin rox erwähleke ihn zu ihrem Gemahlund dainit zum Käystr. Wiewohl er konte mit der, alten Käyserin nicht zufrieden seyn, und Hielt sich Ton-yubineu , führete auch sonst ein gar lafterhafftes Leben»Erhalte mit verschiedenen Rebellen zu thun, son-derlich mit seinem General welcher 2 lpullen

durch Hülffe der VTormänner behauptete, aber bald

Auflagen mit dem nichtigen Vorwande, daß Kirchenlch Lviro umöLeben kam, und damit erstgedachte Pro

vintz den Normännern m die Hände fpielete.

Sonst war er nicht unglücklich gegen die Roxola-ner und BHßnier , gab aber den T-ürcken Gelegen-heit in die Grentz. Provintzien einzudringen, weil erdiese, ferner Verschwendung ein Genügen zu leisten,mir vielen Schätzungen bekegetc, und sie dadurch ent-kräftete, daß sie sich den Feinden mehr gehörig wie»versetzen konnten, c)

52. LM0VOKLKäyserin Anno »054. bis 1056,.

Kärger Anno 1094. bis 1041. t .- - .

Das war der obgedachke Cammer-Herr, welcher! Sie war der Käystrm roe Schwester, und regierctt».r. e - 2-r, b,'<i L »kve» sank rukia. ä >

dmch die Käyserin auf den Thron kam» Diese meynete, sie wolte einen solchen Gemahl an ihm Haben,»er ihr unterthänig wäre, und ihr das Regiment nachihrem Gefallen lassen würde. Allein KUOktLLO ge>

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die kurtze Zeit bis au ihren Todt gantz ruhig» ü)

5Z. Ick!»

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