XIV. Seculum. V. c,p. Von dem äussers. Zustand der Kirchen in Occidenk.
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Sein Vater ion>.rmrL, König in Böhmen/ war einSohn des Kayftrö ne^kiLi vu. von Luyelburg.Sonst Hieß er mit seinem TaufsiNahmenI.^V8, ließ sich aber bey der Firmelung/ dem KömgeQurol.o iv. inFranckreich, an besten Hofe er anferzogenward, zu Ehren, den Nahmen beylegen, r)
Seine Geschicklichkeit ist unter andern daraus zuerkenne» / daß er fünff Sprachen, nehmlich die Böh-mische , Deutsche / Lateinische, Frantzösische und Ita-liänische vollkommen reden konte. Hiernächst war ergelehrt / weift/ listig / beredt und grosse Sachen aus-zu führen nicht untüchtig, r) Doch war er ein gar zugrosser Freund der Pfaffen, und suchte sein Imerestenicht allemahl auf die beste Weise zu befördern / wreaus der Historie erhellet. , .
Anno IZ4/. lucceciirete er seinem Vater im König-reich Böhmen/ und weil auch der Käyftr Ludewigbiß Jahr verstarb/so gieng er mit einer Armee in Deutsch-land/ und unterwarsssich die ihm noch wiedcrspensti-gcn Stände, c) Es kamen aber die Churfürst-.!,, sobey seiner Wahl nicht eingestimmet hatten Ao. r;48.zu Franckfurt zusammen/ und erwähleten den KöulgLi)VälMV.vi in Engelland gegen ihn zum Käyftr,wel-cher cö aber abschlug, u) Jene versammleren sich also wieder nach einigen Monaten zu Kantzm-Bäyern,und gaben ihre Stimmen k-KIVLLILO, Marggraf nin Mcisseu, bey dem sie aber auch nicht ankommentonten/weil er sich sein Wahl-Recht von (RKOl-O
genannte goldene Bulle/ welche die Fundamental«Gesetze des Reichs von der Käyftr-Wahl in sich fasset/und wegen des angehengken goldenen Siegels betiteltworden, verfertiget und pakl^iret wurde, a)
Sonsten exercircte er seine Rechte über das Arsla«tische Königreich durch unterschiedene Investituren, der«gleichen er dem O-upbm cLKoro wegen des Delphi«nats, und dem Pabste iv. wegen ^uignon
verliehen. Er verordnete auch Anno iZ48. den Ertz-Bischofs von ^rier li-lennirer zum Cantzler und Vica-i-io des bemeldeten Königreichs; wiewohl erAo-1369.da er zu Paris sehr wohl tractiret ward, das
Vicarisr, nicht aber die Herrschaffk/ darüber auf Le-bens - Zeit concsciirete. b )
Seine Familie zu versorgen, kauffte er von demMarggrafen , des KäyserS rvoovicr 84 V 4 «l
«ohne, welcher ein sehr unartiger und wollüstiger Herrwar, vor 200000. Ducaten die Marck Brandenburg,und schenckte sie seinem zweyten Sohne sisisxivnoo. c)Der dritte Sohn ion>mnL8, bekam die Laußnitz undLützelburg: der älteste Sohn aber wurde
Äuno zum Römischen Könige erwählet und ge«crönet, nachdem die Churfürsten vorhero mit gnugsa«uien Gelde darzu waren -stchon ret worden. 6)
Ob er gleich sonst, wie gedacht, ein Patron der Cle«rifty war, zumahl, da er in Deutschen Landen durchselbige vielfältig zu seinem Zwecke kommen muste: sowüste er doch sein Ansehen gegen den Pabst gar geschick-
