Kirchen »Historie Neues Testamentes
mir ihren riooo. Jungfern zu erst aufs Tapet ge.bracht Haben. Sonst sind auch noch -ihreBriefe vorHanden. ->)
Um das Zahr ri?s. stirbt nstv.
Ihrer Geburt nach war sie aus der Grafschaft Spanheim, und widmete sich von Jugend anf dem MosierLeben , wie sie denn in, achten Jahre ihres Alters eingekleidet ward. Mit der Zeit ward sie Aebtißinin dem Kloster 8. Küpen, bey Bingeu am Rheinbundkam wegen ihrer Gelehrsamkeit und Heiligkeit, sonverlieh aber wegen ihrer Offenbahrnngen und Weiss«gungen in grossen Russ. Der Pabst k voruiv; m.nebstdem Heil. «rkxuLkvo und den vornehmsten Prälatenvon Deutschland und FranckreichuiittrsttchteniHrWe.!sen.genau, und da kein Betrug dabey gefunden ward,'gab-man auf dem 8ync,<lo zu TricrAnno n48-äffeM'liches Zeugniß darüber, welches denn die Päbste »«L-sr^5,v5 ,v. und Ävin^^vz iv. bestätiget haben, b)
Ihre Schriftren sind i'
I. Vibonum len reuelLlignurn ükri III.s. Vikz 8. ktvderri konLüori» Liagiorum Ducir.z. p.pilin!« XXXV.I-II. ^
4. (hiLeNioncs »^irl^e.
Hvpoücili rcßulLe 8. Lens^iÄi.
6. kbvticorum seu se revum nrkcir» übn. IV.
welche aber einer andern Hildegard zugehören. c)
VI.
Was hat mml Hvn dee Lehre Lm zwölfften8eLulo zu merken ?
Zwey Srüike:
1. Die Lehre an sich selbst.
2 . Die Ausbreitung derselben.
VII.
Wie war die Lehre in diesem 8ecu!o be-schaffen?
Man siehet
1 . Auf die reine Lehre.
2 . Auf die Fehler in der Lehre,z. Auf den Streit der wahrheirs - Zeigen
gen das pabftchuin.
VIII.
Wie stund es um die reine Lehre?
Daß die Heil. Gchristr von allen und jeden giftftn und gehöret werden solle, bekennet KVPLKIV8l'VlULiökkk, (I) wenn er schreibet: Die H. Schristrwird mir Recht ein Acker genenner, weil sie ei-ne öffentliche Sache, und allen Menschen zu le-hn und zu hören vorgestellet ist. Das Ansehender Schrifst sitzet kbk.dllstAK.VV8 e) über die Tra-ditionen ,'wenn er schreibet: Ein solches Conciliummöchte ich von ganycn Herczen gerne haben, euchwelchem dicTradmonen nicht allzu harmactichrver theidiger, oder gar zu abergläubisch beobachtetwürden; sondern wo man fleißig und demüthig
ge-
forschere, welches da sey der gute, der wohlge-fällige und vollkommene Gottes-Wille. Ebendieser bestätiget die Vollkommenheit der Gchriffi,indem er spricht:/) Es blerbe bey fernen Meynun-gen, wer da will, und so viel er will, wenn eruns nur bey der Meynung der Heil. Schlifft täf-let, wie her Apostel saget: wir sind nicht tüch-tig etwas zu gcdcncken, als von uns selber rc.Anderer vielen Zeugnisse von diesem Artickel zu ge-schweige»,.
Den freyen willen beschreibet kLT'KVS I-Otck-KAKOV8 b- solcher gestalt, daß er sey eine R raffein der Vernunfft und dem willen, durch wel-che das Gute nur Beystand der Gnade, das Bö-se aber bey Entstehung derselben erwählet wird.Eben dieser zeiget an , wie man den freyen Willen i»einem vierfachen Zustande betrachten müsse: Erstlichvorder Sünde, oder vor dem Falle , da nichts war,so das Gute verhinderte, oder zum Bösen reitzete;zum andern nach der Sünde vor Erlangung der Gna-den, da der Mensch nicht nur sündigen kan, sondernauch nicht kan die Sünde unterlassen, weil er unterder Herrschnfft der Begierden sicher; zum drittennach erlangter Gnade, da er zwar von der Lust gerci-tzct,ctder nicht überwunden wird, weil ihm die Gna-de nn Guten beysichct; und zum vicrdten nach derVersiegelung, da alle Schwachheit aufhöret, und dieGnade-vollkommen wird, also, baß er weder überwun-den noch angefochten wird, und nicht mehr kan sün-digen. i)
Von der ?kATVL8H!§AH0rst findet man folgen-de Beschreibung bey dein lstOdiOKIO AV6V87DVV.!>ILbl8!. k) Die I'rselletlmiNio» ist diejenige Ver-ordnung , nach welcher GGtt vor der Zeic voriwelc einige zu simcm Reiche verordnet hat, also,daß keiner verlohren gehen könne, und alle ste-tig werden mühen ; andere aber zur Strasse be-stimmet , von welchen er zuvor gesehen, daß stefündigen, und nicht wieder Büste thun wurden,von denen also auch keiner stetig werden kan.
Daß niemand vor seine Sünden gnug thun könne,bezeuget LLKdllst/ikvVS, I) wenn ersprich.t: DeineSünden sind zu groß, und ihrer ist zu viel, daßdir mehr möglich ist, vor sie gnug zu thun, wenndu dich auch schinden wölkest. Den Grund derRechtfertigung bestätiget er unter andern also : Esist ein Urheber der Gerechtigkeit, ein Miller zwi-schen GDrr und Menschen, nemlich der MenschChristus IEsitS, welcher zu seiner Braut saget;Ich bin dein Heil. m^) Von der zugerechneten Ge-rechtigkeit Christi redet dieser Lehrerauch deutlich undnachdrücklich, rvorinnen ihm noch viel andere beytre-ten. n) Und endlich schreibet LVKLKIV8 o- gantz
aus.
, r Iclca, List-ar p.587. i») 'IKI1'«L^IV8 in ^kro».ttiei-UKi-nü. c-8I>II.KitV8 Lrblroeir. p. zoi. «I) D-xlo--Uic«c. T'riait, Sc t-n»rsUi»vk 8. e. r, s) «Mol. §i.
k) «pik. 77. x ) Lauf. l7»r»!.rek. verir. lib. <7enn>ii»r.«var. 12. c. 4. p. zx. st-gg. d ) Üb. r. stiü 24. i) ll»»-steo, strü. 2^. Ic) in stislnßc» st- kr2-steüin,riane L übrr»»rdiriia. I) 8-rwu»-22.vper dsiiric. m) Ibil. tcrm. 48.
11) Vist. c«nkuri»r. Xl-xä-k. ccnc. l2. c^y.4. 222. stg»
v) v« viÄori» verbi Lei lib.4. cix. 21.