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III. Fortsetzung von 1741. bis 1745.
Was sind noch vor EvangelischlutherischeScribenten.merkwürdig?
io/inr§ OOHKIKS »KirgK 00 lV 8kli'll. 8c I. V. voKor 8c ?ro5. ?. o. der Juristen-Facultätzu Halle Beysitzer, auch Königl. Preußischer Geh- Rath,geb. den iz Eept. >68«. gest. den zi Iul. 174».Dieser merkwürdige Gelehrte ist zu Eisinberg >ge-bohre», wo sein Vater IoH. LNich. Hemccke,College der Stadtschule war, und war von i seinenEltern der Gottcsgelarheit bestimt. Er richteteauch seine ersten Studien darauf ein, gieng nachLeipzig, hörte die dasigen berühmten GotteSgelehr,ten, Schinid, Kcchcnbcrg, und Ittig, undlegte sich besonders auf die Kirchengeschichte. Alser A. 1701. in einer unter D. Schunden gehalte-nen Disputation Baronium widerlegt, ertheilternan ihn 170z. daselbst die Magisterwürde. 6)Doch, er sattelte, wie man zureden pflegt,um,ging nach Halle, und hörte bey Samuel StryctLie Rechte. Hier ward er 1708. AdzunttuS bey-er philosophischen Facultät, und disputirte: vvxenuina nacivitari; Olirisii rcra, e nurnmi; scgue inckcripeionibu; illustra». A. l/IZ- machte man ihnzum Professor der Weltweisheit, 1716. zum Dok-tor der Rechte, 1720. zum Beysitzer der Juri-sien Facultät, 1721. aber zum ordentlichen Lehrerder Rechte, dabey er den Character eines Preusii-schen Hofraths bekam. Kaum stund er drey Jahrin dieser Würde, als man ihn 1724. nach Frane-<ker zum Professor der Rechte verlangte. Er zogauch würklich dahin, ward aber schon wieder vomKönig in Preussen zum Hofrath und Professor derWcltweißheit und Pandecten nach Frankfurt an derOder berufen. A. 1731. erklärte ihnzder Königzum Geheimen-Rath, und setzte ihn 17zz. wiedernach Halle, um die Weltweißheit, und die Rechtezu lehren, ob er gleich lieber zu Frankfurt gebliebenwäre Wie er bey den RechtSgelehrten in sehr grosisen Ansehen gestanden, also weiß man auch, wieviel er junge Wclrweise gezogen, und wie viel an-dere er, so vieles seine übrige Arbeiten zugelassen,in der lateinischen Schreibart unterrichtet, worinne«r eine grosse Stärke besaS. Seine deutliche, ange-nehme und lebhafte Lehrart hat jederzeit sein Audi-torium zahlreich gemacht, und seine Höflichkeit, Leut-fceligkeit, und liebreiches Bezeigen erwarb ihm al-lenthalben Freunde.
Die merckwürdigsten von feinen vielen Schrif-ten sind:
1. Oisterrario hsd'itu 8c inllgmbu; lrceräo»Iibu! ^pa-ttolorum 1702. wider Baronium.
6) Götteris qel. Europa ivm. x.; k;. keipz. gel. Zeit.A 1741. p- 640- i
2 T^rnagma »nrigmrrrum llomrnarum jurirxruäenclrmilluttnmrium >7 >8.
z. kunäamenrr tt.11 culrioru 1719. ist vielmal aufgelegtin 8-
4. t-'lemen» Iar'15 Civil»; lecunäum oräinem Inüirmlo-num «72;. in 8-
;. Kiemen» luii;Livili; »ä orllmcm prnäckkaoum 17z».in s.
6. Kiemen» klnlolopkiise »riorirli; 8c morrlir, Amster-dam >729. in 8-
7 - Ilittori» luri; Livilir 2c Oermrnici Hallt 17ZZ. in 8.8» 8)'Ilc>ge oyulcuiorum vrriorum, vlim leorluu eä.ro-rum 17 Z5- in 4.
9. Kiemen» luri; tlerMLnici tom vereri;, rum boöicr-ni 17Z5. in 8- 2 Lyeile.
10. Kiemen» luri; NLkurse 8c genrium Hallt >7Z8. M 8.
11. Oyulcui» mino» VLrü argumenci Amsterdam »7Z8-in 8.
ir. lurirprudenrir ttomina 8c ^rric» Leiden in Fol.Seine sämtliche Werke sind nach seinem?ode zu Tene-ve in Vlll. Quarkbäirden zusammen gedruckt worden,welchen sein Sohn , Herr Joh. Christian Eosticb^eincceiu«, -lönigl. Preuß. Hofrath und erster Pros',der Rechte auf der Ritteracademie zu Liegnitz, eineumständliche Lebensbeschreibung desselben vorgesetzt,die man auch deutsch lcftn kaii in Christian ErnstSimonetti Eamlung vermischter Beyträge, l. ll.k- 4 ; 5 - ff-
kiilkiee 8idlOkv von
3 LllV ^2
Solnis-Laubachischer Geheimer Rath, und deS gesamte»Gräfl. Solmischen HauseS Lchuorvbst, geb. den 5 Mäp 1657.gest. den 6 Merz »742.
Dieser christliche Staatsmann war auf dem Hes-sen, Darmstädtischen Schlosse Königsberg, ohn-fcrn Giessen gebohren, wo sein Herr Vater fürstl.Oberamtman war. Als dieser nach Weisscnfcls,als fürstl. Hofrath berufen wurde, hatte der jungeHerr von Schütz das Glück, hieselbst von dem beorühmten Schulman EhrtsstunIVeisen, damaligenProfessor der Beredsamkeit und Pelitic, unterrich-tet zu werden. Nach diesen wartete er seine Juri-stischen und Historischen Studien in Jena ab, woerlsich auch in der «Italiänischen, Französischen, undEnglischen Sprache, wie auch in den ExercitiiSübte. Darauf solle er an den HessendarmstädtischcnHof als. Fürstlicher Hofmeister, nachBingeniheimkommen; allein der Landgraf starb i68l. als er ebendie Stelle antreten wolte. Er that also eine Reisenach'Italien, nahm sowohl die Mcrckwürdigkeiteirin politischen Sachen, als in kirchlichen Dingen ingenaue Obacht, und dicnetc unter der Eavalier-Ga»de des Grosherzoqs von ^rcin beynahe zwey Jahr.
Nach seiner Zurückkunft aus Italien erwehlte 'erLeipzig zu seinem Aufenthalt, machte sich mit gelehr-ten und vornehmen Leuten bekant, und sing dasbekante Journal dn Eu-c>o.'ljci,e , an,
welche er auch viele Jahr fortgesetzet. Er arbeitete
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