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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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!. Fortsetzung von i 7 Zr- bis 17Z5.

«st noch verschiedenes vorgefallen, insonderheit ver-dienet dessen 8uj,j)Iemenr sux äeux ouvraxer k»>t5Pvur !i valistitö 6cz oräinatiom ^nglicaner, pourservir 6c 6ernicre Kelpnnse au nauvcl Ouvrage 6u ?. le<)uicn lur cerce mutiere, L^sux censur« 6e gucl-«^ue; Lvcgue» 6s kranee, /zmller6am i7Z2. ange-mercket zu werden, darin er hauptsächlich das P. le«Qttl'en Gründe untersuchet und nachdrücklich wider-leget. Er behauptet die Gültigkeit der Ordinationder Englischen Bischöfe, ingleichen, daß die EnglischeKirche ein Opfer bey der Messe zulasse, wen»» es nurrecht erkläret werde, daß das Wort proprium lacn-klemm in den Ononibur Loncilii Iriäenuni nichtsolle genau genommen, und daß der Messe keine be-sondere Kraft solte zugeschrieben werden, daß dieleibliche Gegenwart des Leibes Christi nach der Lehre»er alten Kirche zum Opfer nicht nöthig sey, unddaß endlich der Brief des Opfers zum Wesen einesPriesters und Bischofs gar nicht nöthig sey, das Chri-sti Leib im heiligen Abendmale nur geistlich gegen-»värtig sey, daß der Abt Renaudot der Urheber derStreitigkeit von der Unrichtigkeit der Englischen Bi-schöfe sey, und daß sich der König in Engclland inder Kirchengewalt nicht mehr anmaffe als der Königin Frankreich thue, rc. Übrigens hielt sich der P.le Con ayer noch immer in Engelland auf, wo er«inen sichern Aufenthalt und von dem Könige einegewisse Pension zu gemessen hatte, r)

4.) Der P. Carl Ambrossus Lattaneo, einJesuit zu Mayland, behauptete in seinen etwa,1726. herausgegebenen l,eäionibur 5 mrir, daß es in«inigen besondern Umständen und ausserordentlichenGelegenheiten, erlaubt sey zu lügen. Dieserwezen«urde er von dem, wegen verschiedener Streitschrif-ten berühmten Dominicaner zu Florenz, JosephAugustin <l)rst, mit ziemlicher Heftigkeit angegrif-fen, der denn darthun wolte, daß diese Meinung so»vol den Gesetzen der Natur, als auch der ChristlichenReligion zuwider, und blos eine Erfindung einigerneuern Easmsten sey, welche beyde verderbet. Weil»er P. Cattanep bald darauf starb, so kam von ei-nem andern eine Schutzschrift vor ihn heraus: Alle.xsrione in 6i5eta 6el ?. Larl.r Ambro/io Lacaneo,dariri des P. Drss Oillcrr. ckogmakica e morale con-tn ? vlo mareriale äelle p-irolc, die er dem Calla-Neo 172g. entgegen gesetzt hatte, widerleget wurde,nnd man behauptete, der Cardinal pallavicniohabe schon eben diese Meinung gehabt, welche großsen Nutzen habe, daß also eine Unwahrheit, die nie-mand schade, keine Unwahrheit mehr sey, wenn da-durch etwas gutes gestiftet würde. Es fand sichauch ein Ungenaurer, der wider den Pater d>rst

heraus gab: I? lnnorcnr» 6clle ver es, 0 ti» Oillcr-liinone Theologie,, ssopra la culioch» 6e secrecr,senr, ossesa 6eUs verua, und Mit vielen Subtilitä-ten wider ihn disputirete. 5) Der P. L>rss hatauch sonst in seiner Oillerk. bkillorica 6e baprismoin nominc lciu, so zu Mayland »7ZZ. herausge-kommen, wider denVasgue),Harduul, du p»n,Iuvettin, de Verr und ander« gestritten, »vaS d«eLaufe anbetrift, ingleichen die Salbung bey der Con-firmation, auch »vider Bas a^e, der den sogenan-len Chrisa»n von den Ketzern hergeleitet halte, 1)desgleichen wider den P. Toutree, den P. leBr»»n,und andere, u)

;.) Bonden Cluietistischen Streitigkeiten ist mirnichts vorgekommen, weil aber diese Secte >7)l.in dem Königreiche ^keapolis sehr überhandnahm,so wurden zu Rom deswegen verschiedene Congre,gattonen Dell otstcio gehalten, auch darin,um dieser Secte Einhalt zu thun, beschlossen,'den weltlichen Arm um Hülfe anzurufen, welchesaber doch viele Schwierigkeiten zu machen schien. »)

6. ) Im Jahre 17z,. lies d«r sonst berühmtrBc-nedictlner P. Bernhard pez zu VOien Axneti,LUrurbect^in vitam 6c reuelailone; suök. Anon^moOrck. kr. kvlin. nebst des PorhoniS Buche 6e m>ra-culi; 8» kckariae drucken, darin zwar verschiedene ge-lehrte und merkwürdige Dinge vorkamen, aber auchverschiedene seltsame und anstößige ärgerliche Dingezu lesen waren, als daß diese heilige Jungfrau einstin cincr Betrachtung über die Vorhaut Christ, ent-zücket worden und solche geschmecket habe, daß dieheilige Maria, bey einer unzüchtigen Aebkißin, dieStelle der Wehmutter vertreten, und ihr >n Unrh-ren geborneS Kind verborgen habe. Daher em-pfanden Ihre Kayserliche Majestät dieses sehr un-gnädig, und das Buch wurde confiscirer, und da derP. Pez sich deswegen bey den, Kaysirlichen Bchlio-thecarioGarelli beschweret?, und an ihn schrieb, ant-wortete dieser darauf in einem nachdrücklichen undlesenöwürdigen Schreiben, 7) darin er zeigte, daßer sich allerdings behutsamer hätte aufführen sollen.

7. ) Es ist unter den Römischcatholifchen seit 70.Jahren her, »ine nicht geringe Trennung entstan-den, bey Gelegenheit der Cartesiamschen Philo-sophie, welche von etlichen also angenommen wor-den, daß sie auch der Theologie eine andere Ge-stalt geben wollen, andere haben sich hingegen da-wider gesetzt und blos bey der alten Scholastischen

Art

r) Gel 8 Zeitung ? -4?. Fortgesetzte SamlungNZ". e- x. 6 - 4 - 17 Z-. k- " 27 .

5) Gel. Ltwz Zeitung »48. >7?» p 4v». 17«».'

. ,46 Bcmrag ;n de» Gel Zeitung, erster Band, x. 7^7

t) Fortgesetzte Lainlunq >7,«. p- zoz.

u) Gel. Lewj. Zeitung >?;> p- 794 -») Fortgesetzte ^anllunz i/zl. p. ;e,r.

>) Eben diese t7jr.z>. 2>-r. t?zl. y. ;i6