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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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III. Fortsctzimg von 1741. bis 1745.

scher, A. 17; 8 - wurde ihm die Aufsicht über dieakademische Biblischer aufgetragen, und 174z- er/hrelt er noch die Profeßion der Moral dazu, 1 ) dieer aber nicht lauge genoß, da er am 4. Merz 1744nach einer gar kurzen Krankheit entschlief. SeineVerdienste um die Historie der Gelahrhcit haben ihnunsterblich gemacht, und seine Schriften, die wiranzumerken haben, sind vornemlich: nH

l. 8eIeÄa lnxica >7>:.

Historie der Hcydnischen Moral >714. in 4.'

z. Anleitung zur Historie der Gelahrheit >71«. in 8. ver-mehrt 1714- >» 4- »727. 17-6. ist auch von Herr M.Langen in das lateinische übersetzt.

4. Anleitung zur Historie der Medicinischen Gelahrheit17, >. in 4 Den Special Theil darinne hat HcrrD.Ltästner verfertiget

5. Kurze Nachricht von den Büchern und deren Urhebernin der Stollifchen Bibliothec >7zz. XVUl. Theile biS' 744 -

6. Aufrichtige Nachricht von dem Leben und Schriftender Kirchcnväter der ersten 4 Jahrhundert >7;;.4. 1 g.

7. Anmcrklmgen über D. Heuuianns 4 onsi„.-Äum ,7z;.in 8.

8. Historie der theologischen Gelahrhcit « 7 ZS. in 4.

9. Historie der Juristischen Gelahrheit »74;. in 4. kamnach des Verfassers Tod heraus, n)

10. Anmerkungen über Arnolds Kirchcnhistorie 1744,

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Ein bekanter Historienschreibcr geb. den -- » 6 rz. gest. den»4- Jun. 1744-

Gehört dieser Scribent nicht unter tue gelehrt»und grossen, so gehört er doch unter die merkwür-digsten, da er zu den Gesprächen im 2 veich derTodten und zu einer gewisse" Art Lebensbeschrei-bungen das Model gegeben, dem man fast in derganzen Welt nachgeahmet hat. Er war in denStädtgcn Miesemhal von ehrlichen Eltern gebüh-ren , und nach Absterben seines Vaters von demGrosvater, der ein Landprediger selbiger Gegendwar, im Christenthum, der lateinischen, französischen,und englischen Sprache unterwiesen. Darauf be-zog er turs Gymnasium zu Auspach, und »70z. dieUniversität zu Aktors. Weil er aber aus Mangelnöthiger Versorgung nicht lange daselbst verbleibentonte, nahm er bey der KriegS-und Landpslegs-Stu-be zu Nürnberg Schreiberdienste an, wp er Gele-genheit hatte, bey den damaligen Kriegsunruhenallerhand Reisen mit zu thun, und manche guteNachricht in die Hände zu bekommen. Von 1705.bis 1709. hat er bey unterschiedlichen Gesandschaf-ten in gleichen Diensten gestanden, bis er 1709.D.uartiermeister bey der ersten Brigade von derChevalier-Garde des Königs von Polen ward,und sich dre ganze Zeit mit in Polen aufhielt. A.

l) Götting. gel Zeit. A. 1744- p. 219.

m) Göltens gelehrtes Europa 7 °. U. p. 6iz. 1 - III. x.SZZ- keipz. gel. Zeit. 1744. p. 8,4.

11) Leipz. gel. Zeit. A. »74;. ?. 454-

1711. ging er unter dem Befolg des KöniglichenPrinzen von Polen, als des jetzigen Königs, m»tnach Frankfurt am Mayn. Von dar kam er beyeinem gewissen Engelländer, welcher auf der Uni-versität Utrecht lebte, als deutscher Secretär inDienste, mit welchem er das lu, publicum hörte,auch sowol daselbst, als hernach in Paris, die Hi-storie fleißig stndirte. Bey dem Congreß zu Utrechtwurde er unter den Gesandschaftcn bckant, thatauch mit seinem Engclländer verschiedene Reisennach Frankreich, Irrland, Engelland, und Italien.Nachdem dieser verstorben ging er von Venedig nachWien, nnd von dar nach Halle, in der Absicht, dieTheologie zu studieren, besonders da er bey demHerrn Professor Franken Schreiberdienste that.

Endlich gab er einen Sprachmeister im Französi-schen und Englischen ab, kam in solcher Absicht1717. nach Leipzig, und sing die bekamen Gesprä-che im )xeich de Todren in Wolfgang TeersVerlage an, welche er auch von >717. bis 1740.beständig fortgesetzet hat, b»s sich der Verleger we-gen vielen Nachdrucks, und Nachahmungen damitaufzuhören genöthiget sahe. Er starb zu Lichken-stadt an der Böhmischen Grenze, auf einer Reisenach dem Earlsbade. Seine bckanteste Schriftensind:

1. Gefbräche im Reich der Todten in 4 von 1717. bis1740 in vielen Bänden, darunter man den XVl.wegen der darinne enthaltenen Universalhistorie vorden beträchtlichsten hält.

2. Der reisende Chinescr in 4. Bänden.

z. Der curicusc Staatsmann in g. Bänden in 8 -

4. D<w angenehme psssc-remr in e. Octavbänden.

Die Elilasschkii Felder in 5. Theilen.

6. Die Lebensbeschreibungen des Königs August, II. inPolen; ingleichcn Friedrich Wilhelms in Preussen;des Schach-Nadir; des Bonnevals; des jetzigen Kö-nigs in Scbweven Friedrichs des ersten

7. Die Übersetzung der Beschreibung von Asien desHerrn la älarrinicrc. o)

IV.

Was sind noch vor Reformirte Scribentenzu merken?

Ein berühmter Rcchtsgelchrtcr zu Gröinngen geb-denMerz »674. gest. den z. May >744

Er siaiiimetc aus einem alrcn adelichcn Geschlecht,das über zweyhnndcrr Jahr in Vivarais geblnhethat. Sein Vater, Anton Nahmens, stund beyunterschiedlichen reformirken Gemeinen in Langucdocals Prediger, damals aber eben zu Beziero, alsihm unser Johann gebohren ward. Er ward vonKindesbeinen an dem Studieren gewidmet, nach

Mön-

ch Leipz. gel. Zeit. A. l?44. ?-; 57 -