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Klrchen.Hlstorle Neues Testament«-
»>xro v. aber unter die Kirchen.Lehrer gesetzek. u)Es ist dieser Mann allerdings unter die grössestenLeute feiner Zeiten zu zählen; wie sich denn in diesen,XIll..8ecuto viel treffliche Ingenia hervor gethan, vonwelchen nur zu bedauren, daß sie nicht besser angefüh-ret worden. Seine Emsthafftigkeit, sein hoher Geist/und nach damahligen Umstanden HeiligesLeben werdennicht unbillig gelobet, x)
Inzwischen ist sein abergläubischer und abgöttischerAffect gegen die Jungfrau Mariam aufs höchste zuverabscheue,, / da er nicht nur seinen Mönchen befahl/die Leute fleißig zu ermähne,,/ bey Läukuug der Beth-Glocken die Heil. Jungfrau anzurüsten / sondern ver-schiedene ärgerliche Büchlein von ihr schrieb, darunterder Olarien--Psalter gantz unverantwortlich die zuGOtl gerichteten Psalmen an diese Mutter GOtteSverkehret / welches auch die vernünfftigen Papistenselbst nicht billigen können, y)
Seinen geschickten Verstand kan man aus seinenSchrifften abnehmen, welche kieffsinnig/subtil/dochziemlich beredt und lebhafft geschrieben sind , r) undAnno 1588. zu Rom in VIII. Tomi; heraus gekom.men/. auch i6n. zu Venedig wieder aufgeleget wor-den. Sie enthalten kürtzlich in sich
I. kN'mcipnim 8. 8cripln/LS.
S. lüxpokrione» in ttexremersn; in klilrerlum, kccleliiken,Sspienrirm L Idrenos leremis« 5 in L-pur VI- ülsllkserLc in Luingelinm 8. t-uore»
?i>üillsni in kiurntzeliullt 8. Io»nni» , Lc Lvllanon« ineunäem.
4» 8ermvner äe tempore L äe 8snLIir.
(iommenrsri» in IV. lidro» senrenrisrum.
L Etliche siebe,,zig kleineTraetätchen, darunter viel erbau-liche aiizutreffen. Die Titut mag man in den Oxenbu»selbst, ober anderer Orten nachschlagen. »)^I.LL«.^V8
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Geboyren Anno 1205. Dominicaner-Mönch 1221. Provin-«al feines Ordens in Deutschland i2z8> Bischoff zu Re-gcuspurg Anno 1260. stirbt ,280.
Den Zunahmen nLkn i erhielt er wegen seiner grossenGelehrsamkeit. Ja, man wolte ihn gar wäxinv»nennen, wenn nicht die christliche Bescheidenheit imWege gestanden wäre. b) Sonst war er ein gebohr.«er Deutscher von Lauingen in Schwaben aus demGeschlechte der Grafen von Bolstadt.
Wegen scineo fähigen Kopffes hielten ihn seine El-tern zum Studiren, und schickten ihn auf die Univer-sität nach kaum , allwo ihm die Predigten deö Domi-nicaner-Generals i- sowohl gefielen, daß er indessen Orten trat / und die Ehre hatte von dem Gene-»eral sechsten eingekleidet zu werden.
In kurtzerZeit Hatte er stchallhier durch semenFleißfo viel zu,veg. gebracht, daß er fast in allen Wisscnfchaff.
») t-c.iz. Sc 14 ?. I. p.z;6.
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O/lVL kikor. litter, trripro,-. eeclest x-x. 6z/. leg- k> ) 10-V1V8 in elo^. Oo 6 t. xsZ. 15 . '
ten unvergleichlich!war. Absonderlich. Hatte er in derIckarksil und ?i>^6c mehr gethan/ als in damahligenZeiten gewöhnlich war / weswegen ihn die Unverstän-digen vor einen Schwartz-Künstler ausgaben, c)
Man meldet/ er habe nach einer gewissen Oonllel-Iskion in ZO. Jahren einen Kopfs verfertiget, welcherrede,, / und auch zukünfftige Dinge vorher sagen tön-nen, aber von rnokiä der um die Sache
nichts gewust/ und einstens unvermuthek dessen Stim-me gehöret / mit einem Stocke zerschlagen worden.Ingleichen soll er einstens am Fest der Heil. drey Kö-nige den Käyser «ni.usl.klvn zu Cölln im Garten tra-ctirek haben/ da denn der Schnee augenblicklich ver-schwunden/ die Bäume gegrünet und geblühet haben/die Vögel gesungen und die Sonne' so warm geschie-nen/ daß jederman dic Peltze und warmen Kleider aus-ziehen müssen, wobey die vortrefflichsten Speisen vonunbekannten Dienern aufgetragen worden/ bis nachein paar Stunden alles wieder verschwunden/ und dererste Winter Zu spüren gewesen, ci) Wie aber dasFabulirci, in diesen Zeiten nichts ungewöhnliches war,also haben ihn andere gegen das Laster der Zaubereyumständlich vertheidiget, e)
Als obgedachter lo.cvLuvs Anno r2;6. verstorben,verwaltete /cl.LLKI'VZ 2. Jahr lang dessen Stelle beydem Orden, und war auch nebst uvsouL vx s. c^xoauf der Wahl, zum Generalat, wiewohl die Stim-men endlich auf keinen von beyden fielen.
HHKI'VS verfügte sich hierauf nach Cölln, undäocirele daselbst mit grossem sppl-iulli, wie denn dievornehmsten Leute dieses 8sculi aus seiner Schule ge-kommen / bis er von är-xx^oxo IV. gcnöthigek ward,das Bißthum zu Regenspurg anzunehmen. Weil eraber bey dieser Würde sinnen 8cuciii5 nicht nach Ver-gnügen obliegen konte, danckte er sie Anno 126z. wie-der ab, und blieb im Kloster zu Cölln bis an seinEnde. k-
Es ist eine lappische Fabel, so man von ihm findet,daß er anfangs wegen seines tumnien Verstandes denDominicaner-Orden aus clelperacion wieder verlassenwollen, es wäre ihnr aber die Jungfrau Maria erschie-nen, und hätte ihn ermähnet zu bleiben, wobey ihmzugleich seine rrngemeine Wissenfchafft wäre eingegos»fen worden. Letzlich aber hätte er wiederum allen Ver-stand und Gedächtniß verlohren, und also meynensie, wäre durch ein Wunder an ihm aus einem Eselein kkilcck'opkuz nnd aus einem ktlilolöxbo hinwle-der ein Esel worden, g )
Im übrigen war er ein solcher Liebhaber des Hrillore-lis, daß er von einigen ein Asse desselben betitelt wird,wie er denn unter den Deutschen recht angefangen dieHrittotelijche Philosophie mit der Theologie zu'vermi-
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