Kirchrn. Historie Mrurs Testaments
hin fielen, wobey die Säulen und Kasten sollen geschwi l gentlich anstehet, so ist es ein rechtes Blut.8ecu!um,
tzct haben, als obste mit Wasser begossen wären, vielleicht das Elend der Menschen gleichsam zu beweinen.K) In Engclland mustcn Anno 1070. die Menschen ent-weder sterben, oder sich selbst unter einander fressen. I)Pest und Hunger war Anno 1094. in Franckreich undDeutschland so groß-daß die Annen den unbarmhertzi-gcn reichen Leuten die Häuser anzündeten , und sie be-fohlen , wie sie wüsten und konten. m) Eben solche
worinncn Menschen-Vlut wie Wasser vergossen ward,welches vielleicht solche Blut. Zeichen den blutgierigenMenschen Haben zu Gemüthe führen sollen.
Andere schreckliche Zeichen am Himmel, da baldFlammen als grosse Säulen mit Krachen von, Him-mel fielen, bald feurige Pfeile durch die Lufft flogen,bald der Himmel zu brennen schien , und mehr derglei-chen, mag man bey andern lesen, f) Gewiß gung ist
es,daß derFeuerbrenncnbeZornGOttcö überdieWelterhitzet war, welches ein aufmercksamcö Gemüth in denUmständen dieser Zeiten leicht von sich selbst wird fin-
den können.
VI ll.
Noth bedrängte die Morgen-Länder, allwo die Heu-schrecken alles dermaßen verwüsteten, daß sich die Leukc an andere Orte begeben musten. n) Ja , es sturbso viel Volcks vor Hunger, und an der dabey mit ein-fallenden Pest, daß dieLebcndigen die Tobten nicht ein-
Das Meer und andere sVasser ergossen sich zu groß Asts M6N L>i?N Vel'ftstglMstM M dls/slN
sem Schaden der Menschen und des Viehes, p) Mau, 8ecuio UNHlttMl'csm ?
litte an vielen Orten erbärmliche Feuers-Brünste,- Jerusalem ward der Christen Kirche Anno 1012.rngleichen thaten die heftugen Sturnn-tVmde nicht Egyptischen Sultan zerstöret, und die Prie-
wemg Schaden, g) Es ereigneten ,rch hefft.ge Er- herschafft ar-sgejaget. g) '
D-r Kömg in Uns-rn w-lt-in s-m-rb-s.
»ach« r-«-E«,
no rcz;. wodurch füllst' kleine Städte verschlungenworden; r) wiederum in Deutschland Ao. 1065. inEngclland Ao. 10x9. und anderer Orten, u)
Es wurden mancherley Ungeheur zur Welt gebracht,ohne Zweifel den ungeheuren Zustand der Welt zu be-mercken. Zu Constantinopel ward ein 2 xnc.de mirZiegen-Füssen und nur einem Auge auf der Stirnegebühren, x) In Sachsen sahe man zwey Zwillin-ge, deren Mäuler wie Schnabel gestaltet , und dierechten Armen wie Gänft-Flügel waren. Am drittenTage fiengen sie an einander anzulachen, der Stadt-Schultze selbigen Ortes aber ließ sie umbringen. y),Eszeigeten sich ferner Schweine mit Menlchcn- 2 xopf-fen, vierfüßige Hähne , und dergleichen andere
chc Leute bestellete. b)
Als die Ungarn, welchenoch vielfältig heydinsch wa-ren, die Crone Andrea antrugen, verlangten sie, daßdas Heydenthum wieder hergestellet werden möchte,welches Andreas auch verwilligte, damit er sich durchihren Beystand desto leichter auf den Thron schwingenkönte. Das Volck nun wandte sich plötzlich vomLhristenthume ab, fiel Kirchen und Priester an, raub-te , plünderte , und tödtete nach Gefallen , worüberauch einige Bischöffe umö Leben kamen. So bald sichaber Andreas auf dem Throne befestigt sahe, gab erein scharstcs Edick gegen das Heydenthum heraus,undmachte der bisherigen Verfolgung ein Ende.»)
Die wichtigsten Verfolgungen erregte der Römische
und
kronstra mehr. r) . Antichrist so wohl gegen alle Zeugen der Wahrheit Über-
Von andern außerordentlichen Begebenheiten m der h ^ welchen man als mit Ketzern aufdas bitter-Natur wird noch gar vielerzehlet. Um den Anfang ^ verfubr, als auch insonderheit gegen die Deutsche
beweibte Clcriscy. Den» so bald die gottlosen Bcfeh-le des PabstcS gegen die Priester-Ehen heraus kamen,
dieses 8eculi fielen den Leuten Blurs - Tropssen vomHimmel auf die Kleider, s) Man sahe Anno re,io.gantzer 15. Tage Blut aus einem Brunnen quelle».^)Die Sonne und der Mond sahen wie Blut aus. c)JnEngclland gab zu den Zeiten wieuxer-rk «vr, eine Quel-le ?. Tage Blut von sich. 6) In Aquitanien regnete«ö drey Tage Blut, welches, wenn eö aufdie Hanr derMenschen, oder auf Steine fiel, sich nicht «bwaschcn las-sen wolte. c) Und gewiß, wenn man diß 8ccvlum ei-
K) y 8C01V8. m)ckkv-
nic. Lrsünens. üb. 4. c. H. n) 20d^!i^8 - Z. v ) Ibiä-
x) ?- II- l 6 - 2 OI 8 I^ke?i 8 t. c. g) Ibiä.
r)8!6KLLK^V8. 8) I.ELLKI'. 8ctt^?x^L. r) ck-VKLdIV8. u) Viä. ttOm^6k,KV8 U. L. 5 -c. il. tcöt.I. P.225. 8-ner-l, 26. 7) ckron. 8sx.
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ItV8 l.c. p. 2:7. L) Lbrun. dtsxäeb. b) l.irt 708 I'ItkdeL8.
?L^I8. p. 5Z. c) cliron. Xt-xcl-l,. 8.^xllH.l>
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wolte der genieine Pöbel keinen Priester mehr gehör-chen, sondern spotteten und plagten dieselbe auf alleWeise. Ehe man die beweibeken Priester woite tauf-ftn lassen, so tauffte ein jeder seine Kinder lieber selb-steil. Den vecem, so solchen Priestern gehörete, ver-brannte man. Das von dergleichen Priestern gesegne-te Sacrament ward mit Füssen getreten und verschüt-tet, ll) und zu solchen Bosheiten war der H. Vaterzu Rom der Urheber, wie oben umständlich gezeigctworden.
Von andern Unruhen, so der Pabst angefangen , istsonsien schon gnugsame Meldung geschehen-
Das
5) denturisr. ^lsAlieb.k) äVKNHdiV8 !i!>. 5.^act »a. 1074»
I. c. 8) 20d^k^8 i om. z.i) läem ch-ä. ll) 8IOLLL!i'rV8