XI. Seculum. VII. e,p. Von den Neben-Sachem-
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rrooo. und sonst in Deutschland fast unzähkiche ge-schlachtet worden, x)
Der stutzige Bischofs zu Speyer war so christlich/baß er die flüchtigen Juden aufnahm, und gegen ihreVerfolger schützete / bey den andern Bischöfen aberfunden sie keine. Gnade , wenn sie nicht Christenwurden, y) ^ .
Gleichwie aber diese blutigen Tragödien GOtt un-möglich gefallen konteu, also kam es den blutgierigenVerfolgern mehrenthcils wieder/ wie man redet,zu Hau-sc und zu Hofe. Der Priester Gcutschalck, so mitseinen 15000. Creutz.Fahrern in Deutschland ziemlichunter den Juden aufgeräumet hatte / that auch derglei-chen in Ungarn, ward aber dabey nebst seinen Leuten somuthwillig, daß auch die Christen beraubet / und ihreWeiber geschändet wurde»/worüber die Ungern Gott-fchalcken und die meisten von seiner Suite todt.schlugen, r)
Die Ursache/warum die Creutz-Fahrcr so übel mit
p»L 5 l, und Isirac der Sohn Baruch zu merekeu.Der erstere war das Haupt der vertriebenen Juden iwSpanien, e) der andere aber, den die Mathematischen8cuäis beliebt machten / lebte am Hofe des Königes zuLranacl». Beyde stunden gegen einander in der grossfesten Feindschaft bis an den Tod des letztem, welcherseinem Sohne auf dem Sterbe-Bette befahl, sich mitdem erstem auszusöhnen/ wie auch geschehen, t')
z. Die berühmten Massrekhenl^LLdltl, und k. KLdl
4. Der falsche I 08 Z?bkV 8 . ein Sohn Ooston, wek»cher das Buch von der Zerstörung Ierusirlem,geschrieben, und in Franckreich soll gelebet haben, t,)
, 5. Der Rabbi 6 i-^ 80 dl, so das Buch vou den In»difthen Satzungen geschrieben.
Überhaupt beobachtet man bey der Gelehrsamkeitder Juden dieser Zeit gar vicl Zänckereyen/ und zumahldarüber, daß die Talmudisten das 8ruckttim der Spva»chen und anderer Wissenschaften verworfen / und bin-
den Juden umgiengen/waren/weil die Juden die Sa- gegen erforderten/daß man allein bey dem Talmud blek*rasenen wegen derCrentz-Fahrtgcwarnek, undvorherochen inüsse. Doch findet man, daß die Juden sicl) solchenzu der Zerstörung dcrChristen-Kirche zu Jerusalemviel^Strcit nicht irren lassen, allerley Wissensihafften , son»
beygetragen hatten
Unter den Saracenen im Oriente machte sich diß un-glückliche Volck felbsten schlimm Geschirr/indem es sichdurch Verleumdungen so viel zuwege brachte/ daß die^Aechinalotarchen beraubet, und nebst ihren Verwand,ten gar getödtet wurden, !,)
IV.
Wie hat es um die Religion derIuden aus-gesehen ?
Es sind dabey drey S ücke anzumcrcken r
1. Der Zustand ihrer Gelehrsamkeit.
2. Ihre Schulen.
z. Ihr Rlrch'n-RcZirncm.
v.
Was ist von dem Zustande ihrer Gelehr-samkeit zu wissen ?
Indem die Rabbine» im Oriente in grosse Skrcikig-keiken verfielen/so giengcn ihre Babylonischen Schulennebst ibrernLehrcrn den Lconim beyde» dadurch erweckten Verfolgungen der Saracenen garein/und wandtesich numnehr der vornehinste Sitz der Jüdischen Ge-lehrsamkeit nach Spanien, c)
Von ihren gelehrten Rabbiner, sind die vornehmsten:r. K. ttlOkrttcl von c>c«-lua, welcher Anno ,oz4.verstorben/ und einen (Immmenranum üsserDie fünffBü-cher Mofis hinterlassen, so geschrieben in der Valicani-fchen Bibli-'theck anzucresscn. tt)
2 ZünsfRabdinen in Spaniel,, welche den Nah-men Jfaac führ te,,, darunter sonderlich !8 ^^L /ech
x) kaii. Kitt. ^nßl. p. 25. cONK. V!i8?l-K-
Lk-dett. zenrrsr. in tzck>«lttk.
p. HO. )-) Kitt. lier Inifs k». h. csp. /. n. 6.
r) K 1 VHV 8 in Ck'un. lid. 15.16.-p. PIKlDkUVKt ttri-xkor. 6erm. I*. z. -)V»6, tt()H-II>r6tkV8 U. L f-c. n.1eÄ. 4. k) k. v, 6im, 2«m. O-v. ?. I. p. 52. c) ttO !-HdI6LKVL I.c. ä) LLSdiLLL Kitt. «ttr iir. ck. 5.«. 12 .
derlichdie Poesie/ lvormnen sie die Reimen um diese Zeitzuerst gebrauchet/die Astrologie, und andere/so m vori-gem 8eculo genennet worden, zu cxcoiiren»i)
VI.
Was hat man von den Juden-Schulen Werinnern?
Eben das, was schon angezeiget worden, daß die grosssen morgenlandischeit Schulen nebst ihren Nhrer» ein-gegangen.
VU.
Was ist bey dem Jüdischen Kirchen-Regismmte zu bemercken?
Nichts weiter,als daß die Juden auch in Syanie«Fürsten der Gefangevfchaffchakten/nachderenAnS»pruchc ihr Kirchen-Äsen ttnitzixet wurde.
VI! I.
Was hat man von dein Zustande des Hey-dcntl nms zu merckenk
Es waren noch viel H n in Schweden, Daune»marck, Ungarn und andern znm Ehristenthume bereitsbekehrt.-', Länder» anzutreffen, k)
In Deutschland bli b n noch die tVrnden undSlaven b » ihren, Götzen »Dienste, wie sie denn mPoimnern die Sonne, Mond, Thiere,Vogel, Schlan»gen, Wasser) F.uer und fast alles anbctheten. - 1 ) Die^Vinclelic, vcr-dreken noch zu Käyfer Heinrichs des IV»Zeiten das Glück als eine Göttin, in)
Viele wiechen von dcm angenommenen ChrkstenthU«me wieder ab zu ihren heidnischen Gebräuchen , wieLill llk? die
e) k. 2en-.»ck Osv. p. 1)4. k> loc. cir.
n. »OHId!6ttkV8 i-> k>kii!»l. psK-lv?.
l>) tz.^8V^6tt tac. cn. cl>. 6. i) A»<tem ck. 5. n. 14.I§- k) Ott^V8 VVOttIettV8 wniium. vsn. l-b.6. f »Odt-I'kdr litt. 2.e«r. 2 . III) UOnr^eLkVL n. KÄ. z.
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