Von dem äusser!. Zustande der Kirchen iu FMrckrM» rr?2
XU. 5ecu!um. V. Oip.
den,weil er Psrrugallals ein Lehen seines Reiches tra-ctireu wolte. Doch nachdem ihn der Pabst gegen Ver-sprechung jährlicher 2. Marck Goldes Anno 1179. be-stätigte , so ist erdem Landebis auf den heutigen Tagverblieben.
Besagter Schlacht folgten die Eroberungen vielerStädte, und sonderlich der Haupt-Stadt Lissabon,dadurch ^b?ttOdI8V5 auf dem Throne immer mehruud mehr befestiget ward. Sein Sohn 8LNLHV8setzte die Victorieu gegen die Mohren fort, und ist infolgendem Lsculo ?mno 122Z. verstorben. b)
In Lranckreic!)l»VOOVtcv8 VI.aicorzv; oder ckä! 8 v;
König Anno 1108- bis H47- alt 56. Jahr.
Er war des vorigen Königs kbllbik?! Sohn von derersten Gemahlin kerrhg, und wird auch wegen seinerTapfferkeit und vielen Schlachten re zu-
benähmet, y
Der Ertz-Bischoff von 8em crönete ihn zu Orleansnochmahlen, ohngeachtet er bey seines Vaters Leben An-no 1099. bereits gecrvnet worden. Man merckct hier-bey, daß der Ertz-Bischoff von Keim;, in dessen Wahl-er König nicht willigen wolte, vor dißmahl hindangesctzet worden, wogegen er mit seinem ?roteliirei>nichts ausrichten konte.K)
L.VOOVlLl Srieff- Mutter machte ihm
anfänglich Händel, indem sie unterschiedene Ständeauf ihre Seite brachte, welche ihren Sohn rnnai-i-vürzum Könige haben wollen: doch l.Vi)OVlLV8 mach-te durch seine Klugheit und Tapfferkeit alle ihre An-schlage zunichte. I)
Weil aber der König verschiedenen Vasallen dcswe-gen die Güter einzog , so machten ihm dieselben nach-gehends gleichwohl viel zu schaffen, als er wir dem Kö-nige in Engelland wegen der Rormandie
in Krieg verwickelt ward- Dieser Krieg ward unter-schiedeue mahl erneuert, endlich aber Anno 1120.durchVermittelung des PabstS c^irri 11. dergestalt beyge-leget, daß der König vonEngclland den Lehnü-Eyd we-gen der Normandie leisten , sonst aber jedweder Theildas eroberte wieder geben muste. >,>)
Doch nach zwey Jahren kam es gleichwohl wiederzum Bruche : weil aber der Käyser »Ln.acvs v. alsder Schwieger-Sohn des Köuigo in Engelland, dabeynichts ausrichten kontc, so erfolgte endlich Anno 1125.ritt beständiger Friede >)
In Frankreich st lost sttzte eö zwar noch mit rschie-denc Verdrießligkeiten von den Malronlenten, welch.,
k) KOVKKILV8 XiX1k-d.'1V8 4« rcl). t.b. 7.
e-p. 5. 6. Üb. 10. öc 11. LOV 8 ?v in I.u 6 t 3 n-
V.^8LOk4LLIchV8 m VnLcex>k. Keg. l.u6c. s>.z!> <- 0 8VOL
KIV8 in vir, 8VVOVI(ch 680881. kA.61 6'iric. in ,nn.L^KOKlll »a 6. 1099. n. 22. fec,. k) IVO 6/^8140-18I48I8 epili. 189. 190. 8V658IV8 I. c. 08O88I6V8VII'^1.18 Iil>. 11. t)Ii<jem ibiaem. m) I4V , I!46'I'Ot4üb. 7. ovde5.t.Ei48. »aH20. 08O88icvs VII'/VL.I8 Üb. 12- 8V6i:8IV8. n) 8O8Ü8IVL j,i. X10I4I8-a,n. 1124. 080L8I6V8 VI'^l-IL 1. c. !^^lch1L8LV-IULdl5I8 1ii>. 5.
doch der König allezeit glücklich dämpffcte. o) Untee-andern wurden der Ertz-Bischoff zu 8enr, und der Bi-schoffzu Paris gegen ihn rege, so , daß sie ihn auch sogar mir dem Banne belegten: allein der König wüsteden Pabst blOrelOKIVXI II. aufstinc Seite zu ziehen,daß er dieses Unterfarrgen der Bisch äffe mißbilligte undannullireke- p)
l.VV0 VIOV 8 Vll.
König Anno n Z7-bis : 180. alt 60. Jahr.
Dieser Sohn des vorhergehenden muffe sich gleich aw»fangs mit dem Grasen i-ULvvxLoo voir Lkampagne, solsnst auch bey seines Vaters Leben schon viel Unruhegestifftet, meinen Krieg einlassen, welches ihn dermastjen erbitterte, daß er gar übel in dessen Ländern hausete,und unter andern zu Vnr^ i;c>c>. Personen m der Kir-chen verbrannte. Hierüber setzte der Heil. MKIM/M-l)V8 g) dem Könige mit stharffen Ermahnungen zu,daß endlich Friede ward, und der König gelobete, zuv82tisf3Äioii eine Creutz-Fahrt vorzunehmen : wie esaber bey selbiger abgelaufen , ist schon aus dem erste»Capitel bekannt.
Sonderlich hatte ihm seine Gemahlin airfdiestmZu-ge bey ihrem Vetter, dem Printzen von Antivchia,nichtFarbe gehalten: daher er ste nach derZurückkunfft un-ter dem Vorgeben der allzunahen Verwand schafft An-no nzr. von sich scheiden ließ. Doch dieses schlug zuvielem Unglücke des Reiches aus,indem sich die Köni-gin sogleich wieder mit »L^kioo, Hertzogeu vonArüou»vermahlete, und diesem ihre väterliche'Erb-Länder 6üi-snne und ?vnc>u zubrachte, r)
Indem nun »LNLicv8, den der König kurtzvorhevauch mit der Normandie belehnet Hatte, hierdurch sehemächtig, und dem Könige gefährlich warb, verband sichdieser mit dem Könige L-mi-«Lnc> si, Engelland , wo-durch er sich aber schlecht gerathen, indem ueniucvrnachmahlen, da er Anno n ;4» König in Engelland wor-den, r.voovlco fast comirmirlich in den Haaren gelegen,wodurch Frankreich nicht nur viel leiden müssen , son-dern «uchmehr verlohre» als gewonnen, wie die politi-schen Scribenten umständlichererzehlen. s)
Gleichwie nun die bisherigen Verrichtungen i-vvs-vic, von keiner sonderlichen Klugheit desselben zeugen!also lässet sich viel Aberglauben, welchen die PapistenFrömmigkeit nennen , bey ihm spüren, aus welchemGrunde er Anno 1155. eineWallfahrtnachCompostell,und Anno 117^. eine andere nach Engelland zu demGrabe des H it. gethan. Diesen letztem fle-
hcte er um allerhand Nolhdurfftan,und glaubte sovieleher von ihm erhöret zu werden, weil er ihn vorher imxt!ic> seines Schutzes gemessen lasten» O
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