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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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IN. Fortsetzung von 1741. bis 1745.

2 corpore separat« illiurgue prTrogLkivik Lommen-ratio L°-r^o/< kbst. ?. ?. k. Witten-

berg 1746. auf 11 Bogen m 4to. K) Er beweistdarin wieder Herr Earpoven und andere, daß zumTode nicht nur eine Auflösung, sondern auch eineAbsonderung der Seele von; Leibe gehöre, und daßes bey dem Tode Christi eben so gcglaubek werdenmüsse, wenn man nicht die Warhaftigkeit des TodesChristi samt den daraus fliessenden Erlösungswerkzweifelhaft machen wolle. Er häufet die Grunde,und getrauet sich gar mit Zeugnissen der Türcken,alten Iüden und Heyden zu beweisen, baß dieSeele Christi nach ihrem Abschied an den Ort derSeeligen gelanget. Er behauptet ferner, die En-gel hätten die Seele Christi dahin getragen: sie ha-be daselbst einen grösser» Vorzug vor allen andernabgeschiedenen Seelen gehabt welches er nach denverschiedenen Stücken der Seeligkeit zu erweisen sichangelegen seyn läßet: sie habe nicht in AbrahamsSchoos, sondern im Schoos des hunlischen Vatersgeruhet u. s w.

Wir tönten noch verschiedenes anmerken, wel-ches hieher zu gehören scheint, gedenken aber nurnoch des berühmten Herr Cuirzcus Schrift, I) sovor einigen Jahren anS Licht trat: Is'mt GorrLlcbLmizeus überzeuge,rc cr Seweiß uns dcrL^cr^mi'ifc die Nnskerbltchkett- der ^ccle betreffendTübingen >741. in 8- Er hatte darinne gar viel,das den Zustand der abgeschiedenen Seelen betraf.Wie er mit verschiedenen andern Weltweiscn be-hauptet , daß die erschaffenen Geister ihre subtileLeiber haben; also spricht er auch von der Seele desMenschen, sie müsse nach dem Tode noch ihreneigenen subtilen Leib haben, wenn sie in die Ewig-!keil gehe. Der sey aus den gröbern Leibe, welcherin die Erden gcscharret wird, wie cinBraudreweinaus den Weinhcfen herausgezogen, in) Er hattein eben diesem Buche auch verschiedenes von dem Zu-stand der ^i-idcrseclcu nach dem Tode beygebracht,und da der seel. Reinbeck in seinem Traktat vonLlnsscr bltchkeir der Seele die Frage für höchstschwer, und unerweißlich aus der gesunden Ver-nunft angesehen: E>b es möglich sey, d.rjs Luc„Seele eures verstorbenen kleinen Bandes, wel-„ches das wesentliche vermögen sich deurli-„che, und zum vernünftigen Andenken noth«„wendige Vorstellungen zu muchcn, best.ru„dig behält, auch wohl in solchen Zustande„zu würklichen deutlichen Vorstellungen, der„gleichen ste bep dem Leben ihres Leibes noch

„nicht gehabt hat, und folglich zu würklrchcn„vernünftigen Gedanken und Schlüssen nach„dem Tode gelangen könne? n) diese Fragebejahet, und davon einen weitläuftigen Beweistaus der Vernunft grführet. Wegen der Abhand-lung überhaupt ist Herr Canz nicht ohne Angrif ge-blieben; allein es hat weiter keinen Streit darübergegeben, als daß er bey wiederholten Auflagen ei-nige Anmerkungen zu seinem Buche gethan, undgezeiget, wo sein Gegner unrichtig geschlossen. 0)Unterdes bar es nicht an solchen gefehlet. welcheauf die Grundsätze weiter bauen, und noch glückt««chcr, als Herr Canz, rathen wollen. Es erschienen:chledrich Johann Brrcko Philosophiscl'e Ge«danken von derSchr elba r der heiligen Schi l r,und insbesondere von der Mosaischen Beschreibungder Erschaffung deS ersten Menschen nebst einigenAnmerkungen von dem llrsp ring, Fortpflan-zung, groben und subtilen <Ac Liste, T be, Auf-erstehung der Seelen, »r.rd andern tueber gehö-rigen Wahrheiten. p) Danzig l745.ln k»o. )>'dieser Schrift war es wohl dem Verfasser am meistenum die auf dem Titul zuletzt gedachten Anmerkun-gen zuthun gewesen. Er wölke gar aus der Schö-pfungshistorie Mosis beweisen, daß eine /ede Seeleihr eigenes subtile» Ziörperlein haben muffe. Denndas wolle Moses sagen, wenn er spreche: GtOETblies einen lebendigen Mdem ein. Die Seelehabe wie ein Olhemtheilgen ein gedoppeltes Gedäu-se: ein äußerliches grobes Häurlem an dem Uör-pe ; und ein inneres subtiles Häurleiu an dem be-sondern subtilen Körper. Nach dem Tode, wenn dieSeele den äussern groben Körper abgelegt, ruhe die-selbe in der Gruft von allen ihren Bemühungen undWürkunqenj und das innere Gehäuse derselben,als dessen beständiger Gefehrde, schlaffe hier auch fastohne alle Empfindung, weil die zarten Glieder deffel-ben noch nicht ausgewachsen, und an den Würkunqender Seele einen Antheil zu nehmen noch untüchtigwären. Dieser Schlaf währe bis zur Auferstehung, dadie Seele mit einem völlia ausgewachsenen Körpcriein,und einem aus mancherley Leibesstäubigen zusammen-gesetzten neuem, wiewohl bemalten äusserlichen niei-stenchcils ähnlichen Leibe hervorgehen werde, g) Hierwerden sich unsere Leser ohnfehlbar erinnern, daß eineneue Streitigkeit voirSeelenschl^f auf dem Tapete

sey.

k) KraftS lieucf theologische Bibliothek l. l p. 609 .

l) Nachrichten von den neuesten thevl. Büchern D 1.

p. »rp.

w) Dieselben 1. c. p. rgk.

n) Nachrichten von den neuesten theologischen Büchern1°. l. p. 142.

0 ) Eben dieselbe ss. Hl. p.

p) Nachrichten von den neuesten theol. Büchern ss. IV.? 5«4-

g) Buckö Philosoph. Grdancken.p. 5 r. So.