IV. mir loooo. Marck Silbers adiauffen ließ. x) lich zu behaupten. Anno iz; 9 - verlangte der PabstEndlich solte es der tapffere Graf Günther von ^»'occu-rivs vi. von der Deutschen Clerifty Substdien«Schwaryburg seyn, welchen man soweit nöthigte, Gelder, der Käyftr aber ließ ihm sagen : Er mochtedaß er siehe gefallen lassen muste. cäkOi.V8 tV. aber sich lieber um die Reformation der Clerifty, alsbestach seinen Leib - i-lesticum Lrepdanek , daß er ihnrum (Feld Sammlungen bekümmern, c) 6KL60.Gisst beybrachte, von welchem er zwar das meiste von ^,V5 x,. hätte chn gar zu gerne zu einem Creutz.Zuge
sich brach, doch einen krancken Leib behielt, und alsoder Käyserlichen Würde übermahl vor ein Stuck Gel-des renuntürete. >)
Solchergestalt gelanget« L^KOllV8 endlich Ao. i z;o.zu ruhiger ?vllc;uon deö Käyscrkhuniö, nachdem er sichdurch grosse Gcld-Summen a» allen Orten Platz ge-macher Harre. Er brachte hierauf in Deutschland al-les in Ordnung, und gieng sodenn nach Italien , daer zu Meyland und Rom gekrönet ward, kam aberauf dem Rückwege zu Pik in Lebens-Gefahr, mdemman seinen Pallast bey 'Nacht - Zeit mit Feuer ange-stecket hakte, worüber die Deutschen und Pisaner ein-ander in die Haare geriethen, die letztem aber ver-spieleten. -)
Nach seiner Zurückknnfft schrieb er Anno ei-nen Reichs-Tag nach Nürnberg aus, worauf die so-
nach Jerusalem beredet, und ließ ihn einmahl über dasandere deswegen erinnern : allein der Käyftr gab end-lich zur Antwort: Er könne zwar eine ziemlicheArmee zu solchem Zuge in Stand seyen ; alleines wurde nicht gejcheidr gehandelt seyn, wenn erdie Chrrftcn wegen eines Landes, das er dochnicht behaupten käme, auf die Schlacht-Banckliefern wolle, t)
zz. ^enck8lRV8
aus Böhmen
Käyftr iZ78- abgesetzt 1400. stirbt 1419. alt 58. Jahr.
Es hat dieser bey den meisten, sonderlich geistlichenScribenken, einen gar üblen Nahmen, und möchteman lieber einen andern dlcronem und k-llliogsbalum,ja einen stnckmäßigen Schelmen aus ihm machen, g)
Man
r) lärm p. 125. ^Ldtk.^8 87 I.VIV 8 in bik. üjokem. OV-»k?,VlV8 in trist. »okcm. Iib.20. ,) >üd?ki^8 81 N.VlV 8
loc cic. csp. ;z. VVKK^VlV8 l.c csp. 2«.üb 7. l) iiü»VO^kk1V8 sä ,n lZ47 ?-kZ6Ldi1'ldIV8x. 14k. wc. cic. 144.
»xi8!<icv8 äe euxnt. ^ngl. üb. 4 P.2596.
») KKOüdil'lN ?-8-145 ^ketl-ULbllVL ,ä -n. i;47.7) p. 150. ieq. tkaX 1 ' 2 lV 5 in metrvp. üb. 9.
c,p. 29. kkk0()Lt-rlV8 ,ä,n. >449. r)x.iöz. KLLoOkkklVS -ä,0. 1-54. zVLdiUdi. üb. 7.
») Viä. v. v. 81 'ft.VVIV 8 8xnrsßn,,r. bist. 6erm. 907.k-,-,. b) 8H<^VLtHV8 irr äisterr. äe regn« kreist. k^V-ÜV8 /rkbtIt>IV8 Üb. 8 k>. v?^lk.ü. 1 -. 2 . Ox. p. 495.se-,.
p. 15z. l). O. 8HZVVIV8 loc cic. 7 YIZ sec,^.c) lib 7. OVKK^VIV8 Ub.25. -t)
p. 166. VV8K^V. üb. 22. Liivd1^k4^V8 In ckron. Osn».brvz ,pu-1 s. P. SZ7- e r 8LK^!ZIVS
rer. lik. 5. p 858. Hri1-ttLVIV8 sä an. iz-iy.
d'/-Vcr 5.KV8 rol.2. 8-nersr. 46 k- I ttL!VlIV8 sä.sn. IZ7Z. 0VKK^V,V8 üb.22. PS8-58;. K) Lbron» dt.kelßic. p-8.,26. CVZkMI^dlVS ». Z89.
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