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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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XIII. 8ecülum.

Gleichwohl schrieben die unverschämten Päbste diePossen gantz durstig als die lautere Wahrheit in bieWclt!hinein , und da der Käyser Väl.ovmv8 in^ocx^-rio m.den Spruch Petri vorhielt: Gepd dem Röntge,WÄdein ooer'sten, Unterthan, so dorffte dieser wohl so^verwegen seyn, denselben auf Pekrum auszudeuten, g)

Danli't der Pabst alle Macht derObrigkeit in-seinenHänden haben möchte, so führete er seine Oecrer-üerials die höchste Gesetze ein, und verboth die bürgerli-'chen Rechte, wie sonst schon gedacht worden, und dißkonte er um so viel besser ins Werck setzen, weil dieke -kllorez aller Fscultäten auf den Academieu.geist-liche Personen waren.

Seine VcrfluchuugS-würdige Anschläge gegen dieObrigkeiten auszuführen, war keine Schelmerei), Un-barmhcrtzigkeic und Boßheit so groß, daß er ste nichtsversuchet oder vorgenommen hatte» Also brachte in.

Von -em' Kirchen «vregimenke.—. - - »

IV.

Was bah man bey bm Aemtern nnb Vcr-richtlmgcn der anDern Kirchen-Bcdien-ten zu merckrn?

Es blieb dißfallö uiehrentheils bey den alten Ein-richtungen. Denn alle Kleinigkeiten durchzunehmenist nicht des gegenwärtigen Vorhabens. Nur bey denCardinälen zu erinnern, daß ste Don irmoceu-rio IV.mit den rothen Hüten und Purpur-Manteln besitzen-cket worden, auch Erlaubniß erhielten auf ausgeputz-ten Pferden zureiten, t) um solchergestalt, wieI.ALV8 dabey die Gsdanrken hat, den Apocalyptische«Huren-Schmurk dadurch der Welt desto deutlicher vorÄugen zu legen.

Weil zu ihren Verrichtungen unter andern die Pabst-Wahl gehörete, und ihre Uneinigkeit dieselbe offt lange

E.r.v5 m. feinest Pupillen' n. um r>äö ^

Kayserthnm, und gab es nrroui von Sachsen ,, ^'lclAueangoivissni habe», damit sie in solcher Versver«chen er doch hernachmahls auch excommumcircte. ^ .st- «.-..beit dello

^e6oü.ivs ix. schlug sich zu den Rebellen des KäyserS Schlüsse gelangen möchten u) ^ ^ ^

u. und ob sich gleich dieser wieder mit ihml^'^""' saugen-mochten, u)

aussöhukte, so umerließ er doch nicht, die Fürsten ge- , ^ c«

gen ihn zu verhetzen, damit er ihn um die Käyscrliche Was ist bey Orämuüon Der Kll'chm - Bt-Würde bringen möchte. IV. bestachl Dienten ZU NM'tkcN ?

ve vmxiL, daß er dem Käyser durch Gisst Hirn ... „.g

Wch, ->n- Disch-ff- -u«juschlkff,„° .7Die Wahl der Bisti>össe durch das Lcrucimum oderQow.promM»m warb auf dem IV. Lonciüo im Lateran

der gottlose Anschlag vor dißmahl nicht augieng,, svfiifftete er doch endlich, wie einige melden, krrivrkrciuatürliä)en Sohn an, daß er seinen Va-

ter mit Gisst aus dem Weg« brachte. -Gleichwohlgericth der Pabst diesem nzurirrvo nachmahlen -auchi>n die Haare, und es war in Summa weder Treu'noch Glauben bey dem antichristischen Menschen desVerderbens anzutreffen.

Die Grausamkeit und Unbarmhcrtzigkeit des Pab-stes ist nicht nur aus diesem bereits abzunehmen, und

verordnet. Nachderersten Art wuideu die V«ia durchdrey glaubwürdige Personen aus dem dollcgio derWählenden ingeheini gesirmmlet, aufgeschrieben, undohne Zeit-Verlust pnbücirek,damit bey Gegeneinan-derhaltung der Stimmen der-enige erwählet werde»möchte, dem die meisten beygefallen.

Nach der andern Art ward die Wahl von dem Lol-

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wird auch unten bey den Verfolgungen derWaldenftrvW'o nur etlichen wenigen Personen anvertrauet, da«erhellen , sondern inan darff sich nur erinnern, was sie desto chender über einem 8ubieÄo «ins werdenoben l'mLeben ci-L^rmvi? iv. von derHinrichtung ccm fönten. )

RMI und rkmxkici gemeldet worden, so wird niemand Ossk appellirete man wegen der Wahl an den Pabst.

weiter Zeugnisse davon verlangen

Von der hochmüthigen Voßhcit des Antichrists istalles voll, und wird unken im V. Capitel ausgefüh-ret werden.

Überhaupt waren die Päbste so sioltze und böse Leu-te, daß man sie mit einem Worte und mit einer Ge.berde in unversöhnlichen Zorn bringen konte. innocerrrio dem NI. wicdersprach einsten ein Cardinal, undder Heil. Vater scheuere sich nicht in feinem teuflischenZorne ihm den Teufel davor auf den Hals zu wün-scheu. 8) Der Käyser rinvekicvs solle sursoxici ix.die Füsse küßen, küßerc ihm aber nur die Knie, wel-ches den Pabst vor Zorn gantz ausser sich sechsten setzte.Anderer dergleichen Exempel, weil sie hin und wiedervorkommen, zu geschweige».

der setzte denn einen, den man nicht kannte, oder sicheingebildet hätte; r) wie er sich denn bekannter Artnach aller (^onürmstionen der Visctzösse, auch inDeutschland mit Ausschliessung der Käyser, die sonstbisher noch immer das ihrige dabey zu sprechen gehabthatten, anmasseke, g) und nxxiueo, einem Grafenvon Beringen, der zum Straßburgischcn Bischossewar erwählet worden, weil er die Parthey rnn.,??!hielt,bis in das vierdteJahr nicht consirmiren wölke, b)Bey den Ceremonien der Oräinscion ist nichts ver-änderliches anzumerckeu.

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