Buch 
Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
JPEG-Download
 

n84

Kffchen-Hlstarie Neues Testamentes

als ein rechtmäßiger König angenommen und gccrö-net, also/daß sich auch der Printz rnü.vKvs, so sonst dernächste Croii'Erbe war, tubmunrere.

Nachdem er gewahr worden, daß die Engelländer zuNeuerungen und Aufständen g>rr geneigt ivären , be-schnitt er ihrem Mukhwille» die Flügel auf alle Weise.Er hob die meisten alten Besitze auf, mrd führeke dieNormannischen ein/ legte auch gross Schätzungen auf,»rahm das Gold uiidSilber aus den Klöllern zu sich,entzog den Städten, Blßrhümern und Klöstern die bis-hörige Gerechtigkeiten, und untersuchte aufsgeuaueste,wie viel ein jeder im gantzen Königreiche von Ländercyessbesaß, damit die Steuern davon um so viel richtigermöchte» abgetragen werden, wovon das hierüber ver-fertigte Buch Ooomrciaybocch genannt, so in der Kö-niglichen Schatzkammer befindlich, noch Zeugniß ge.be» kan.

Zu seiner Sicherheit legte er den Tower zu Londennebst andern Vestungen in den Provlntzien an , und!befahl um 8-Uhr alles Feuer und licht in den Häusernauszulöschen, worzu er eine gewisse Glocke läuten ließ,welche man Louvi-e- keu nennete, und regierete, wennden alten Scribcnten von der Cleriscy Glauben beyge-messen werden soll, fast tyrannisch, worinncn ihn aberdie neuern Scribcnken entschuldigen, r)

Indessen konte sich VVH.kZlL1.XiV8 doch nicht sowohlvenvahren, daß es nicht Rebellionen hätte setzen sollen:doch überwand er sie, wie auch andere Irrungen in derRormandre mit nngemeinem Glücke, starb endlich zuKonen, und ward zu Lacn in der StephanS>Klrche,soer aufbauen lassen , begraben , von welchem allen diePolitischen Geschicht-Schreiber ausführlichere Nach-richt gebe« mögen,«)

VV11.ttLI.b1V8 II.

« VkV5

König Anno io88- bis r 120.

Sein rothes Haar legre ihm den Zunahmen bey.4Fonst war erdeö vorigen V VtI.IgLI.lvtt jüngerer Sohn,und ward von dem Vater im Testamente zum Nachfol-ger in Engelland verordnet, weil der ältere KOLLKIV8dem Vater viel rebellische Händel gemacht hatte, wes-wegen er sich milder Normandie, so er schon bisher be-festen, begnügen muste. LosLxrv; wolte sich zwar sper-ren, allein VVU.bIItt.b1V8 war ihm zu mächtig, daß erder Crorre renunciirm, und ihn: noch darzu einige Städ-re in derNormandie abtreten muste. !

In Engclland schaffte VVlLttLl.b1V8 die scharffen!Gesetze und Auflagen des Vaters ab, und rccommen 'öirete stch dadurch gantz ungemein bey seinen Untertha-en. Ferner züchtigte er den aufrührrsehen Könignäi.coL>'ivn in Schottland, und brachte die gantzePro-vintz WalliS unter seinen Scepter.

WaS er vor Händel mit LicxxrLio und dem PabsteHchübr, ist bey denr Leben des erster» angeführet worden.

-q) Xt/v1.X1L8LVtttM818. 1d10Vl.?ttV8. r) OKOL-MOV8 VI VtVI.18 I.b. 4. tt'om. l. 9. 26'. r) 81

ML.OdZ VV7ZLI.X1. 1d16VLkttV8. LLKKL7-.DVRIM818. ttVtvttttdlOOOX. KOOKK. ttOVLVLdiV8^E8. Llii.

Er ward auf der Jagd ohngefehr mit einem Pfeile ge-troffen, und muste ohne Erben sterben, c)

In den übrigen christlichen Reichen.

