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Kirchen-Historle Neues Testamente-
In Engclland
bi e 8 k i c: v 8 i.
König Anno noo. bis 1155.
Er war der jüngste Bruder des vorigen Königesvvn.uel.nl nvri, Und setzte sich nach dessen Tode auf denEnglischen Thron, sciuem älrcstcnBrubcrxo»eeioausder Normandie, so damahls eben im gelobten Landewar, damit das Nachsehen hinterlassende. Ja, als die.ser kosLNi vs bey seiner Zurückkunfft Mine machte, ihnfeindlich anzufallen, nahm er ihn gefangen, und ließ ihnbis an sein Ende sitzen; die Normandie aber gab er sei-uem ältern Sohne wieuee^o, von welcher Zeit es ge-bräuchlich worden, daß die ältesten Englischen Printzenallemahl Hertzoge von der Normandie geworden , solange diß Land in den Händen der Könige von Engel-land gestanden.
Sonst war er ein verständiger Herr, der seinen Un-rerrhanen und Landen vielfältig aufgeholffen, und eineGrosse Liebe erlanget, weil erdie alten Schulden an dieCronc cülirete, den freyen Gebrauch des Licht« erlaube-,te, dem Adel die Erb - Güter frey zu besitzen gab, undsonderlich die Gcfttzedes Königes «ov^vi cor»re 58 o«,swieder in Schwang brachte. Er stifftete die Bißthü-mer Larljzle und L!y, und sonst noch verschiedene Ab-seyen, wodurch erst6) dicClerisey verband, und suchtedie bisher darnieder gelegenen tzcuäi- auf den Universi-täten Orfort und Ombnclge wieder empor zu bringen..Andere Dinge von ihm sind an cmdcrnOrlen schon ge-tn6dekivorden. u) !
II.
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König Anno H54. bis 1189.
Zwischen diesem und dem vorhergehenden war noch;-rLp».4nv;, ein Graf vonlloulogne, ueivxid r. Schwe-ster Sohn, rvelcker sich die Crone aufsetzen ließ, ohnge-achtet er schwören müssen , dieselbe besagten neuererTochter Lr»i«n.i>r und dessen Gemahl Gorrsriedenklanwgener, Grafen von ^niou, zu überlasten. Sei-ne Regierung aber ist ausser den Kriegen mit nur er-wähnter t^-rnirne und dem Könige Dsvtd vonSchott-laird zu unserm Zwecke eben nicht merckwürdig. x)
»L!^ir.lLV8 II. nun , welcher wegen der kuttzenMantel, so er nach Engclland brachte, den Zunahinenbekam, war der mehrgedachteu dlLiun.ol8 Sohn, undheyratheke, wie oben angezeiget , des Königs evsovro,vn. von Franckreich vergossene Gemahlin el.evuoil-8i4.Nach Absterben srer-u^ur kam ergantz ruhig zur Cro-ne: daß er aber mir Franckreich immer angebunden ge-wesen, ist bereits erinnert worden.
Seine Handel mit inoeirl von Canteiberg stnd iMLeben dieses Ertz-Vischoffs zu befinde». Was ihm we-gen dessen Ermordung vor Busse ciiäliret, und von ihm
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p/iKl8. ^L 8 pdtOX'L 81 -kitie^ 8 l 8 .POt.rv. VL^ 61 LIV 8tid. 12. IO. LKOdt?POK irr Ldran iilü.
übernommen worden, crzehlet die IX. Frage des drittenCapitels in diesem 8ecu!o.
Er eroberte zuerst gautz Irland, und gab es seinemjüngsten Sohne unter dem Titul eines Lords
davon, y)
Im übrigen war er zwar ein Beförderer der Ruheund Gerechtigkeit seiner Länder, beschweret« auch ebendie Unterthanen nicht mir übermäßigen Schätzungen;glciclpvohl hatte er andere Mittel, seine Geld-Begierdezu vergnügen, ncmlich, dieIuden, von welchen er gros-sen Wucher zog , und daß er die erledigten Bißthümerlange offen stehen ließ, indessen aber die Einkünsste der-selben sich zueignete. *) Zuletzt hetzte ihm noch seineUnkeuschhcit bey seinen alten Tagen seinen Sohn »i-cnLkvvbl auf den Hals, nachdem er diesem seine Fran-tzöstsche Braut ävel.äia oder Adelheid, evooercr vn.Tochter, auö verwcrfflichen Begierden vorenthielt,worüber der Sohn nebst dem Könige r«n.ir>?o zvsv-8ro in Franckreich die Waffen ergriff, und uekuueo soangst machete, daß er dadurch zu seinem Ende beför-dert ward. r)
KIL«äkvV8OOK I.eOUl8König Anno 1189. bis riyy.
Der Zunahmen ward ihn: wegen seiner TapfferkeiLbeygeleget. Diese erwieß er zuerst auf stimm Crcutz.Zuge, welchen er miti'nii.iel'o^vcrv^ro aus Franckreichthat. Er eroberte die InsulCypern von den Griechen,undschenckre siedcm Könige «v-voui von Jerusalem,s) halff kcolemsib einnehmen, undontsttzte Joppe», b)Weil ihn ober der Hertzog in Vurgundien verließ,kan-te er weiter nichts ausrichten, und musst wieder zurückgehen, da ihndenn der Sturm an Dalmatien anschlug,wcSwegen er sich cruschloß, seine Reise zu Lande iuco->.i,iro zu vollführen.
Doch zu seinem Unglücke ward er in Oesterreich er-kannt, gefangen, und dem Käyftr ueurrmo zugeschickt,weil er die Oesterreichische Fahnen zu klostnisi!, herun-ter gerissen, und die Unruhe in Sicilicn gegen den Käy-ftr unterhalten hatte, c)
Mittlerweile nahm sein Bruder louriuu^ die Eng-lische Cronc an, und der König iu Franckreich fiel in dieNormandie und andere Provintzien, so den Engeliäu-dern in Franckreich zugehöreren.
Nach 15- Monaten ward «kcu^evvs gegen Erle-gung 150000. Marck Silbers wieder entlassen , ver-glich sich in Engclland mit seinem Bruder,gierig sodennohngesäumt nach Franckreich, und schlug die Königli-chen Trouppen bey 6>lor8 in der Normandie, daß baldFriede ward, wiewohl er nicht gar lange Bestand harte.
Endlich ward Richard in der Belagerung desSchlosses Orslu» in lamoiin tödtlich verwundet, und
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