Buch 
Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
JPEG-Download
 

XVII. 8ecu1um. I. Lsp. Von den Rssormlrtcn Lehrer».

357

setzung und Anmerckungen heraus/ welches ihn dcrmas-scn recommcnciirete, daß er in seiner Vater-Stadt derkroieHicin der Hebräischen Sprache vorgesetzet wurde.

Anno i6;6. kam er nach Frauecker zu eben derselbenkroiellioi,, welcher 7. Jahr hernach auch die Theologi-sche beygefüget wurde. Hi.r verblieb er bis 1650. da eran kkioL«icl 5i>änuk.r>ii> Stelle nach Leyden vociretwur-de, worinnen er sein Leben gcendiget. Seiner Streitig-keiten wird unten gedacht werdet-.

Er war in Lxctzeii, weiche er vielfältig von den Luthe-raner» erlernet hatte, vortrefflich und aufrichtiger, alssonst die Calvimsten. Darneben rühmet man auch sei-ne Geschickligkeit in andern Stücken, wie auch seine Gott-sccligkeit und Arbeitsamkeit. Sein erlangter Ruhmaber brachte ihm viel Feinde und Widerspruch zuwege,Seine Schrissrcn sind zu Amsterdam 1675. in VHIVoiuminiimz in tülio zusammen gedruckt worden, undbrgreiffen sonderlich

I. Lok-Ick, iiue Lcclelisjien 8 slc> nonis illuNcscusn.

L, 8 snlieär,'a 6 c üäsccorb cum verüonc 6 e commrnrsrio.z. LooisÄurss in 6 c blsgoA.

4 . O« eccleli, 6 c Lsb^Ione.

Oe 8 »bb,c» 6 c guiere rinui 1 'ellsmenci.

6 . 8 -immsm ävLirinsc äe k^eäere 6 c leiisinenko Del.

7 . Dr pocenris scripturse 8 scr»e.

8 - Lonstäersrivlieinprincipii Lusngelü losnni, contr» Locini-rnsr.

9 > .^pologism Lc^uiris koloni exsminsrsm 6 c rekuksism.

IO. concoräise circs üonorem Osminicsc.

II. käore Heuocüim.

12. Oe ^nri CliriNo.

IZ. kefuksrionem compenäH ^Isnuslis Necsni.

14 . Lonliäersciones sä xlcims scu VI. pollrems La^itsOeurei-ouomii.

IZ. Ommcnrsrinz in Iobum> klslinos, Lsnticucn Lsrnicorum,Osnielem, kropkecs; minores, ücecüielem 6 c Icreini->Mi Lu-snßelium lornnir, kpigulsz ,6 Komsnv», Lpüestos, lätum,Lslskss, "rimorkeum, kkilippenfe;^ Hebrseos, luäse. 6 c in/pocsl^pün.

16 . d-xicvn 6 c Lvmmenrsrium lingus« llebrsese Zc cbsl-ä-icse.

17 . ^ni'msäuerüon« in I.XXXIII. gusellivne, äe V-teri 1 e-tismenro.

18 - Ocsciones 6 c Oisinikseionez Itüeolozicss 6 ce»

?--oteifc>r Ikeoloßi,e zu Genff und nachmahls zuMiddtlburgin Seeland, wobey er zugleich eine Prediger-Stellehatte, stirbt 1670. alt 54. Jahr-Sein Vater, der ein Schottländer von Gcburth war,befand steh damahlen zu Laikr» in banuuecluc, als ihmdieser Sohn gebühren wurde.

Die Geschickligkeit des jungen dIOKI nun beförder-te seine 8rucl,3 auf solche Weise, daß er zu Genff, wo er

Verdruß nach den Niederlanden zu ziehen, und brachteihm die prot'ellivnem I bcologicam und ein Prediger«Amt zu Midd'!b::rg zuwege. ^ Es hielt zwar anfangsschwer die Stelle zu behaupten, weil man XlOKVX!nicht nur des Hochmuths und vielen Umgangs mit denWeibes-Personen, sondern auch einiger Irrlehren beyder Gottheit des Heil. Geistes beschuldigen wollte: dochals er ungemeine leltimonisvon Genffmitbrachte, undauch auf dem 8ynocIo der Wallonischen Kirchen zu Ma-stricht zum Vergnügen des gantzcn ^uäüorü predigte,so wurde er mit allem Willen aufgenommen.

