XM. Seculum. III. c,p. Von dem Kirchen-Reglmeutt.
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die Regnl ^uZuNim, doch etwas verändert/ sondernauch den Habit angenommen / ausser daß sie einengrauen Uncer-Rock tragen. Der Ursprung ist zu Flo-rcutz etwa Anno 1292. gewesen, da sich einige Edelleutesonderlich zum Dienst der Jungfrau Marien zusam-men gethan / welchen nachmahls dieselbe selbst erschie-nen seyn / und ihnen sowohl die Regel als den Habitangewiesen habe» soll. eLLNE iv. Hat ihn r-66.contirmiret. 5)
XX.
Welches sind die weniger bekannten und ge-ringern Orden, so jetzund aufge-kommen ?
1. Der Orden der k4Vd4Il>l^^OR.Vkck, oder Ge-
demürhrgrcn, welcher Anno r 200. von innociElo m.contirnuret worden. Der Ursprung wird von einigenMeyländischen Edelleuten hergeführet, welche wegenÜbeln Verdachts von den Kaysern nach Deutschlandwaren rclegiret worden / und sich daselbst zusammenHielten / auch gewisse zu einem religiösen Leben abzie-lende unter einander beliebte Regeln beobachteten / bisfic endlich dem Käyser einen Fußfall thaten, und da-mit Erlaubniß bekamen, wieder nach Italien zu gehen.
Hier beschlossen sie nun einen besondern Orden auf-zurichten, wie denn jcderman damahlen auf das O»dens-Weftn erpicht war/ und weil sie bisher ehelich ge-lehrt hatte,,/ so theilekcn sie sich in Mönchs-und Non-nen-Klöster/ nahmen einen Theil der Regul LeneäiÄian, trugen einen langen weißen Rock mit eirrem 8ca-pulsn und einer Kappe/ und vermehreten sich nichtwenig, g)
Sie wiebersetzteu sich dabey den Waldensern, derenDemuth und Verleugnung sie es in ihrem Leben zuvorthun wölken / und weil sie die Ing -iitmon an der HandHatten, thaten sie ihnen nicht wenig Schaden, b)
Die Heucheley dieser Leute aber brachte sie im fol-genden zu einem so unordentlichen Leben, daß derPabstrivs v. Anno i;7i. vor gut erkannte/ den Orden zucaßiren, und ihre Güter einigen Cardinälcn zuzu-schlagen. >)
2. Der Orden der Bruder der Heil. Dreyeinig-keit, welch sonderlich daö Vocum thaten, die gefan-genen Christen unter den Hcyden durch Rantzion zuerlösen. Das Merck war an sich gantz gut, kan aberohne ein Gelübde von einem jeden Christen geschehen.Ihr Urheber war ein Parisischer Ooäor
d>lL8 l)L aus der Provence gebürtig. Sonst
trugen sie ein weisses Kleid mit einem Crcütze, undwurden von Ik^ncrdiric, I'I. Anno i2ii.conbrmiret. k)
z. Der Orden der Heil. Marien von Erlö-sung der Gefangenen, so in Spanien von kb,IK.O
" k) Iid.6. c»p.;r.
smislkr »rclinis krrtrum scruvrum 8.14. V. z)
k^V8 lls oriß dknn.ck.t. >ib, 5. c.s>. 10. VOI.^I'LKkt^devL!>l>. 21. IO. HV8 in tiiilor. 14e^i«I-n. Iil>. 12.
8kOdU)^I^lV8 »ci >n. nyy. 8) Vl;8kk.U6k-K8I8 in O.e.i) kl.^VIV8 LU8KV8119V8 in Lullen«, conllitut 119.snm 7577. tt08?I>!I^V8 loc. cir. !c-dtl in 6,Ui» cbütti Um. 4.
l8lOl.^8L0 zu Rautzionirung der Sclave« unter denSaracenen aufgebracht worden, l)
4. Die cOdgMkO/xT'lON der Cölestiner, welchevon ?L lk0 VZ dio^oxik, ehe er noch unter demNahmen LOLl.L8HdU V. Pichst war, aufgerichtetworden. 6keso»ivr lx. constrmircke sie erstlich aufdem (üoncilio zu Lyon : nachmahls that es derSriffter selbst nach erhaltenem Pabstthume Anno 1294.Sie haben die Regul LenechA, doch mit grössererSchärffe, und kragen einen blauen Habit, m)
XXI.
Was hat man von dem ärgerlichen Lebender Mönche vor Nachrichten ?
Gleichwie die Msnchs-Orden aus nichts anders alsHeucheley und Aberglauben erwachsen : alfs kan mansich nach so schlechten Wurtzelu leichtlich die Früchtedavon einbilden. Sie waren mit kurtzem eine Stützedes Antichrists, Verführer des Bolcks, eine Plage derWelt, und ein Schandfleck des christlichen Nahmens.
Das erste wird niemand leugnen, wenn er bedencket,wie die Mönche dem Pabste geschmeichelt, seine Lehr-Sätze aufs eifrigste vertheidiget, seine Befehle gehör«samst ausgerichtet, darneben den Aberglauben, als denGrund des Antichristischen Reiches, vermehret, undsonst durch so viel tausend Klöster die Monarchie desPabstthums verstärkt, zugleich aber manchem Landeund mancher Stadt die Federn, so zu sagen, beschult«ten haben.
Das andere brauchet keines Beweises, weil es amTage ist, wie sie die armen Seele» von Christo ab aufihre Werckheiligkeit und Verdienste geführet, und die.selben mit ihren unverantwortlichen Lügen-Wundemund Gedichtet, in die Irre gebracht.
Das dritte ist so offenbar, daß derjenige, so es inZweifel ziehen woltc, billich zu dem Haussen der Ver«nuuffts - losen hingewiesen werden mäste. Werbennicht die Länder durch die Faulheit der fast unzählichenBettel-Mönche, ja, überhaupt durch die Gewinn«sucht aller Orden ihrer besten Krasse beraubet?
Wie viel Einkünffte werden der Obrigkeit dadurchentzogen, die sonst zum gemeinen Nutzen Hätten unge-wendet werden können? Wie manche Fanülie mußbetteln gehen, weil sie die betrugliche Heiligkeit derBettel-Mönche um alles gebracht ? Wie manche El-tern werden dadurch ihrer Kinder beraubet, und müs-sen den Trost und Stab ihres Alters entbehren ? An-derer fast unzählichen Plagen durch sie zu geschweige«.Von Unruhe, Meuchel-Mord, und andern Boshei-ten redet die gantze Historie.
Daher sie billig als ein Schandfleck des christlichenNahmens gehalten werden, welches ich noch mit we-nigen Zeugnissen au« diesem 8ccu!o bestätigen will,ohngeachket derselben fast unzähliche vorhanden, wel-che aber die gegenwärtigen Grcntzen überschreite».
Wegen des bösen und schändlichen Lebens derMön-_ ehe
l) Viktor, ecclef. secnl. 79. prx. 1697.
m) cttO.?IWV8 kjonaMc», Ilb. L. t408kIdII^dIV8 Ivc.cit, lib. 6. cip. 7.
Zrrz zzz