Die polen konten sich mit den Bobinen nicht ver-tragen. Der Polnische König LOI.L8l.?eV8 sitttkO-kitt, welchen man insgemein vor den ersten König inPolen angiebt, nahm den Böhmischen Hcrtzog «ouez-IN. Anno ! 006. gefangen, Utid ließ ihm die Augenauöstechen, eroberte auch Prag, welches doch Ulrich,des Böhmischen Hertzogs Bruder durch Vorschub desKäyftrs «rumor mit List wieder einbekam. u) Eben die-ser Polnische König unterwarff sich auch die Neusten,Pommern und Caffuben , bekriegte Anno 1012. dieSachsen, und erstreckte die Grentzen seines Reichesvon der Elbe bis an den Dni'eper, gegen Mitternachtaber an das Baliische Meer , wie er denn an solchenGrentzen an verschiedenen Orten soll eiserne Säulenzum Merckzeichen haben aufrichten lassen, x) SeinSohn nic5l.> ward von dem Käysir LOtMAOO II.aus dein Besitz des Königreichs gefetzt, bis er sich dem-selben iubmncirete. 'Nach dessen Tode führcte seine Ge-mahlin die Vormundschasst über ihren Printzen L--6-miram,ward aber, weil sie als eine gcbohrne Pfaltz«Gräfin bey Rhein die Deutschen den Polen zuwiderhegte, auöaejaget, und bey der Gelegenheit kam ihrPrintz Cafrmir Studierenö Halber nach Franckreich,und ward ein Mönch zu (ttngnv; wiewohl ihn nach-mahls die Polen zu ihrem Könige berufften, und darü-ber dem Pabste dieDinge eingehen müßen,davon obenbereits Erwähnung geschehen. Dieser verlegte baSSchlcsischc Bißthum nach BreSlau , welches sonsterstlich zu Gmsgra, hernach zu plt-chen gewesen, y)Ihin folgere sein esohn llOl.L81.^V8 tl. der Rühmeoder Grausame, welcher den Bischofs svL^-iri-Lv^ zuCracau, der ihn wegen seines gottlosen Lebens erinnerthatte, vor dem Altare ermorde» ließ. r)

In Ungarn rcgieretc zu Anfang dieses 8eouIi der H.8VL?bIAb!V8, welcher den christlichen Glauben , wiemehr gedacht, in seinem Lande vollkommen cinführcre.Der Käyser und Pabst erkennercn ihn zuerst vor einenKönig, s) Ihm folgte seiner Schwester Sohn ?L-1KV8, welcher wegen seiner Unzucht, da er die vornehm-sten Weiber mißbrauchte, und weil er die Ungarn we-nig achtere, hergegen alle Aemter mit Deutschen besc-here, aus dem Lande gejaget, endlich aber vom Käyserttk-dkKILO III. wieder eingesetzt ward, wiewohl ihm dieUngarn doch noch die Augen ausstachen, woran er ster-ben

r) ttk-X'K. ttVdHldlOVOde. OVII.tttt.tvl. X1HI.X1L8.3VK- L^VXIL^VL. ttOVLVMV8. kttVI rtt/VLV8 vt^8tt-XlvdttV8 ttLKlLI8!818. 81X1. VV^t-I.Xl. POLItl). VLKOl.VIV8 >ib. is.I.bkKLI' lM. <j'w>gl-t-rre1,'k>m. 1.9.291. le^.u) ^LI8Lb8 8^I.V1V8 kitt.kod.c. 17.6:^. x) Oll X1/ZKV8!ib. 4. L 5. OKOdlM. in Okrsn. 0K.-ttvtttL1V8 VV-n^j. lib.2.c.z6.VV1??0 »äsn. IQ24.DVKKLVIV8 Iil>. 6. ttAkH-lkdlOLtt äc poloni-lib. l. IZVOI.O88V8 bitk. ?»Ion. Alil.>/c.KOX1MV8.X1bHNIL8 s XllOttOVIb Okron. Poion.liL.s.c. I Z. 801110^V81V8lib. I.c. 14. 2) OV01.O88V8in 1.-8s,tt-> 8.8Hdtt8k,äI. XMH1ttL8 -> XHOttvVI/i lib,2.0KVX1LKV8/c!>i. s) 00I.XttVttdIV8 m vir,. 81'LkttLdil.