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III. Fortsetzung von 1741. bis 1745.
Zeit so ausführlich beschrieben, daß wir nicht nurbey Erzehlung der bisher crwehnrcn M»ß»onsge-schafte desto lnrzcr seyn, sondern auch von dein, waszu Bekehrung der Muhainniedaner und Heydcn et-wa geschehen, noch etwas hinzufügen können. Wirwerden vor biesesmal auser den „ciresi-en Fredeng schichten uns gar weniger Quellen bedienen. Mansteht also:
1. Aufdie Ausbreitung der chrisblicheu Rel:gion unter den Heydcn.
2. Auf die Verkündigung Christi unter den^üden.
g. Aufdie predigt des EvnngcÜl unter denNnkz-Mittncdunern.
IX.
Wie ist die Ausbreitung der christlichen Netligion unter den Heydcn fortgegangen?
Es haben sich noch immer alle drey Hauptgemei.ncn unter den abendländischen Christen angelegenseyn lassen, daß ihre zu einem so löblichen Enrzwcckbeyzutragen. Von den Papisten können wir ausMangel der hierzu dienlichen Nachrichten wenig,von den Protestanten aber desto mehr anmerken:Man erweget also:
1. Die Ausbreitung durch die Papisten.
2. Die Ausbreitung durch die Lutheraner. ^
g. Die Ausbreitung durch die Rcfor,„irren.
Was die Griechische Kirche in diesem Stücke ge-than, ist droben erzehlct worden, und die Bemü-hungen der Herruhurer sollen unten bey Beschrei-bung ihrer neuen Religion vorkommen.
X.
Wie ist die Ausbreitung des Christenthums
1740. doch fruchtlos, unternahmen, der Mißion mOstindien einen grosen Stoß gegeben. Diese Leutewohnen in einem wciclauftigcn Lande, das vonGoa,gegen Westen liegt. Als der grose Mogul durchden persischen Schach Vladch gedcmüthiget ward,machten sie sich den Zufall, und die Uneinigkeit derVicekönigc des mogulischcn Reichs zu Nutz, giengen1740. aus ihren Gcbürgcn bis an das Ufer des Flus-ses Ganges, bemächtigten sich des ganzen Landesder Portugiesen, und belagerten (6c>a. Da nundie catholische Mißionen i,l Canara, LNaisscur,lNadure, Tr.wanf)r, und der Insul Ceylon alleaus Goa ihren Unterhalt bekommen, so wären diesegewiß ruiniret worden, wo diesen barbarischen Volkihre Unternehmung gelungen wärt. Allein sie wü-sten wieder abziehen, und wendeten sich darauf gegenden mittägigen Theil wider die Mohren, plünderten,und verwüsteten alles, und nahmen mit, was sie inden Kirchen der Mißionarien selbiger Gegend nochantreffen konten. Die Mißtonancn retteten sichmit der Flucht. Vierzehn derselben kamen nachPourichcry, einer französischen Stadt auf der Kü-ste Coromandel: andere rctirirrcn sich in die Gebür-ge und Hölzer. Den P. Madeira ertappcken sie,und well sie glaubten, er habe grosse Schätze ver-stecket, prügelten sie ihn grausam, banden ihn imblosen Kopf mir fast entblöstem Leibe, einige Tagelang an einen Psal, wo er den brennenden Sonnen»stralen ausgestellet war, und gaben ihm nur so vielReis, daß er nicht gar Hungers starb. Weil erkein Geld hatte, solten ihn seine Schüler ranzioni-rcn. DaS grausame Volk machte also einen eiser-nen Stul, und eine eiserne Haube glüend, um ihnauf jenen, diese aber auf sein Haupt zu setzen; dochauf Vorstellung eines ihrer Häupter, daßdcrGOtt,den er anbete, ein erschrecklicher GOkt sey, dessen
dmch blk Pstpytcn befördert worden . Zorn sie sich durch seine Marter zuziehen könten rcDie Umstände, welche den Papisten die Mühe>schenkten sie ihm die Freyheit wieder. Das schlim-
ste bey dem allen war, daß sie nicht nur die Pläne
erleichtern, das Evangelium von Christo den Hcy-den zu verkündigen, haben wir vor dem gemeldet.
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esemnach solten wir uns fast mehr versprechen ha-
der Europäer längst der Küste in Conkribution se-tzen wollen, sondern auch die kleinen Kinder mit sich
ben,' von ihnen melden zu können, als wir aus Maii-jibr Land fortschleppcten. Dock? se,k der Regentgcl der Nachrichten vor ietzo »wirklich thun. WasjdeS Mcgulischen Reichs Äzefia e.ne ansebnl.che Ar-rms davon bekannt geworden , hat allein den grosen —
Welttheil Asien betroffen. Von den betanken I.cc-krc! Läiliamc; des P. du Halde ist seit der Zeit, da»vir vormals geschrieben, nur der XXVl. Theil ansLicht getreten. Die darinne befindliche Briefe beschreiben vorncmlich den Zustand der Mißion inChina und den benachbarten Reichen. Derselbeist eben noch nicht so erwünscht. Der P. parrcnineiner der vornehmsten Mißionarien istA. 174«.ver-storben. Fast hätte die Belagerung der Portuchst-schen Festung Goa, welche die LNarratr»er Anno
»nee beordert, in das Land dcr Marratticr zu fallen,lebet man dcr Hofnung, ihrer Grausamkeit ein bal»diges Ende zu sehen.
Von dem Zustande der Mißionen in Lluna,wird uns folgendes gemeldet. Die Mißionariendürfen sich nur verstoien, und mit vieler Gefahr indasigcS Reich begeben. Die sowol angesehenenHerren «Jesuiten hingegen, welche in des KaysrrSPallast wohnen, schreiben und »übersetzen nur Bü-cher, und lasten den andern Mißionarien bann und
wann