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k. Eap. von den Christi. Scribent.
Moiirngnon in eine protestantische Schule ge-^schickt, undfvon dar nach Montpellier gesandt, wo>seines Vaters Bruder Lall Darboz'rac ein be-ri'chmter Medicus war, und vor seine Erziehungsorgte.
Als 1685. das Edict von Nantes aufgehobenward, und sein Vater bey der Flucht nichts weiter,als seine Frau, und das jüngste von seinen Kin-dern, mit sich nehmen durfte, muste sssechaim zu-jrück bleiben, und würde der Religion und des Stu-dierenS halber in grosse Gefahr gerathen seyn, woer nicht das folgende Jahr durch eine wohlausgedachte List nach Genev, uud von dar nach Lausan-ne gekommen wäre, wo seine Eltern sich niederge-lassen hatten. Hier besuchte er erst die niedrigenSchulen, und denn auch die Academie, und setztesich sowol in den nöthigsten Sprachen, als der Latei-nischen, Griechischen und Hebräischen, als in derWeltweisheit, und Gottesgelahrhcit fest. Nach-dem er beyde Eltern durch den Tod verlohren,ging er 169z. nach Genev, und hörte daselbst dieberühmtesten GotteSg-stehrten Eranchin,Lalendrinund picret. Gegen das Ende dieses Jahres ginger wieder nach Lausanne zurück, und zog mit seinemjüngsten Vruder, den der Vater mit aus Frank-reich gebracht, und den beyden Schwestern, dienach ihm aus dem Reich entwichen waren, nachBerlin. Wie er diese hiesclbst lies: also begab ersich selber nach Frankfurt an die Oder, und hörteein Jahr lang dasige Lehrer in unterschiedlichenWissenschaften.
Alsdcnn kam er nach Berlin, und ob er sichgleich der GotteSgelahrheit gewidmet, so legte ersich doch dabey immer ie mehr und mehr auf die schö-nen Wissenschaften. Es wurde ihm daher nach Ablauf ein paar Jahr > 697. von dem damaligen Chur-fürsten in Brandenburg die andere Stelle in demnur kurz vorher errichteten Französischen Ecllcgioaufgetragen. Hierdurch ward er nach und nachvon der Theologie abgezogen, daß er den ernstlichenEntschluß fastete, kein Geistlicher zu werden.
Er widmete sich also vielmehr der Rcchtsgelchr-samkcit, besonders aber dem Natur-und Völkcr-Rechte. Er hatte keine andere Lehrmeister dabey,als Bücher, Fleis, und eigenes Nachdenken.Hicrinne brachte er cS in kurzen so weit, daß er so-wol in der mit Anmerkungen versehenen Französi-schen Übersetzung des Pufendorstschen Natur-und Völkerrechts, als in der Abhandlung vouiSpiel 1729. der Welt öffentliche Proben seinerStarke darlegen kante. Als man 1710. zu Lau-sanne eine neue prsfeßion der lochte und Ge-schichte aufrichten wölke, berief man ihn von Bcr-m. Lhcil.
lin dazu, und er trat dieses neue Amt im folgen'den Jahr mit allgemeinen Beyfall an. Zwey Jahrhernach nahm ihn die Königliche Gesellschaft inBerlin freywillig als ihr Mitglied auf, und notist«cirke ihm dieses nach Lausanne. A. >714. ward erRector der Academie und bekleidete diese Würdedrey Jahr: allein 1717. muste er sein Lausanne mitGröningen vertauschen, wohin er den Ruf zumProfessor der Rechte erhielt. Er lies sich daherzu D«sel zum Doctor machen, reisete von Laufan-ne ab, ging über Genev nach Lion und Paris,und begab sich also durch Frankreich und die Nieder-lande nach Groningen.
Auf dieser hohen Schule hat er sechs und zwanzigJahr in einer philosophischen Stille, und ohne alleeitele Ehrbegierde, doch in einer grossen Hochach-tung sowol bey Einheimischen als Ausländern ge-lebt, und nicht nur den Rechtögelehrten, sondernauch den Gottesgelehrten und Liebhabern der schö-nen Wissenschaften mit nützlichen Schriften gedie-net. Er war ein Schwiegersohn des StephanusLhauvin, Professor zu Berlin, mit dessen Toch,ter er 1702. in eine vergnügte Ehe getreten. EineTochter, die er von sechs Kindern gros gezogen,war an den General-Lieutenant unter den Holländi-schen Truppen von Rochebrune verheyrathek, sieging aber nebst der Mutter in die Ewigkeit voran.Von seinen Schriften sind vornemlich zu merken: g)l. vroic cle lr narure 8c äe5gen? rracluir <iu L-zrinsekbr. kufenäoi -5 Amsterdam '706. ist nachhero noch oftals zu Paris, Basel u. d. m. wieder aufgelegtworden. Man hat auch die Noten in andere Aus-gaben des lateinischen Pufcndorfs gebracht,r. üevoirg I' komme 8c ciroven rrsäulri äuTrrin 8cc 1707. ist oft aufgelegt-z. s)u pouvoir ilez louveriins 8c se la liberre üe coa-scienee resä. äu l.inn cle dirlgooär 1727.
4. 8ermon; tue äiverte; mariere; importtnre; trssulks ssl' ^ngloi? äe ieu IVle. lillorlon >71;. >729. insechs Theilen. Den lezten Theil dieser TillotsonischenPredigten hat Herr Beausobre der jüngere übersezt,und Herr Barbcyrac nur übersehen.
5. 1 Ure ciu jeu, on I' on exsmine Ie; principale; gus-llion; äe I)eoic narurel 8c äe moeile, gui o„c <1urapporc a eerre mrrleee »709. Ist aufgelegt, und auchdeutsch übersezt.
6. l)ilcour8 tue l' urilice 8c äer science; ziar rappoec suKien äs l'ersr 1714.
7. ltugo 6roriu;äe .l L- 8c. k>. cum norir 17:0. Ist auchvon ihm ins Französische übersezt.
8. Dekenlie äu äroic c!e Ir Lompsgnie llollancloisc: 172;.
in 4.
9. 'I'rLirö -ls la ötomle äe? ?ere? «le l' Lglite 1773.1» 4.
10. Ducouez 1Ü5 äivert'es miriere; imporc^uces ,7-, 1.
l«. blickorie
I xz Leipz. gel. Zeit- A. >744- 9.781. Rathlefs Geschichtelietztlebendcr Gelehrten 1 . 1 . 9.1. leg.
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