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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Z56

Kirchen - Historie Neues Testamentes

sich nebst der Lateinischen sonderlich auf die One,itali-schen Sprachen legte, auch im Griechischen so gewandtwar, daß er die Predigten ex rempors Griechisch nach-schreiben konte.

Wegen dieser seiner Geschickligkeit gab ihm die StadtAchc.ujia und schickte ihn erstlich nach Genff, von danach Groningen, wo er sich einen Juden hielt, und vonr^-ri-niL x^8vkk das Arabische crlcrnete, und fernerhinnach Leyden, woselbst er sich des i^cooi «oi.ii Anweisungin den Orientalischen Sprachen bcdieneke,auch Gelegen-heit hatte bey einigen Türcken sich in Arabischen undTürkischen zu cxerciren.

Man trug ihn, zwar an, mit einem Holländischen Ge-sandten als Gcsandtschassts-Prediger mit nach Constan-tinopcl zu gehen, allein die ssc-publlguc Zürich reuocirereihn; worauf er noch durch Engelland und Franckreichreiscte, und endlich 164:. zu Hause anlangete, und mitde, Stelle eines kionloris bissoriac ecclcsssssicae im obernO-IIegioversorget wurde.

Man beförderte ihn sodenn von einer Stufst zur an-dern, also, daß er professione-! Isseologigc und auch ein( 7 g,! mcsr erlangcte; und ob ihn gleich die Zürcher demChurfürsten von der Pfaltz nach Heidelberg 1655. aufeinige Jahre überli.ssen, so muste er sich doch in seinemVaterlande wieder einstellen, schlug auch andere vocgriones, als nach Deventer, Bremen und Marpurg aus,bis er endlich den Staaren von Holland auf vielfältigesAnstichen zum krot'essi-re der Universität Leyden überlas-sen ward.

Allein sein Ende war vorhanden, welches ihm auf derTafel bey seinem Catheder 8. Tage vorher durch folgen-den von unbekannter Hand angeschriebenen Vers warxrognolliciret worden.

( 7 armina iam morien; canit exequi'gli'g c^gnu;.

Denn, als erchch nun nebst den Seinigen auf denWeg machte,und auf dem Flusse Limat nach feinem Land-Gute ,' solches zu verpachten, fahren wolte, stieß dasSchiff an eine verborgene Klippe, daß es sich um undum kchrete. Hortinger kam zwar durch Schwimmen andas Land , weil er aber fein Weib und seine Kinder inder Lebens-Gefahr erblickte, begab er sich wieder ins Was-ser, und gcrieth dabey nebst einem Rittmeister, der ihnbegleitete, in solche Noth , daß sie beyde erlrinckenm listen.

Sein lmermüdeter Fleiß hatte ihm eine grosse Gelehr-samkeit, sonderlich in Orientalischen Sprachen, zuwegegebracht; sein Vortrag aber ist etwas drmckel und ver-drießlich, «Nd sslOkss/zKId 8!dckOd>I will daö iucücium,wiewohl ohne Grund, an ihm sssstäenrcn. Sonst warer gar n «clcrgi, und suchte Mittel die Reformirte undLutherisch? Kirchen mir einander zu vereinigen, r)

Seine Schrissteir sind vornehmlichI. Hoclrgus Lbrikizmis.

2- Lrntenük» I,nßu»e üinÄse.

Z. Ikelsurus ri-ilvlnßicus.

4. tlitkoi-is ccclsiiLllio» Igoui 1°ek»menki.

Hiitoris orienkülis.

6 . 6rsmir>srics Liislciseo - 8)>rigcg.

l) i>> KÜi. vikse ,1e obi'ku«

in äiA. kkLttSKVS in lkr,lro.

7. IIiAorico - Ibeoloßic».

8- l.eßez iuri'i Hebrreorum.

9. kromptusrium iiue kibliorbec» orientslir.

10. Oi-ammarics IV. lilrßuzrum, ltebraicie, Lbrlärlere, Z/ri»-cse Sc ^rsbicse bsrmonic.

I I. Lk^mowßicum Ocienrale, Lus I.«xico» H-rwonicum bexl»-ßlorcvn.

12. (IoDpen6i»m "riieoloAl!,« lu^sicss.

IZ. Lsiikomc vrriurcuue luris Hcbnücl.

14. ^i-ckscoloziL oricnkrlis.

IZ. Libliorlircsrius ^usclri^srcirus.

iiolrnsecleivs

Professor rk-oloxise anfangs zu Utrecht, und nachmahls zuLeyden, stirbt 1668. alt 51. Jahr.

Er war von Harlem gebürtig und studirete zu Utrechtund Leyden.

Nachdem er 1619. zum Prediger war oräiniret wor-den, verrichtete er solches Amt bey seinen Glaubens-Ge-nossen zu Cötln am Rhein , wiewohl er dabey nicht ge-ringer Gefahr unterworssen war,biö er 164z. wieder nachHolland zurück kehreke, und OoAor wurde.

Von vielen Vocsiioneu nahm er folgendes Jahr dieTheologische Profession zu Utrecht an, woselbst man ihmauch eine Prediger-Stelle vertrauet«. Doch, da er An-no 16,4. die Vocsiion nach Leyden erhielt, folget« er der-selben,und ist auch allda bis au seinen Tod verblieben, u)Seine Erkänntniß in den Sprachen und andern Wis-senschafsten, hat seinen rühmlichen Fleiß in seinen nach-gelassenen Schriffren sehr nützlich gemacht. Davonsind merckwürdig

1. 8ocinizn>f.ni cori6icsci 9 ?omi III.

2- Lommenl-rius 6e pürr^oxis öc bereroöoxls vt ei^elirnii.g. kro ccniuincencüs conueiket'6is l»6seis Iwri VIII.

4. Iienicon, fme 6s Kuöio p,icis §c eoncor6>»e.

Z. 5 nmmL conrrouerlisrnm religionir cum inkrlelibus, ÜLere-

rici; Sr 5ck,lm»ric'l5, welches gar ein nützliches Werck ist,wcmi man es mit Verstände zu gebrauchen weiß.

6. Oe corilocisiione Lusoßelica inrer HekorwiNv» öc Lulbe-r^nos.

7. I'lieolagise prsüisre lomi II.

8- Oe cnnusr.ivnc 6enrilium.

9. l)e evilcvxscu Zcc.

coccLiv;

Professor llzsologize ju Leyden, stirbt 1669. alt 66. Jahr.

ninxnnv; Cock, sein Vater,war 8ecretarmr der StadtBremen, woselbst auch dieser sein Sohn, der sich nach-mahlen LOecLIVbck genennet, gezeugek wurde.

Der Sohn nun freguemirete das (l^mnalmm sei-ner Vater - Stadt, und brachte sich unter andern einegute Kenntniß von der Griechischen, Hebräischen und an-dern Orientalischen Sprachen zuwege, also, daß er auchdenAlcppau lesen, und den Türckischen Glauben in ih-rer Sprache vorzustellen wüste. A^mmds ließ er sichzu Hamburg einen gelehrten Juden mi Rabbinischen an-führen, gieng sodenn nach Frauecker, und gab die Rab-binischen Tractate8aissiestnn und bssaccock mit der Über-setzung

u) S^I'I.L. it. virs 10. llOleblöUVXII litzro tlx cvaurrüo-nc Laävkum xiaeMill». k^kdlL^V L in Lkeakro.