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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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I, Cap. VON den Zwlsergr»».^,!«

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Ewigkeit: der Höllcnstrafen 1742- gar höchlichbeschweret, als ob er mit dem grasten Unrecht mitArtopao , Böhmen , Arnolden, «. a. m. in eineClasse gesetzet werden : Er beruft sich insonderheitauf die theologische Facultät zu Jena, als ob er nie-

der Seckigen erklären liessen, auch auf den Oreausdehnen wolle, so mäste man bessere Gründevorbringen u. s. w. g)

Als man in den Regenspurger gelehrten Nach-richten deswegen etwas wider Herr Carpsven er-

bey derselben in den Verdacht unrichtiger Lehren innert hatte , führte er seine Meynung in einer begerahten sey. e) Allein die Sache hat sich ganz'sondern Abhandlung : Ös ßenuina nocione morcir

anders und so ausgewiesen, daß wohl eine derglei-chen Berufung auf derselben Zeugniß nicht wiedergeschehen wird.

Auch HerrLarpdv ist gewisser Massen mit in denStreit verwickelt, so viel nemlich den Aufenthaltder abgeschiedenen Seelen, und besonders derSeele Christi betrift. Er hatte in seiner Theologiebey der Lehre von Christo das für keine ausgemachteSache gehalten, daß die Seele nach demTode Ehri-sti von dessen entseelten Leibe cämnlich abgeson-dert gewesen. Als nun Herr D. Becker in demOstcrprogramma, so er wider Herr Carpovs Theo-logie unter dem Titul geschrieben hatte: Inulüs»non nulla sciierca Ibcologise Lärpovianse norska rauch diesen Punct mit angegriffen, und die gewöhnliche Meynung der Gottcsgelehrten aus der Schrifterwiesen hatte, antwortete Herr Earpov in einemProgramms, welches in der Sammlung, die unterdem Titul: vilcuckio ckürcilium guorunäaur cie morrc6 c relurrcüione Lbricki lex lffeciminibu; corirpic-ben 5 a 1744. in 4. das erste Stück ist, und zeigte,warum er nicht glauben könne, daß die SeeleLhristi den Raum nach von dem Leibe gerren-nee gewesen, f) Es erfordere solches weder dieBeschaffenheit: des Todes, denn hierzu gehörenur die Auflösung des Bandes zwischen Seel undLeib, nicht aber eine räumliche Trennung : noch dieSecligkeit der Seele Lhelstr, weil man an allenOrten nach Matth. XVIII, io. Match. XVII, z. see-lig seyn, und GOttes Antlitz schauen könne: noch

1744. weiter aus. Er suchte darinnen zu beweisen,daß der Tod in der Beraubung der übereinstimmen-den Kraft zu würken bestehe. Diese hören auf, sobald das Leben des menschlichen Körpers aufhöre:die räumliche Absonderung der Seele vom Leibegehöre nicht zum wesentlichen Begrif des Todes:doch geht er darinne , von allem vorher in diesemStreit gemeldeten ab, daß er glaubt, sie pflege or-dentlicher Weise auf den Tod zu folgen , weil dereigentliche Zweck ihrer Gegenwart bey dem Leibe auf-höre. Dieser aber sey bey den zweymal verstorbe-nen, und in dem Exempel Christi noch vorhandengewesen u. s. w. K)

Allein man hatte auch wider diese Abhandlungin den Regenjpurgev gelehrten Nachrichtenneue Zweifel erhoben, welche Herr Carp-v ineinem Sendschreiben an einen vornehmenGönner in Niedeesachsen Weimar 1744. auf2 Bogen in 4to abzulehnen suchte. Die erheb-lichsten davon waren die zwey i) Wenn dieSeele Christi bey dessen Tode nicht vom Leiberäumlich abgesondert gewesen, so habe Christus dieVorbilder nicht erfüllet, so seinen Tod entschattethätten. Darauf war von Herr Carpoven mit derbekanten Regel: klur ckcpe eck in r^po, guam mancjrxpc» 6c concra - ingleichen mit der Instanz ausHebr. Xl, 19. geantwortet, da Isaac gar nicht ge-schlachtet worden. 2) Das Wort Hebr. IX, 12.Er ist eingegangen in das Heilige, erfodcre ei-ne solche Trennung. Allein die Antwort ist: Man

die bevorstehende Auferstehung, weil der Weg,verstehet hier zwar billig durch das Heilige denkürzer war, wenn die Seele im Leibe blieb , mit Ort der Secligkeit: aber wie der einmalige Eingangdem sie bald wieder solle vereiniget werden, als Christi ms Heilige, bey dem Tode Christi den An-wcnn sie den Ort der Seeligkeit so geschwind wiedersfang genommen, da seine Seele mir dem Zustan-

hätte verlassen sollen. Man müsse darthun, daßdie Schriftsteller:, so man gemeiniglich vor die räumlrche Absonderung der Seele Christi anführe , nichtnur den Verstand haben können, den man ihnenbeylegt, sondern daß sie so, und nicht anders er-kläret werden mästen. Eine abgeschiedene Seelesey in GOttes Hand, wenn sie gleich im Leibe nochbleibe. Das Paradies bedeute wohl den Zustand,aber nicht den <i>rt der Seeligkeic. Wenn mandie Stellen, die sich ganz bequem von dem Zustand

e) Nachrichten von den neuesten theol. Büchern 7'. II.

?- 497.

k) Lrrxavil Dilcuülo äickicrliuw ^aomnärm, p. 8-2 l.

de der Seeligkeic erquicket worden; also sey dieserEingang bey seiner Himmelfahrt zur Vollendunggediehen, da er sich zur Rechten des Vaters setz-te. i) Die neueste Schrift, so zu dem Streit ge-höret, gab Herr Professor Zeibich zu Wittenbergunter dem Titul heraus: Oe ckacu aaimo: Lbrickr s

Zz; t 2

cor-

x) Nachrichten von den neuesten theol. Büchern 7*. III.k>- 556-;;8.

K) Nachrichten von den neuesten theologischen Büchern

7 '. III. p. 791. leg.

i) Nachrichten von den neuesten theol. Bücher» 1- IV.P slj-zo.