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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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XIII. 8 ecu 1 um. I. Op. Von den Lehrern in Occidenk.

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war: daher that er dem Pabsie wieder einen Possen/undsteUeteein Edier,daß weder geistliche noch weltli-che Personen in seine»» Reiche einiges Geld aus-ser Landes , und also auch nicht nach Rom schi-cken solren ; worüber der Pabst nothwendig trefflichscheele Gesichter machen muste.o)

Doch die Handel mit den Cardinälen von Lolonnahielten damahls den Ausbruch des Feuers zurücke; weilsich der Pabst befürchtete/ es möchte sich der König derCardmäle, so auf ein frey Concilium x>rouc>circten,U»ddes noch lebenden C 06 Ü^ 8 HklI V. annehmen / undihm das Pabstrhum streitig machen: daher blieb die ^Glut noch eine Weile in der Asche liegen, bis in oban- ?gezeigtem Jahre der Pabst nicht nur die chmahlige Vulle bestätigte, sondern auch seinen Legaten, den Bischofs8^!8HVK1 vonksmierx, einen rechten FriedenS-Stö-rcr, nach Franckrcich mit Briefen und Bann - Bedro-hungen an den König abfertigte, p)

Unter andern stunden in dem Briefe an den Königdie Worte: 8cire te volumus, guoä in »piricuslibux öctcmporslidux nobi; tudex. Lenekiciorum öc pi-gebencls-rum le ccülsrio nulls 1'peäi.it <?cc. sVir lasten dirwissen, daß du uns so wohl in geistlichen als welt-lichen Dinge»: umerworsten bist, und daß dir garnicht zukömmt die Beneficien und prabenden zuvergeben rc. Wogegen ?lkIbl??V8 mit diesen Forma-lien antwortete: 8cisc rus msxims. ismirs;, inlempo-rslibux nox slicui nop kubelle, ccclelisruin sc prssben-äsrum vscsnrium collstionem noxiui-e rechn peerinc.re See. Deine höchste Thorheit soll wiss n , daßwir in: Zeitlichen niemanden umerworsten sind,und die Vergebungen der Rirchen und praben-den uns i:ach den Rechten der Röntge ztigehörcn.g)

Das ungerechte Suchen des stoltzen Pabsteö lief al-so dahinaus, daß erden König als einen Unterthanentractiren wolte, wogegen sich aber dieser mit Beyfallder Stände und Clerifey in Franckrcich gar tapffermü-thig setzte. Der Pabst that ihn zwar in Bann, zähletcdie Unterthanen von ihren Eydes-Pflichten los , undgab das Königreich von Oesterreich. Al-

lein der Käyftr hatte keine Lust sich in die unbilligenHändel zu mischen, und der König ?MlckkkV8 sppellirct au ein freyes Concilium, r)

Inzwischen, daß der Pabst darauf studstKe, wie ermit möglichster Arglistigkeit und Bosheit den Königzum Gehorsam bringen wolte

seines von dem Pabst erlittenen Unrechtsmit vielen Du-tzent Maulschellen redlich an ihm rächete.

Ob »lun wohl die Einwohner von ^nsgms nack-dreyelrTagen den Pabst wieder erlöfeten: so wär er doch überdieser Bcfchnnpffung so desperat geworden; daß er sichselbst die Hände zerfraß, und nach wenig Tagen zu Rom,wohin man ihn wieder gebracht hatte ^ als ein rasenderHund dahin starb.?)

Seine Schriffren sind

l. Lpiüolse, welche in den Umis Conciliorvm , bey demLrorio, vt'sääirißo, und in dem keßelic, koiiüs.anzutl'effekr-krelcnprum äs inäiilgentür »nni kubilsei.

Lonüiluci» äs xrivilsßiix Dnätorsm Sc ZcuäsnriuarvrbiL.

4, Oecrelslium Über lexkur. t)

II. An andern Orten.

8Vl.VL8^ll 6Vk^l)V8kltLiLicxnzix oder SLkkcivzBischoff zu dtsn in Engeliand Anno 1298- abgesetzt 122».stirbt 1210. oder 12:4.

Den ersten Zunahmen führet er von der ProvintzLsmbria, darinnen er zur Welt gekommen, den andernaber von seinem Vater vil.uei.ixto or einem vor-nehmen von Adel.

Anfänglich beförderte ihn David , seiner MutterBruder, und Bischofs zu kxksn zum ^rcbiäiacono vonkreckin. Folgends begab er sich noch aufverfchredeneUniversitäten, und hielt sich sonderlich eine Zeitlang zuParis auf, woselbst er drey Jahr äocirete. Hicrauffkam er an den Hoff läLIMlLl H. von Engclland zudem Königlichen Printzen lOlä^dldU, mir welchem erauch eine Reise nach Irland that , und dabey Gele-genheit nahn,, verschiedenes von diesem Reiche zuschreiben.

Einige Zeit hernach gkeng er mit demErtz-Bischoffek^'.VVld^O zu Cantclbcrg nach dem gelobten Lande,und ward sodenn bey dcrZurückkunfft Bischoff. Weilnun das Bißkhum kcksn vor alten Zeiten ein Ertz-Biß-thun: gewesen war, so wolte 6^^bvV8 die altenRechte wieder hervor suchen , und gerieth darüber inStreit mir dem Ertz-Bischoffe von Cantelberg, giengauch deswegen nach Rom sich der Entscheidung desPabstes unterwerffende. Allein käVKL8.^V8 von Can-telberg behielt dieOberhand, und brachte ihn gar vomBisithmne. u)

Das boshaffte Leben der Mönche war ihm so zuwi-der, daß er auch in der Litaney zu bitten pflegte: Vor

ckern plötzlich zu tznsgnis, und nahmen ihn gefangen;bey welcher Gelegenheit sich der von Colonna wegen

v) Kä1'KI.I8 akkXEVKK scc. IZ.L 14. I'. z. p. 279v) klU Idio. 6 ontinusrnr 6 VIk.Ikk.IetI IX!^>!6I1 -m.,zvl. VV?.I.8!k46tt-»tV8 in kill. -.chise. 8 L 1 tdltci.vV 8 .OV KVd4 >>>k äes äiikcrenx äu K 07 kH11.Ikkk L äu ?,peLOlXllk^LK VIII. 4 ) oppenäix snnslilim IkkkxlkILI8^KN0dlI8 sn. izoi. AK 6 WIV 8 KO^kx!V 8 in lidellu äs vrrs-jue poislisre. K1LOK^V8 611.I.1V8 in snn,-Iidus Krsncorum. r) dj^a.1.18 ^ 1 -kXädlULll i. c, x»ß-zro. 5-g.

unterdrücket worden, weil er darinnen die Faulheit unddas muthwlllige Mönchs-Lebendurchgehechelt- x)Seine Gchrissten sind

l'opnßrspkis klürcrnise, teu äs wirsbilibus Kliliernise li-

der, welche er nach deren Verfertigung öffentlich zu O-2strd abgelesen.

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X 6I/e66OdeiV8. 8kOdeO^V8. t) 6 onf. 6/cvL di».litt. fcripk. rccl-5. p. 657 . li) 8^k/:LV8Si ?H8KV8 äe fcri-proribu! V 088 IV 8 äs öiltvrici; ksüs. lit>, 2 « c. 54 ,

x) i, c, x.618.