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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen. Historie Neues Testamentes

waren. Er setzte dabey die Reguln der Orden 8. kvtici>Äel>5, k-mli, und krunciscj zum Grunde, und gab zumOrdens-Zeichen ein rothes Ereutz mit einer durch einegoldene Kette daran befestigten Flagge, worinnen dasBiloniß der Jungfrau Marien und der Tmfel unterihren Füssen zu sehen, nebst der Uberschrisst; Vmc? Korinichni vere noltro.

Hierzu rechnet man die Aufbauung vieler verfallenenund Verbesserung anderer Kirchen, wie auch verschiede-ne andere Bau - Führungen , so zur Vermehrung desStaacs gehöret?»,, als den Pallast zu Castel 620601^0,den Havcn (ieinoccllo; und andere.

Er nahm das Corinrhische Ertz von dem Dache despankbeon. und zierete damit das Apostolische Grab. Darübrige muste zu Messung eines ausstrordcnnich grossenSulckcs dienen. Wovor» man am ?2chumo das Pas-quill fand » (Zuost non fecrrmn ösrb^rj, tererum L->r

bsririj.

Die kroca-kuren gegen die Ketzer, so zu seiner Zeit i»Franckrcich, Irrland, Deutschland, Viffwlm. und an-derswo vorgegangen, davon unten an seinem Orte deut-lichere Eröffn ring folgen wird, müssen nach den Römi-schen Grund-Satze», heldcnmäßige Zeugnisse seiner Ortkoüoxie abgeben.

Den Bischöffe»» und Cardinalcn befahl er in ihrenvioeceten zu reiiüiren , welches aber »licht sorvohl ausBegierde zur Erbauung ihrer Gemeinen, als darum ge,schahe, daß der PäbstlicheHoss >nit ihren IneriAuen »nochte verschonet bleiben, je)

Unter den TadelnSwürdigen Beschaffenheiten diesesPabstes stehet der d 4 eponlmu; oben an, wodurch er beyvielen sehr gehäßig worden. Er machte z. seiner Nepo-tcn zu Cardinälen , nemli-ch seinen Bruder ;

nnd seines Bruders Söhne und ^^-rouivk»!.

welchen er gar vicss nachsah«, und ste übcrflüßig ver-sorgen; wie er denn überhaupt seinen» Geschlechte 40000.Cronen an Eiukünfften nachgelassen. Einern andernJZpolen o gab er das Amt eines I^aeköli zuRom, und kauffn ihm das FürstelrlHuin?ÄlLeür»ris, wel-ches bis anhero denen von car-mur gehöret harke, wor-über der pi-scfc-^u? so bommüthig ward, daß er den Rangmit den Flirstlichen Abg.sandten praekenclirete. Diß gabverschiedene Verdrießnakeiten, daß such dcmVeneriani-scheu Abgesandten orä^ zugestellet ward, deswegen nachHause zu gehen. Ja, es wäre bey nahe gar zum Krie-ge auSgebrocherywenn nicht der FrantzösischeAbgesandtedie Sache Anno i6zz. zu einem Vergleiche gebrachthätte.

Es rieben sich auch die Päbsili'chen Nepoten an denL>ertzog von l'arms. und erob rten so vieler von

dem Pabst? zu Leben besaß. Der Hertzog hatte Fsorfntz,Venedig und denV'ce ke von däcsp-ui auf seiner Sei-ten; berqcacn stund Franckreich ! eu dem Pabst-', welcherbey dieser Gelegenheit die Spanier gar aus Italien zuvertreiben . und das Königreich o!b simen Ncpo-ten zu juschantzcn suchte. Endlich, da der Pabst auf

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die Vermittelung von Florentz und Venedig den Banngegen paema »licht aufheben wolte, trat auch Xl-..waam»» dem letzrern in Bündniß, und fiel mit zoOO.Maunin den Kirche»» - Staat, worinnen cr eine solche Furchtcrweckete, daß sich LoIc>gna und andere Städte ergaben,auch Rom sechsten in Schrecken gesttzct ward. Weilsich nun der Pabst unglücklich sahe, und der König inFranckreich zum Frieden riech, ward selbiger 1644. ge«schloßen und (chMo e-iti.imet. i)

Em mehrcrö von diesem Pabste wird noch unten hinund wieder vorkommen.

Von seinen Selmsfcen hat man

1, in s»i<zu^k ör Lsntics vet. ör nou»

2. Lpitzf-mmir» in viror illuür s.

z. 0c OSss in cilec teirvs.

4. «.vnltinirinnes üe breues knnrikcis«, deren einigt ss

Iclnitisiis, cie in n»init>u« öc kekis Johann Hornbeck ANUsIü;z». zu Utrecht n»k fckuliis herausgegeben.

l IV8 X.

Pabst Anno 1644. den 1;. Eeplcmb. bis 1655. den 7. Ja»nuaru, all go.Iahr.

Die Cardinäle waren ;8, Tage im Lonclgui, ehe steüber einem Pabst? emig werden komen, und endlich er-wähl ten sie doch den unrechte»,, welchen man bev deinEingänge ins Lonc^ne gar nicht vor Pabstwäßlg ge-halten hakte m) zumahl, da seine Lebens-Art bisheroziemlich ärgerlich gewesen war.

Er Hieß sonst 10 nl^d.L8 8 äkII 81 AlckV8, und war ein gebohrner Römer. Die letzt vor-hergehenden Pabste Hattm ih„ zu uaterschirdenen iVuu-cisn-rin gebrauchet, und Viu. legte Anno ,627.

durch seine Erhebung zum Echrdinafak den Gxund zurfolgenden Pabst-Wüxde, dessen Verwandten doch nach-mahls von kx.v.?l-ilbi 0 > oder, wie er nun hieß, Ik4-d>OLKde ilO X. aufs heftigste verfolget werde»,.

Sein Nahme ?älVlstMl.i V§ gab einem Schnrcichlerdie gottlose Erfindung ein, ihn dein Sohne GOtteö lä-sterlich» r Weise vorzuziehen , wenn er folgendes unver-antwortliches Work-Spick anst flere: stiim; k)!U eracpbilm;, secl non pawpbiju^ j w iches etwa soviel hcif-set: Der Sohn GMtkes war der Liebe oder Ge-bebte, aber mehr der Tilleraeliebrcfte. n)

Man mag ihn aber mir mchrerm Rechte unter dio Al-lcrverhass siu, u»,d gräulichsten Päl sie rechnen, die mei-sten Lob - Sprüche der Skribenten von ihm klingen garschlecht, und etwa folgender Gestalt. Er war m sei-ner pabst-wende ei», solcher Faulicnyi r, das crbloß einen muffigen K»,schauer der off enrltcl>enErübsaien adIcgebkn und allein darauf befiicsten!gewcst!0 wie cr seine Larnilie bereichern moch-te. n) Ein anderer Französischer Scribenk schreibetvou ihn,: Sein Gedächtniß ist bey der Barcheneben in keinem Sergen, und man erzehlet crstaun-

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