^ Nach z. Jahren stund ihm Liese Zrstion nicht weiteran, und er hatte vielmehr Lust der Vocacion nach Am-sterdam zu der historischen peoiellion zu folgen, welcheer auch eine Zeitlang mit besonderer Geschickligkeit ver-waltete. Als er aber ohne seiner Obern Wissen undEinwilligung nach Italien rciftte, wobey er sich zu Flo-rentz und Venedig durch seine Gelehrsamkeit viel Anse-hen erwarb; so ward er bey seiner Zurückkunfft, ohnge-achtct seiner Entschuldigungen, mit vielen Dingen grs-mret, und ihm endlich durch die 8ync>äos zu Tergau undNimmwegen aller Kirchen-Dienst verbothen.

Indessen bezeugte die Kirche zu Paris eine grosse Hoch-achtung vor ihm, und der Frantzösische Abgesandte im v-nahm sich sechsten seiner an, worüber sich kckOKV8auch nach Paris machte, und bey dasiger Gemeine zumPrediger bestellet wurde. Nichts destoweniger müsse ersich auch hier gegen seine Ankläger auf öffentlichen 8700--lis verantworten, welches er doch so geschicklich inSMerck setzete, daß er die Bestätigung seines Kirchen-Dienstes erlgngete.

Endlich brachten es seine Widerwärtigen doch dahin,daß er abgesetzet wurde, worauf er wenig Zeit hernachzu Paris bey der Hertzogin von kokan unverheurathetgestorben, y)

Seine Gchrissren, davon die Lxegerics sonderlich zueecommcncliren, sind

1. sä Ltsiss Lsp. I.III.

2. De grscis Lc librro scbicrio.

z. ^tnkss uä lucs guseäsm kiuui Icstsmentl.

4. Oe 5c-iprucs 8. 6ue äe csuts OLI.

XcZi! tsnj-uinii clsrnor sä cveluw säueküi» ?srric!ässßiicsnoz, gegen It'ksnnem >li!cc,mim, welchen er in derVorrede nicht wenig durchgezogen.

6. kiäe; s-ublics conrcs ^ülronum.

7. 1?rs6Istus äe snims, eiurgue sscultsribui 6e nskursli >M»moreslicsle 6cc.

1Ott/zd>!^L8vxi.l.sLV5 sder k»il.l.s

Prediger anfänglich zu 8s»mur und folgends zu Paris,stirbt 167a. alt 76. Jahr.

Dieser berühmte Mann war zu Lksrelle^ur in?m-cm, gchohren. Nach seiner Eltern Willen solle er an-

nur gar kurtze Zeit sich auf der Academie bcfundeu hat- fänglich nicht studiren, doch da sie eme gantz sonderbare1e, prvkestor der Griechischen Sprache ward, nachdem Neigung darzu bey ihm verspüreten, schickten sie ihn lMer unter dcu eompckimribu», die meistens noch halb so 'i. Jahr seines Alters nach 8. kckaixem m ?oirou, zmd

als er waren, den Preiß im Disputiren erhalten.Fo lgender Zeit suchte ihm zum

x) ltibiivlke^ue vniucslclle lom. VII. Bctttheiin- Hollan-dlschei Kirchen- und Schulen - Staar ?. 2. c. z. Go- rftledArnoiv» Kirchen- und Ketzer-Historie, r. 2. üb. 17. c. 10. L. 7.

strncr nach Noir/ci-, und 8 ,umurAnno i6rs. kam er zu des berühmtenEnckeln, als iMorm-icor, wobey er viel prokurete,(yy) z und

7) »r. Allgemeines Hist,