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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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I2§4

Kirchen-Historle Neues Testamentes

wieder Zurücke kam, und dem Käyser einen nnzcrbrüch-lichen Eyd der Treue schwur. Seine Gelehrsamkeitund Tugenden machten überhaupt einem jedweden vielHoffnung von ihm, wenn ihn nicht seine Leibes-Schwachheit vor der Zeit ins Grab geleget Hatte. c>)

Kurtz vor feinem Tode gieng er in ein Kloster, undschrieb darinsen verschiedene Bücher - wie oben demden Lehrern -angezeiget worden.

lOttädES IV.

Käyser Anno 1259. bis 126;.

Der vorhergehende Käyser Hinterließ dkeseu feinenSohn als ein Kind von Jahren unter der Vor«mundschafft des Patriarchen und des Ober--

Garderoben-MefsterS axmcsn »vr^ro^i?. Weil aberdieser letztere von unedlem Stande zu dieser Würdeaufgestiegen war, und andere Hohen und Anverwand-te» des Käysers ihn darum beneideten, daß er vor i'h-mndursi) das Käyfcrlichc Testament dieRegentenschaffkbekommen Hatte , so ward er nach kurtzcr Zeit -umsLe-bcn gebracht, und das Regierungs-Ruder ^io»Lei.ll,^xoi.Qüo anvertramt.

Doch hiermit war das Schaaf dem Wolffe in dieKlauen gerathen; indem stch nicuLLl. durch die Ho-heit seines Geschlechtes nnd die Gunst, welche er sichbey jederman zuwege zu bringen wüste, anführen keß,das Käyserthum selbst zu behaupten, und den unschul-digen lOttddldlsikl im zehnten Jahre seines Alters zublenden, wovon im Leben des Patriarchen LLSLnu be-reits. verschiedenes angezeiget worden, p )

72. VIII.

V^V»k0l.06V5

Käyser Anno 126;. bis r28;>

Er war von Vater und Mutter ein PARANOIDLV8, und wird daher von einigen der Hoppeltel.^k0bO6V8 genennet. Sowohl diß sein Geschlecht,als auch seine gute Aufführung und Tapfferkeit mach-ten ihn beliebt, daß er obangerezker mästen zur Cro-rie kommen tonte.

Noch ehe er Käyser ward, sührcte er unterschiedeneKriege gegen den Despoten oder Fürsten nicuEr»»usLi-vn in Thessalien, gegen die Bulgarn, Sicilia-ncr und Türckcn mit großem Vortheile, und Ao. 126;.Hatte er gar das Glücke mit weniger Macht durch ei-neu ihm verrathenen verborgenen Eingang in dieStadt Constantinope'l zu dringen, und damit die La-teiner aus dem Besitz dieses Käyserthume zu setzen.

Seine Kriege, so er ferner mit den Venetianern undSiciliancrn, Tartarn und Türckrn gesühnt, mögenhey den Politischen Skribenten nachgesehen werden, g)Wie sehr -und aus was Ursachen er die Vereinigungmit der Römischen Kirchen gesucher, ist aus der letz-ten Frage des vorhergehenden Capitels, uNd aus denLcbens-Beschreibungen derGriechiftbenLehrer bekannt.

Man rühmet an ihm ein natürlich Konerce; und

6KOK.6IV8 LOOOl'ttk-H 6/^VK tritt. litt.scripr-cct. P.6Z4- 18 t<l!kX^^PKN t-c. ,4. Sr 14. k. 2.

p. 244 teqq. p> m6k?«NKV8 6KK6k>^8 lik. ,. L 4.»6LON6IV8 p'cktvvl-n!ü lik.:,. q) t>j-m. 6 K 086 IV 8^ckOkOL-ires. dii6KkttO«.V8 6KL6V8L8 lld.z.4.5.

majestätisches Wesen, seine Leibes-Starcke und Kriegs«Erfahrenheir, ingleichen Klugheit und Beredrsamkeit.Bey dem Anfange seiner Regierung bezeugte er sichgar gütig und mildreich, wie er denn auch im folge«,den niemahlen das Land mit gar zu grossen Anlagenbeschweret. Seine Herrsch-Begierde, so sich in sei-nem gantzen Leben zeiget, brachte ihn offt auf boßhaff-te und schädliche Anschlage. Sonderlich machte ihndie so eifrig gesuchte Kirchen - Vereinigung endlich soverhaftet, daß man ihm nach dem Tode nicht einmahlein Käysertiches Begräbniß Halten wolte. r)

Vl.

Waö vor Lateinische Käyser haben inOrient regieret?

r. 8ädl)V1dlV8

Käyser Anno 1204. bis 1205. alt Jahr-Er war ein Graf von Flandern und Hennegau, undkam ohngefehr durch das Glück vermittelst der Erobe-rung der Stadt Constantinopel auf den GriechischenKäystr-Thron, da er sich sonst nur einen Zug nachdemgelobten Lande vorgenommen Hakte. ;)

Die Ehre ward aber gar kurtze Zeit von ihm genostsen, indem er bey der Belagerung der Stadt Adria-nopel mit dem Bulgarischen Könige inu^nue» wel-cher der Stadt zu Hülffe kam, in Handgemenge ge«rieth, gefangen warb, und im Gefängnisse sterben mu-sie. l) dlILsil'^8 berichtet, man habe ihm endlichnach Langem Gefängnisse die Hände und Füsse abge-hauen- und den noch lebendigen Rumpfs in ein Thalhinab gestürtzet, woselbst er erst des dritten Tages her-nach verstorben.

2. NL!MicV8.

Käyscr Aniiv 1205. bis 1216. alt 40. Jahr.

Er folgere als ein Bruder des vorhergehenden, undhielt sich kapffer gegen die Bulgarn und Tartern, brach-te auch die Griechen, so sich des Lateinischen Jochesgern entschürren wollen, zur rsitdn.

Damit er sich in seinem Reiche desto fester setzenmöchte, so erwieß er sich gar leutseelig und gelinde nichtnur gegen die Lateiner, sondern auch gegen die Grie-chen, deren Kirchen , so der Päbstlichc Legat geschlos-sen hatte, erihnen wiedcreröffnerc,und die inHasstirrtenPriester und Mönche entledigte- u)

Weil er den Schaden erkannte, so dem gemeinenWesen dadurch zuwuchs, daß man die Kirchen durchso viele Vermächtnisse bereicherte, so stellctc er ein Ge-setz dagegen, vermöge dessen niemand frey stehen söt-te, den Lärchen liegende Gründe zu vermachen,welches aber der Pabst innocetirlv! ni. mit tressuchscheelen Augen ansähe, und ihm darüber viel harkeBriefe zuschickte, x)

g. ?LVKV8

r I-Iem lik.;. circ, kn. s.) Nickis 6ttOdtt/^k8in 8^l)Vlk<0. 6k. ä6KOI>OK66L8 6K. l-0607'ttk-8K80I.VV8 in Kit». 6ontt,nc. t) Näl'äL.IiiX/rdMKK tec. IZ. cL 14 . p. 2 . PIß. 2Z4- t-q. u) 6 KOkt 6 .

/r6KOkOK1^k8. 6KOK6. l.060H»K^A.6ttO>iItrik8. ^IH. -c) Id1K06kdci'tV8 Hl. epil». y8-99. lvo. lib. lz.conf. i.c. p. 2ZS.