Kirchen-Historie Neues Testamentes
z6r
II.
Welches sind noch die merckwürdigen Rö-misch-Catholischen Scribenten?
nieoi^V8
Königlicher Frantzösischer Rath und vibliorkee-riur,stirbt i6;z.
Die sonderbare Erkänntniß dieses Mannes in derAntiquität und in dem 8rri(1,o ?3trilkicc>, worinnen ernebst der ^ritique und den Humanioribur excellirete,macht ihn nebst seinen Schriffren merckwürdig. r) Die-se sind
1. OlotHrium
2. Obferusrioiies 6e >>v^uli> kuuäir.
I. dtor-ie »ä ItrrruIIi-inum, O^prisnum, 81!nurium keliecin,Ono5»i6ri 8lr,reßicui,i 6c vprirno Ouc«, kl,»e6ri fsbul»,luliani O-iessriz cpillolsm, Hizrki^Icm, v-irivr ^uÄorer 6eknibu; rcgunäis, .8cris>lores 6r»eco§ 6» re ^ccixirrsri» Lrur» c-inuin Lc.
6l.A8IV8r ^rl»
Ein Frantzösischer Edelmann, stirbt 1662. alt Z9> Jahr.Sein Vater rrrpriänv; war prsesicienr 3 ls
cour ste; sicie? 6'/ruvertzne, ein gelehrter Mann und gu-ter drketkematicu?.
Die sonderbare Geschickligkeit des jungen ?A8E/zl.I8)u den 8ruäii? bewogen den Vater, sein Amt aufzugeben,und sich nach Paris zu setzen, damit er desto bessere Ge-legenheit haben möchte, seinen Sohn selbst anzuführen,welcher sehr begierig war, von allen Dingen den rechtenGrund zu wissen, und so man ihm solchen nicht zeigenkontc, grübelte er so lange nach, bis er eine railon ge-funden, die ihn vergnügen konte.
In die kvl^belin war er s» verliebt, daß, als ihm seinVater, der sich befürchte, er möchte die Sprachen dabeyliegen lass.n, die Bücher davon verschloß, seine Begier-de ihn antrieb, die rarioncr proponionum selbst zu un-tersuchen. Au dem Ende zeichnete er sich in seinem Zimmer allerhand Figuren mit Kohlen auf die Erde, undmachte sich aus deren Zusammenhaltung selbst elcsioilie)-»«, axiomara und ssemonsirakione;.
Bey solcher Bewandniß roioluirete sich endlich derVater auf anderer Zureden, ihm die öck-ulrematico; indie Hände zu gebend worinnen sich der junge ?^8Ekl.so pssfcölivmrete, daß er schon im 26. Jahr seines Altersden 1>gite äeg coniqucs heraus geben konte. Im fol-genden ist er der erste gewesen, der die csteölu?, so sonstdem borrori v.'.cui beygemesscn worden, der Schwere derLufft zugeschrieben.
Letztlich legte er alle Philosophische Bücher beyseite,«nd studierte nur in den geistlichen und erbaulichen, wor-aus er soviel lernete, daß er in seinen osftmahligen undlangwierigen Kranckheite» eine unvergleichliche Gcdulterwiesen, auch gegen alle Beleidigungen eine grosse Un-tmvfindlichkeit bezeigcte. ,)
S.ineScbrijfren sind
r. I.e, penlcer «le IHr. ?->fcsl. Diese sind nichts anders, als
») 'Vl'ri'k in äl»r. biogr. -6 -IN. , 6 z 2 . s) 8 ^ 83 . Vl».stsmc 8L8I88 vi, «le »lr. kLLLäb. ,1« är VL8-
r. 2.
die unvollkommenen, doch gelehrten Gedancken k»fc»Ii5,daraus ein Merck wieder die Atheisten werden sollen, auchdeutsch zu Augspurg in 8. heraus gekommen.
2. Innres prouincisles, welche unter dem Nahmen l.oui5^»nr,Ire heraus gekommen. ke!r. keioooll hat sie unterdem Nahmen 6u,Ii-lmi ins Lateinische vcre
setzet. Weil der lsnlrnilmus darinnen vertheidiget, undder Sauerteig der Jesuiten ziemlich aufgedecket wird, sohaben es diese dahin gebracht, daß die Uercre, conLlciretund öffentlich verbrannt worden.
z. Oe liguore 0c grsuir»re -cris.
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8!b!iorbec»riur zu Rom, stirbt 1667. alt 82.'Jahr.
Er war ein gebohrncr Grieche aus der Insul Lbio,kam aber gar jung nach Rom, allwo er die Philosophieund Theologie studirete. Ob er nun wohl wieder aufeine Zeit in sein Vaterland kehrcte, so war ihm doch Romso beliebt worden, daß er nochmahlcn dahin gieng, undnebst der Ickeciicin die blumaniora excolirete.
Indem er sich nun folgends, da er Professor in demGriechischen Lollegio zu Rom geworden, durch unter-schiedene Schrissten bekanntmachte, erlangte er die Gunstunterschiedener Cardinäle und Päbste bis ibn .-.rbx^orx VII. zum Inlpecittre der Vaticanischcn Bibliorheckbestellete.
Die Antiquitäten der Kirchen hatte er ziemlich durch-gegangen, und war sonst überhaupt gelehrt gnug, aberein Sclave der Römischen Kirchen, wie er denn allenFleiß anwendete, die Griechen mit dersilben zu verei-nigen. r)
Seine Schrisstev sind eine ziemliche Anzahl, davonzu m :rck n
1. Oe perpeiua confcnlu ecclcbae occi6»nr»Iis sr oricntrlir,
worinnen cr aber offenbar wieder die Wahrheit geschrienben, weil in der Historie vielmehr der perperuus .lillenluzdieser beyden Kirchen anzutreffen.
2 . Oomw.entriio in lornnse p»j,iss»e f-ibulum.
z. Verb» äe norse »6 bullsrbium sc «riginem 6e 8ng»llrim)-rbo.4. ^ninuräuerfiones in rnrlguicrnirn Ltrufc»rum fk»gMenk» »bIngkinimio eäik».
Olslogus 6e lcriyri; 8vcr»t!r.
6- l-iber 6e 8imeonibus.
7. 1°r»Ä»rus 6- psrr!» Homer!.
8- Oe menfur» rcmpnrum »nriquorum.
y. llxcerpr» vsri» 6r»ecorum Zosibillarui»» »c ^betvruM.
10. Ue Lessis Sc cvrum scripris.
I I. I>e kbilonib«;.
12. ktor»e in kkilnnem Lrrsntium.
I Z. Iü(>r»e in Vcvlom-iei Luerßckne monumtnkum ^llulitsnum.
14. vill'erl»tiniier 6e librii ecclebskicis Orsecorum 6c 6cor-Züs üc cvrum fcripcis, 6e Ovminicis <k bcb6vms6ibur 6r<ie-earuw 6e rems lis 6r»ec»rum recenrioribur äc.
15. Vcrbone; Csccnsc 8. 8. kLtrum in Uicremi»« I'roxkcts»,Orscionum l.ib»nü öcc.
16. Scrivr» c»nrr» Iv. ülcnr. I-tokkingerum öc Lliam Vcielium See.
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ov rkN'irr ^>evr vv
Ouzellor in dem äillriÄ von -vmien«, stirbt l688. alt 88. Jahr.
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r) 1.0 k 08/1580 iilori» äs kost» Ores» L eloßi
ä'buswini Iscier-ili. l. c.