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XII. Secukum. I. <7»p. Von der Lehre»
«usdrücklich, daß die Rech fcrrigung nicht anders,als durch den Glauben geschehe. LLKttH.vk-VV8 p) bedienet sich auch der Redens-Art: Alleindurch den Glauben» Noch sehr viel andere Zeug-nisse der Scribenren dieser Zeiten über diesen Artickelkan man bey andern nachschlagen, g)
Der zweyen Gacramentengedencket klV?LX^V8also: r) Es sind zwey grojseSacramema, nemlichdie Tarrsse und der lebendig machende Tisch desLeibes und Bluree Christi, welche zu unsererSeeligkelt auft.r Streit so nöthig sind, daß ohnedieselben keinem Menschen der Zugang zum Le-ben und Reiche GCures offen stehet.
Die Geniessung des Heil. Nachtmahls unter bey.derley Gestalt ist ebenfalls bey dem 8 .V?LKK) 5) klar,wenn er stets- bey demselben von dem Essen und Trin-cken redet. Mehr Zeugnisse hiervon können bey1 KO bOKIN^KOV, r) u) und an-
Lern x) gefunden werden.
IX.
Was hat man vor Fehler in der Lehrezu bemelcken?
Hierbey muß dreyerley beobachtet werden.
». Die besondern Fehler einiger Lehrer,s. Die allgenieinen Fehler des pabstrhums.z. Der Ursprung der ickolsltischen Theologie.
X.
Was sind vor besondere Fehler einiger Leh-rer zu bemerkten?
Die Fehler KVkLKIl 1 VIHM 8 I 8 sind
r. Daß er glaubet, der Sohn Gottes würde seynMensch worden, wenn schon die Menschen nicht ge-
sündiget Hätten, y)
2. Daß er incynet, der Heil. Geist wäre vor demLeyden Christi niemanden zur Vergebung der Sün-den, sondern nur zu Ausübung anderer Gaben ge.fchcnckct worden, r)
z. Daß er den Engeln Leiber aus der dicker» Lufftund Feuchtigkeit zueignet- a)
4. Daß er verzicht, wenn die Sünde nicht began.gen worden, so wäre» nur diejenigen gebohren wor-den, so anjetzo durch die Gnade Christi fertig werbe«. l>)
5. Daß er zweifelt, ob einem gefallenen nach derTauffe die Sünden wieder vergeben Werder«, c)
6 . Daß er von hem gesecguetcn Brodte versichert,es verliere niemahls wieder die Krafft der Heiligung,oder höre auf Christi Leib zu seyn , ck) ob er schonsonst die IrsnrliibstsnliLÜou nicht glaubet, wie an.derswo gemeldet wird.
7. Daß er glaubet, die Patriarchen wären nn«kcn in der Erden verschlossn gewesen, bis sie Christuserlöset hätte, e)
p ) epistal. 77. ) tent. Kl3g«i«k>. loc. cir. Lqrsloz. rett.
Vertr. t> c. r) lii». ). Sc 8^si. c. I. r) lii» 6» in Io»«i. c. 6.») lit». 4. «iist. K. u) 8crmr»ne «je coen, Vviu. i) (.'ont.c,r,I. reü. v^rik. loc. cir. 7 - !»b. i z. i» kl-rU». c. 26. r) lid.7. «n Io»n. c.7. a ) lib. I. in Oen. c. H. i>) lik. tz. in In.c.8 c) IU». l. in Leu. »p. 18- 6) lid. 6. in 1«. csp. 6.«) iib- Z- in lo- «<>8.2. jib. 4. in 6poc» c»«. 5. ^
Die Fehler LMNUäkvl sind
1. Daß er sich einbildet, die Engel brächten derMenschen gute Wercke vor GOtt, und trügen denndie Gnade wieder zurück, f)
2. Daß er dem freyen Willen zuweilen zuviel zu-schreibet. g)
z) Daß er meynet, der Eltern Glaube gelte vordreKinder. K)
4- Daß er spricht, die Demuth mache den Men-schen gerecht. i>
5. Daß er ermähnet, mau müsse die verehlichtenPriester zwingen ihre Weiber vorr sich zu thun oder sieaus der Kirchen stoßen. K)
6 . Daß er den Mönchsstand vor dke aridere Tauffehält , und hoch erhebet. I) Anderer seiner Fehler istoben in seinem Leben Erwähnung geschehen»
Die Fehler kLIKl bOKILKKVI sind
r. Daß er vorgiebet, diejenige Liebe, womit wirGOtt und den Nächsten lieben , sey selbst der Heil.Geist, m)
2. Daß er meynet, die Erb-Sünde wecke nickt derSeelen, sondern nur dem Leibe nach von den Elternfort gepflantzer. n)
3. Daß er den Unterscheid des Gesetzes und Evan»gelii darinnen suchet, weil das Gesetz nur irdische, dasEvangelium aber himmlische Dinge verheiffe. 0 )
4. Daß er -er Busse drey Stücke beyleget, nemlichdie Zerknirschung, die Bekämitniß. und die Guug»rhuunA. p)
5. Daß er die Erzehlung der Sünde« erfordert,ausserwennman sich nicht darauf besinnen könne, oderin den Gchwachhens. Sünden, g)
6 . Daß er wähnet, die Heiligen sähen gleichwiedie Engel in dem Angesichts GOktrs unsere Noth undunser Gebeth, r)
7. Daß er sieben Sacramente zahlet.»)
8 . Daß er sich beredet, die Tauffe Iohannis wärenur zurBusse, nicht aber zurVergebung geschehen, k)
9. Daß er glaubet, der Heil. Geist werde in derFirmelung gcfchencker, da fonsten die Tauffe nur zurVergebung der Sünden geschehen, u )
10. Daß er, wie damahls die meisten, der Irani-lubilsririsrion beysället. x)
n. Daß er träumet, es würden die Kinder miteben solchen Leibern aufstehen, als wenn sie zo. Jahralt gewese-i wären. 7) ^
Was ist von den allgemeinen Fehlern desPabstthums zu bemcrcken H
Hierinnen hat allerdings die Irrlehre von der rm-gemässenen Hoheit und Gcwalt des Pabflthumes den
Vor»
f) 8erm. I. in Leg» c-mninm 8»nA. Z ) 8erm. 5. in d!»»-«ir,x. b 1 Lpik 77. i) 8er m. Z4. 5n^'. k?»nri>7. it. tcrm. 4»in vixik. n»k. v»m. Ic) 8-riir. 66. in Onkic. i > rit
OV1I.ILl.kl. m) tib. I. -W. 17. ri) lib. 2. «ii'l. ;i.
0 ) i>d. Z. «iiü. 40. p) lib.4. ciig 1,6. 1dic>e:v. «iiil. 21.
r) 1l>i«t. Sig. 46» riig 2. r) Ibi^e-.n. u) tib-4-
«üil. 7. » ) Ibiäem SiÜ. IQ. >) iib, 2. «iik- ZS-