XVII. §eculum. I. cap. Von den Zwistigkeiten.
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irdischen Dingen zur Beförderung der Seelen-Ruhe auf! Seine Lehren, so er seinen Nachfolgern unter Allstegewisse Masse schon statt findet, zu weit ausgedehnet, gunq des Stillschweigens soll lliQ-ret haben, werden fol
also/daß sie getraumet, inair dürffe nach solcher sichnicht über seine Sünde betrüben, nichtodermir ausdrücklichen Worten und (oedanckcn be-then, und dergleichen mehr, welches denn freylich gargefährliche und Seelen - verderbliche Folgen sind. In-dessen, da man dißfallS von tnObldlOS selbst nicht gc-Hörige Zeugnisse hat, so wollen andere ihr nMieiu n dar-über lieber i'usserMiren, und die Sache dem Urtheil GOt-tes überlassen. So viel bleibt doch gewiß, daß bey demk10biblQ8 viel gutes und erbauliches anzutreffen.
Was ferner in dieser wichtigen ControverS pailirek, r)wird am besten im folgenden 8ecu1o ersöliret werdenkönnen.
XVII.
Was sind vor Zwistigkeiten über dem ?ec-caro kstilosophiLO vorgallgen?
Es ist schon oben bey der Lehre gedacht worden , wasvor schädliche Moral-Satze die Jesuiten vorgebrachthaben. Eben dahin gehöret auch diese ComrovcrS clepeccsco pbilotopbico, welche der Jesuit 81 L?bI^.! 8 V 88 V 601 ' Anno 1636. zu viion erreget. ^
Die Sache kam daraus an, daß wenn jemand aus
gender Gestalt crzehlet: Der Sohn GDcres habedem Datcr aus Ambition, und ihm gleich zu wer-den gerathen, die ausserlichen Dinge zu erschaffen;Der Lall Lucifers wäre daher entstanden., daß erChristum und die Jungfrau Marien im vorge-stellten Bilde nicht hätte anberhen wollen; GGtkhabe die Thiere durch den Dienst der rebellischenEngel erschaffen; Die H. Jungfrau sey «ine demSohn. GDtres gleiche 8ubÜÄnr, und der H. Geisthabe auch ihr Arisch angenommen, und dergleichenmehr. x)
Sobald aber die Inquisition hiervon Wind bekam,und hinter ihm Her war, machte er sich aus dem Stau-be; wiewohl ihm noch der Proceß zu Rom kormiret,und sein Bildniß 1661. verbrannt wurde. Er hielt sichhierauf zu Straßburg, in den Niederlanden, zu Ham-burg und in Dännemarck auf, an welchen Orten er durchseine Wissenschafft in der Kleilicin viel Ruhms und Gelderwarb, dabey aber auch durch die vorgegebene Zuberei-tung des Philosophischen Steines manchen Hinter dasLicht führcke, bis er sich an allen diesen Orten nicht mehrsicher achtele, und Willens war, nach der Türckey zu ge«In den Käyserlichen^Erblandcn aber, da man
Unwissenheit, oder weil er an GOtc nicht dächE'^ des ssladasn,Scvunundi^-
re, Sunde bevsienge, so wäre es zwar anmmd vor,^
sich selbst niff>r recht, doch nähme es GO» alskerne Beleidigung auf, und liesse auch keine Stra-fe darüber ergehen. Mit einem Worte: kVer et-was vor keiire Sunde hielte, dein» wäre es auchnicht Sünde. Und das nennete man eine Philosophi-sche (VÜnde; da hingegen eine Theologische Tod-Sündeheisscn solle, wenn man das Göttliche Gesetz mulh- undfreywillig überträte.
Weil nun auch andere Jesuiten, als ILd^ltzVZI0dicbIIV8, 8ädilck6LKI^'V8,I?»(I0LV8bV8 See. dieser Meynung zufielen, und dadurch derMenschen Gewissen tv.it zu machen, ja, alle Moralitäraufzuheben suchten, so sitzte sich gleich anfangs V.Sray-err, ?ro 5 etlor zu Löwen, dagegen; wiewohl IbHOd!lV 8^KdiAbI)V8 am meisten dawider gestritten, u)
XVIII.
Was ist von den übelsten Papistischcn Zwi-stlgketten zu mercken?
Der Burrhranische Streit, welchen 5 k^dIdl 8 (;V 8
!O8Lk-IIV8 6VKLHV8 oder KOKKI, ein Mayländi-. - - —
ou-äru inquinrete, kam er als eine verdächtige Personin Arrest, und nachgehends schickte ihn der PäbstlicheNuntius nach Rom, wo er reuociren muste, undzuewi-ger Gefängniß verdamnick ward. Nachdem er aber denvuc o'xrrekk, von einer gefährlichen Krauckheit befreyek,brachte man ihn in leidlichere Verhafft auf der Engels-burg, woselbst er seine Zeit mit laboriren zugebracht, und1695. im 79. Jahre seines Alters verstorben, y)Hiernächst mercket man noch etwas von dun Streiteüber dein unumschräncktcn und unbetrüglichenAnsehet', des pabstes in der Rirchen. Gegen dieseist sonderlich in Franckreich gestritten worden.
' k.v>IVdU)V 8 klc«MIV 8 behauptete nach der ge-wöhnlichc» Lehr-Ark der 8 orbonue, daß das Lor>c>Iiumüber den Pabst sey, und daß die Ruche durch die<8snon«5, und nicht durch eine un'.nnlchränckreGe-walt regieret werden müsse. Diesim widersetzte sichAnno 1611. ein Dominicaner in einer öffentliche» !)i.ssutstion, und weil der Päbstliche db-mun und der Car-dinal auf dessen Seite stunden, so kam Kl-
.. , -7 .., .... e»LXIV8 in Gefahr, daß er bey nahe nach Rom ge
scher Edelmann, erreget. Dieser war von grossem Ver- führet, und als ein Ketzer wäre kractirct worden. Vonstände, und hatte sich in der dlcbimie so exciorek, daß silbiger Zeit an hat man, wie oben Ichvn gedacht, dieje-man ihn vor einen Besitzer besonderer Geheimnisse gc- nigen, so in Franckreich dem Römischen Hofe nicht ha»halten. Sein Leben war in der Jugend so unartig, daßchen nach dem Munde reden wollen, Richeristen genen-er sich auch 1654. wegen einer Ubelthat genölhiget fand „et. ?) . ..
rn eine Kirche zu reunren. Bald darauf sieng er eine! Indessen sind doch die meisten in Franckreich, ausserandere^Lebeiis-Art an, straffte die Römischen Gcäuesichen Acsnilcn, welche den Pabst 1661. in einer öftentli-gab Offenbarungen vor, und propheceyctc eine i-en>^ ^ ^ ^
uvn, dabey er mit einer starcken Armee ein sonderliches^erckzeug seyn würde, wenn er den PhilosophischenStern würde erf unden haben.
c^k??c>viv? i„ 6 -ss.
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I.vL^'ri Ässern 6e veccsro vbilofopdiro. -Znonvmi retision0« I-tuite«.
chen^viiwaraiion zu Paris vor eben sounbctrüglich, alssccc) z Chrr.
») 8 X 1 UM. Lonrin. iriner. KVItUIUI'I. keiLrrione 6«IL-vsßÜere I-Oit'ei. I^crcurius LciAicu« ,n. 1672 dtI8?0-MV5 in ikinc^rio k»I. monumenrum in
sem xsncis 8V88NO!tVdI. -tlii. r) diü, ä« t.a-
vir Xlll> 1°. l. p>295»