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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen - Historie Neues Testamentes

Indem aber in diesem 8ecu-o zuvorderst über der Nutz-barkeit, und denn auch über der Are und Beschaffenheitder Gelehrsamkeit viel Zweifelns und ^ilpuürens entstan-den, so ist solches vor allen Dingen kürtzlich zu erinnern.

Im Anfang des Servil waren sonderlich die weige-liancr den Sunliiz zuwider, indem ste meynetcn,daS ewi-ge und grosse Gut würde dadurch aufgehalten, und ver-hindert. Denn also schreibet : 5) Die

Gclehrmr streben an Runft, Sprachen und Ge-schwindigkeit ihre Lust und Ergölzung mir Le-sen, Schreiben, DlspMlrcn, poererey und andern,sie könrren nicht leben, so sie nicht sölrcn dariirnenihr Paradies stichcn. Unter allen Wclr-Gelehr-renwird kaum emergesuudcn, derihrneine eini-ge Grunde n.chinc Sabbath zu halten, am Sonn-tage Göttliche Dinge vorzunehmen in ülencio ü,cro. weit sind sie vorn Reiche GOttes mit ih-ren Büchern, Schrisscen und Studieren, und al-so ausgefüllet mir Ixunsten, daß GL)kt mcht

ss jarrin Oprrz, ein Schlcsier, so eine Zeit lang am ri-gnitzischen Hofe geleba, und zirDantzig gestorben, Z) An-dreas und Lyrrsiian davon der erste 8^»-

ciicus der Groß-Glogauischm Land-Stände, der andereaber bey Marien Magdalrnen zu Breßlau sseÄor undProfessor gewesen, b) Daniel Caspar vonLohenstein,Kayserlicher Rath und Stadt-bynäicu^. zu Breßlau,dessen eXrcmmus ihm nicht nur die Ehre eines grossenPoeten und Redners, sondern auch eines unvergleichli-chen polchlüorb vinülciretc); Johann Chrlftian vonHossmannswaldau, Kayserlicher Rath undkrsess»der Stadt Breßlau; ä) Hans Asmann Freyherrvsn 'Abschatz, Abgeordneter des Lignitzischen Fmficn«chums bey dem Fürsten-Tage zu Breßlau e) und au«oere. f)

Wie aber die bisher erzchleten in gebundener Rede vor«treflich gewesen; also haccen sie auch mchrentbeils in derungebundenen Rede besondere Gaben. Andere, soth-.ÜS in ungebundener Rebe was sonderliches prackiret/

^aurn har eine PZadel-Sptrzeir großen ihrem oder sontr rn,st

plarz zu würct-m. ^ ^ sonst zum Aufnehme., der Deutschen Sprach- ek

Alan siehet hieraus gar leichtlich, daß nichts anders AeiuriA) blÄu'i ü^88LX'IV8.

als der Mißbrauch dem w-.o-i.io Gelegenheit gegeben, Carpzov rc LohH^» Lütkemann,

auf die andere Se.ke hinaus zu fallen, und die Belehr.«bekannt Im poSch » § ^ryio

n--> 8 y,o stndet inan gar viele

samkeit garzu verwerffen,da doch, wie bekannt, dtt Mchbrauch den rechten Gebrauch nicht soll aufheben r)Sonst findet man auch gleiche Verachtung der Ge-lehrsamkeit bey den Guackcrn, u) und im Anfange desso genannten?-elssmi kamen viel unbkdachtsame 8t^jof>auf gleiche Gedancken, daß sie anfingen ihre 8vilcmauzu verkanffeu, und ihre ONecha zu verbrennen, x)Gleichwie nun diese den Gebrauch der Studien garnicht dulden walten: also gab es andere, die den Begriffder Gelehrsamkeit änderten, und vorgaben, es könne nie-mand vor einen Gelehrten pEren, wenn er nicht dabeyvon Hertzen fromm wäre, und dieses ist sonderlich dieMeynung PLIssl ?Oikl-ss8, y) welche aber, ob siegleich scheinet einen guten Zweck zu haben, von andernwiderleget worden ; weil aus der Erfahrung bekannt ge-nug ist, daß auch ein Gottloser eine gründliche Erka.'tt-niß von gewissen Dingen haben, und also nach dem ge-meinen Loucepr darinnen gelehrt seyn kan. r)

