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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Xlll. Scculum. V.Oap. Von dem ättsserlichen Zustand der Kirchen in Orient.

den. Sein geblendeter Vater is^civz ward zugleichmit ihm auf den Thron gehoben. Gleichwie aber we-der Vater noch Sohn eine gehörige Tüchtigkeit zumRegiment hakten, und sonderlich ^I.LX«V8wederTapf-ferkeit noch Großmuth zcigete: also machtensich die La-teiner solche Schwachheiten dergestalt zunutze, daß sienicht nur in Geld-Forderungen gantz unersättlich wa-ren , sondern auch, da die Käyser nichte mehr aufbrin-gen konten, mit Raub und Brand gantz unbarmher-tzig haiiseten.

Diß konten die Griechen bey dem Stillschweigen derKäyser endlich nicht mehr vertragen , daß sie darüberausständig wurden, welches dem folgenden Gelegenheitgab, den Käyserlichen Scepter zu überkommen-g)

67. ^ULXlV8 V.vvc^r oder iavkcrv?»l.v8

Käyser Anno 1204. im Ianuciriv, regieret 2. Monate und16. Tage.

Den Zunahmen K1VK2Vki^l.V8 führet er von sei.nen grossen Augenbraunen. Sein Geschlechts - Nah-men nvciL zeiget seine vornehme Ankunfft, nnc dennbekannt, daß aus dieser Familie schon verschiedeneKäyser gewesen.

Man findet an ihm Arglistigkeit, Herrschsucht undGrausamkeit. Durch die erstere brachte er bey wäh-rende» Troublen Xl^XIViVI ins Gefängniß, indem erihm bey Nacht-Zeit weiß machte, es wäre das rebelli-sche Volck vorhanden, und wolte ihn zcrrcisscn ; wor-über ihm der Käyser durch eine heimliche Thüre aus sei-nem Gemache folgere, aber an statt der Sicherheit beydem Anhange DVL.-'rk: die Fesseln und ein abscheulichesGefängniß vor sich fand.

Bald darauf, da OV 0 n 8 seiner Herrsch. Begierdedurch Ergni'ffung des Scepters, wogegen sich im wandsetzte, ein Gnügen gethan halte, räumcre er den gefa'nge-nen ^l.LXIVVl unbarmhertziger Meise durch denStrang aus dem Wege, und befestigte sich also nachArt der Tyrannen auf dem Throne.

Seine Ubelthaken aber empsiengen stich nnigst ihrenLohn. Denn als er nai.r>vmvr>i so nächst beiEonsian-tinopcl stund, fortjagen wolte, ward r gcff>l n, n, unddie Stadt nach etwa 60. Tagen durch Vcyhülffe derVenetianifchen Florte wieder erobert.

«ahm zwar die Flucht, ward aber zuMeßinopel von dem verjagten chichXO !I^. ergriff nund geblendet, nachmals gar nach Consiantinopel ge-bracht, und von der hohen Säule chnstkaiu herab gcstürtzet. b)

68. ?NeOI)OKV8

Käyser zu Nlcaa Anno 1204. bis 1222. alt 48. Jahr.

Er war ^lchXIl III. Schwieger-Sohn.

Sein Geschlechte führet den Nahmen von dm Herrschafft I^alcariz, so an den Italiänischen und Frantzösischen Grentzen bey d^irra gelegen, i) Die Griechen ruffken ihn zu Nicäa zum Käyser aus.

Sein Schwieger-Vater hakte sich zu dem Türckischen

8) 6ttO^I^1k8. b) Ibiciem. KK 8 OIVV 8 .

bk^Ik^kOVKO bitt. g« I» crviliiilc lib. Z. i) OV kvr bik.ßeaesl. I-stear.

Fürsten rcririrek, und ihn gegen den Schwie«

ger-Sohn aufgebracht,daniit ihm dieser das Reich ce-tlikuicen möchte. Allein IMOOOKV8 wagte sich mitwenig Volcke an den Barbarn , und hatte das Glückihn nach einem zweifclhafften Gefechte zu erlegen.

Er behauptete einen ziemlichen Theil von Klein-Asieu,und starb ohne männliche Erben. K)

69. IOttät<NL8 III.r> VcL 8 oder LaTLcx 8Käyser Anno 1222. bis 1255. alt 62.Jahr.

Der vorhergehende crnennete ihn als einen Eidamzum Nachfolger; wie er denn auch feines hohen Ver-standes, Standhafftigkeit und ernsthafften Wesens hal-ber zum Regimenke gantz geschickt war. s)

Er verfiel in einen Krieg mit LovenvovonConstan«tinopel, worinnen er ziemlichen Vortheil gegen diesenhatte. Nachdem aber Anno 1223. verstor-

ben, und der vertriebene König ic,uälE8 kkvennivzvon Jerusalem die Vormnndschafft über den jungen«äi.k)vinv»i führete, bekam er bey Constantinopel ei-ne Schlappe.

Bald daraufwctzte er die Scharte aus, indem er Con-stantinopel so gedrängt Hielt,daß sich derjunge o^i.vvmvsnicht sicher achtete, und nach Franckrcich rcrirircte.

Ausser diesem sitzte er sein Reich gegen die Tartarn,Scythen, Bulgarn und andere Feinde in Ruhe, halffdem Feld.Ban und der Vich. Zucht auf, und verbothalle ausländische kostbare Zeuge, durch welche gute An-stalten er sich und seine Unterthanen bereicherte.

Der Pabst sim6c>kiv8 ix. schickte Ao. r-zz. Legatenan ihn und die Clerifty,welche auf einem 8yi:oäo dasUnions-Werck, wi wohl vergeblich,tractireten. Dochversprach IOIM>IchXch8 die Sache in Stand zu sitzen,wenn d r Pabsi die Abend-Länder abhalten würde, daßsie den Consiantinopolitanifchcn Käyscrn ferner keineHülffe zukon men lissen; m) welche Bedingung aber fabeschaffen war,daß aus dem Handel nichts werden konte.

S me andere Gemahlin war , desKayserö

l'HU-I IUOI II. Tochter , welche aber unter ihremFr.niciuimmcr die hatte, von welcher im

Lebe«! nn ki-ttOki Meldung geschehen, und die

dem Käys r besser anstund, als seine Gemahlin, darüberdiese in gr osstr Verachtung leb n muste. n)

70. stt»Ol)OKV8 II.

I. ^ 8 ca 8 I 8

Kanser Anno 1255. bis l759.alt z6. Jahr.

Erivar d s vortz-! gehenden Sohn von der ersten Ge«nmhlin und führete den Zunahmen von dem

Mütterlichen Groß-Vater. Die Tartarn und Vul-gärn mnsicn den Frieden von ihm bitten.iaic»^xl.eia?L-l.LLoi.o6v>i, dcrzn den Türcken Übergängen war, bewoger durch st ine Leutfteligkcit und Versprechungen, daß erAaa aaa aa z wieder

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