Doch ich muß nun auch auf das kürtzeste, als möglich,zeigen, wie man sich bemühet hak, alle Theile der Gelehr-samkeit aufs beste zu excoliren, und auch in der That so-wohl durch neue Erfindungen, als gute Methoden einvieles pr^ciliret hat, so, daß die alten Gelehrten gegendie neuern fast zu Schatten-Bildern worden ; und weildis bey allen z. Religionen zu bemercken, so werde hierohn Unterscheid alle zusammen nehmen, um durch die ab-getheileten Fragen den Begrif nicht zu verwirren.

Die Deutsche Sprache ist sowohl in gebundener

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Schriften, als Abschalzes Hof-und BürgerlicheReden, des Herrn von Seckendorsis Demschc Re-den, Riemers Hof-und Regcnren-Redcn, und nochandere Sammlungen dergleichen Reden, welche nicht sogar unbekannt seyn können.

Sonst haben zum Aufnehmen der Deutschen Spra-che unter andern gearbeitet, ausser den oben schon gemel-deten,Harßdörffer, IV 87 V 8 670 t< 6 lV 8 8 cttOI 1 A-H 1 V 8 , Hof-Rath zu Wolffenbüttel, und in der Frucht-bringenden Gesellschasst der Suchende genannt, wel-cher eine Deutsche Sprach-Aunst geschrieben; Iloh.Michael Moscherosch, in der Frucht-bringenden Ge-sellschafft der Traum ende, welcher viel unter dem Nah-men pbUH-rkvkl von Sirtenwald hinterlassen ; g)der berühmte Professor b 1 n>iuer>li-ic undpo.fcos zu Kiel,Daniel George Morhosf, in seinem Unterricht vonder Deutschen Sprache rc. K) und verschiedeneandere. >)

Um die Lateinische Sprache haben sich sonderlichverdient gemacht, der proiessor poeteo; UNdLIoguentiA«zu Wittenberg, /eV6V8ssV8 6V<li-tNkKV8 ; k) der^Kayftrliche und Königliche Spanische Rath eL8?tiK8LIO??lV8, in seiner 6r^r»m3ties klulof pbics, Lrcs(Zricica.u. a. M. 1) Der viaconu; und Professor derBercdtsamkcit zu Nürnberg, SttssI8ssO?hlOLV8 Ass-

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als ungebundener Rede nicht wenig verbessert worden. j LIn gedurrdener Rede haben sich einen Nahmen gemacht >— ---

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, 1 , 2in der

2) in LitetioZrzptzis. memur. kkilu-

5c»pl>. >?ic. diOkttOkivs im Unterricht von der DeutschenSprache, b) Leubscher cic cl^ri, 6r/pkii;. er,i6ir.l/vü. menf. ^Isin. c) Viä. vir» eiur ja Opp. <i) Loben»

_stein in der Trauer-Rede. e) itttLKLSlvs in der Leichen»

—^ 7 —,) Viä.LVVvLI k»-- Rede. k) viö. Morhsff im Unterricht von der Deutsche»- >m Gui0ett-Gr ff c. 27 ^- 7 kos. vL«.cit.XtVLjSprache und Poesie, ß) « lua in äi-r.

52». vor MrssrgsHcht der Wkwyeu.^ » ^ kvre-ienirv^'zgzg. ,669. 1676. k) ro. Ll.L 2 Lr. r,'.StciclV8 i» «!«c.

scripror. recenk. i) Lonf. ich klOkUOklVS IN dem killtenricht von der Deutschen Sprache, k) yftHL ir, w»w. kLi.!us. äec. 7. t) in ciiÄ»

>pvl<ix>2 Hicoloßise »e»e LkiiKlLnse.

er kurtzrgefasseten Klrchen-Hiff.N-T.x.943.

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